Die besten Wettanbieter mit Mastercard: Zehn Anbieter der GGL-Whitelist im Kostencheck

Updated Oktober 2026
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Die Karte ist nicht das Problem. Das Problem ist, was rund um die Karte hängt: eine Mindesteinzahlung von 1 € bei dem einen, 10 € bei dem anderen, eine Auszahlung, die gar nicht auf die Karte zurückläuft, und ein Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn, den ein Anbieter in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen stehen hat. Wer Mastercard als Einzahlungsweg wählt, wählt selten nur den Weg.

Eine einfache Plastikkarte liegt ohne erkennbare Aufdrucke neben einem kleinen Stapel Münzen auf einem hellen Holztisch im Morgenlicht.
AdmiralBet führt Mastercard mit einer Mindesteinzahlung von 5 € und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters.

Stand: 30. Oktober 2026 · Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) abgeglichen.

Zehn lizenzierte Anbieter mit Kartenzahlung im direkten Vergleich

Sportwetten im Internet veranstalten oder vermitteln darf in Deutschland nur, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzt. Die Behörde mit Sitz in Halle (Saale) führt dazu die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und diese Liste ist der einzige belastbare Prüfstein für eine Erlaubnis. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber ausschließlich für Pferdewetten.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund hängt Morgendunst über den Tribünen.
In Deutschland akzeptieren rund 515.000 Händler die Karte; weltweit wird Mastercard in mehr als 210 Ländern akzeptiert (Stand 2014).

Die folgende Zusammenstellung ordnet zehn dieser Anbieter nach ihrer Erlaubnislage. Wie teuer die Karte selbst wird, steht in den Zeilen daneben in Euro und Cent – und nicht in Marketingsprache.

Anbieter Whitelist-Status und Inhaberin der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
888sport Sportwetten-Erlaubnis für 888sport; Inhaberin 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
bet-at-home Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home; Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Sportwetten.de Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de; Inhaberin NetX Betting Limited 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022
bpremium Sportwetten-Erlaubnis für bpremium; Inhaberin Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis für AdmiralBet; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024
bet365 Sportwetten-Erlaubnis für bet365; Inhaberin Hillside (Europe) ENC 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
MERKUR BETS Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS; Inhaberin Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax; Inhaberin WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
Betano Sportwetten-Erlaubnis für Betano; Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Inhaberin Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022

Die Liste zeigt Erteilungsdaten und keine Enddaten; eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1 GlüStV, danach folgt eine Folgeerlaubnis. Was sie noch zeigt: dass eine Domain auf .de endet, allein nichts beweist. Die Behörde listet zwar ausschließlich .de-Domains, doch ein .de-Auftritt ohne Whitelist-Eintrag ist keine Erlaubnis.

Neben der Domain verdient der Name dahinter einen zweiten Blick, und zwar aus einem nüchternen Grund. Wer die Erlaubnis hält, haftet für etwas anderes als der Domainname nahelegt. Hinter Bet365 steht Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta; hinter bpremium die Ladbrokes (Deutschland) Limited; hinter AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited. Bei Merlin und Marke auseinanderzuhalten, ist keine Spitzfindigkeit: dieselbe Gruppe darf in Deutschland Sportwetten und virtuelle Automatenspiele anbieten, und beides sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele sagt über das Sportwettprogramm einer Marke nichts.

Was die Tabelle nicht kann, sollte sie auch nicht vortäuschen. Sie sortiert nicht nach Preis, weil die Gebühren, die einem Spieler entstehen, bei den hier versammelten Anbietern unterschiedlich entstehen und nicht bei jedem Anbieter an der Karte hängen. Der eine rechnet am Gewinn ab, der andere gar nicht, und ein dritter lässt Gewinne erst gar nicht auf die Karte.

Ein Hinweis zum Wort: In der Rechtssprache ist der „Buchmacher“ der Pferdewetten-Veranstalter nach § 2 RennwLottG. Wer im Alltag von Buchmachern spricht, meint Sportwettanbieter. Diese Seite meint Sportwettanbieter.

Zahlungsabwicklung: was Einzahlung und Auszahlung per Mastercard kosten

Mastercard ist ein börsennotiertes Zahlungsunternehmen mit Sitz in Purchase, New York, und vergibt Lizenzen an Banken – für die Ausgabe von Karten und für die Anbindung von Händlern. Die Karte selbst gibt Mastercard nicht heraus, und das erklärt, warum dieselbe Karte bei zwei Wettanbietern unterschiedlich behandelt wird. Die Annahme der Karte ist eine Entscheidung des Anbieters, und in Deutschland ist sie eine Entscheidung, die den Rahmen des § 6b Abs. 4 GlüStV nicht verlassen darf.

Die Herkunft des Namens ist älter als das meiste auf dieser Seite: Die 1966 gegründete Interbank Card Association wurde 1981 in MasterCard umbenannt. Verbreitung war von Anfang an das Geschäftsmodell. Mastercard wird in mehr als 210 Ländern akzeptiert, mit etwa 35 Millionen Vertragsunternehmen und rund einer Million Bargeldauszahlungsstellen; in Deutschland akzeptieren rund 515.000 Händler die Karte. Diese Zahlen stammen aus einer Erhebung mit Stand 2014 und beschreiben den Kartenmarkt, nicht den Wettmarkt.

Was in der Praxis an Kosten auftaucht, lässt sich an drei Zahlen festmachen, die alle in den Geschäftsbedingungen der jeweiligen Anbieter stehen. AdmiralBet führt Mastercard mit einer Mindesteinzahlung von 5 € und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters; bei einer anderen Zahlungsmethode liegt die Mindesteinzahlung nach denselben Bedingungen bei 10 €. Winamax nimmt die Karte ab 1 € und ebenfalls ohne Gebühren. Wettarena nennt für Visa- und Mastercard-Einzahlungen 10 € Mindesteinzahlung – und schließt Auszahlungen auf diese Karten aus.

Der teuerste Posten in dieser Aufstellung hat mit der Karte nichts zu tun, sondern mit der Wette. ODDSET erhebt nach seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kundinnen und Kunden mit Wohnsitz in Deutschland einen Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; maßgeblich für die Auszahlung ist der Nettogewinn nach Abzug. Fünf Prozent klingen nach Kleingeld, bis man sie an eine Serie von zehn Gewinnwetten legt. Wer zwanzig Gewinne zu je 10 € einstreicht, gibt davon in der Summe rund 10 € an den Anbieter ab – ein Monatseinsatz, der nicht auf dem Wettschein steht.

Einzahlungen sind kein Guthaben, das frei herumliegt. Bei AdmiralBet können Einzahlungen erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Bei ODDSET setzt eine Gewinnauszahlung ein vollständig verifiziertes Spielerkonto voraus und dass alle eingezahlten Beträge mindestens einmal umgesetzt wurden. Vor allem aber ist die Zahlung in Deutschland nicht anonym möglich: Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im Namen der Spielerin oder des Spielers bei einem im Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig. Genau dieser Mechanismus hält Krypto und anonyme Bezahlkarten aus dem lizenzierten Geschäft heraus.

Ein Detail mit Folgen für die Auszahlung: AdmiralBet zahlt grundsätzlich nur über dieselbe Zahlungsmethode oder dieselben Zahlungsmethoden aus wie bei der Einzahlung, und versucht, Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen zu bearbeiten, sofern die Identität verifiziert ist. ODDSET zahlt Gewinne nur auf eine verifizierte Zahlungsmethode aus und wickelt Beträge über 15.000 € in der Regel ausschließlich per Banküberweisung ab. Wer plant, eine große Summe zu gewinnen, sollte das vorher wissen. Für eine Auszahlung auf die Karte braucht es beides: eine Karte als Einzahlungsweg und eine Auszahlungspolitik, die diesen Weg zurück erlaubt.

Zum Vergleich der Tempi, die nichts mit Karten zu tun haben: Betway nennt für Paysafecard eine Mindesteinzahlung von 5 € und eine Mindestauszahlung von 10 €, wobei die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto in der Regel weniger als 24 Stunden dauert. Wem es also nur um Geschwindigkeit geht, für den ist die Karte nicht automatisch der richtige Weg.

Was auf der Auszahlungsseite steht, steht übrigens noch an einer zweiten Stelle und ist verpflichtend: Spielerguthaben liegen in Deutschland auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt, so § 6b Abs. 6 und 7 GlüStV. Das ist der ruhigste Satz in jedem Geschäftsbedingungen-Dokument – und der, der bei einer Insolvenz zählt.

Rechtslage: Erlaubnis, Whitelist und die Warnung vor dem Angebot ohne Prüfung

Wer ein Kartenzahlungs-Formular bei einem Wettanbieter ausfüllt, sollte zwei Fragen auseinanderhalten. Erstens: Darf dieser Anbieter Sportwetten in Deutschland veranstalten oder vermitteln? Zweitens: Ist die Karte dabei erlaubt? Die zweite Frage ist mit § 6b Abs. 4 GlüStV für alle mit Erlaubnis gleich beantwortet, die erste ist es nicht.

Ein Fußballstadion unter Flutlicht, aus großer Entfernung bei Einbruch der Dunkelheit gesehen, davor ein leerer Parkplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der GGL die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Zuständig ist die GGL nach dem GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie erteilt bundesweit die Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), und sie überwacht und ahndet Verstöße (§ 28a). Die Steuer ist dagegen Sache des Finanzamts, nicht der Behörde.

Die Behörde hat am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“ gewarnt. Wer mit einer Karte dort einzahlt, zahlt bei einem Anbieter, der am Zustand nichts ändern wird.

Was mit einer deutschen Erlaubnis erlaubt ist und was nicht

Eine Erlaubnis deckt längst nicht jede Wette ab. Erlaubt sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Teils davon sowie auf Vorkommnisse in ihm, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur in den Wettarten, die im behördlich erlaubten Sportwettprogramm stehen (§ 21 Abs. 5). Livewetten dürfen während eines laufenden Ereignisses nach § 21 Abs. 4 ausschließlich auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnlich gelagerte Komponente in Sportarten gerichtet werden, in denen solche Ereignisse selten sind – das nächste Tor im Fußball und der nächste Satz im Tennis sind zulässig, der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball nicht. Gesperrt sind Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren, wobei die Behörde Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateursport führt, außerdem manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung (§ 21 Abs. 1a). Auf soziale oder politische Ereignisse lässt sich nicht wetten. E-Sport kennt in Deutschland keine Erlaubnis: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Zu virtuellen Sportarten ist die Rechtslage nicht geklärt – dazu steht hier nichts. Ein gesetzliches Einsatzlimit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht. Ein Cash-out ist weder gesetzlich noch in einer behördlichen Regelung vorgesehen; er ist ausschließlich eine Funktion des jeweiligen Anbieters, mit dessen eigenen Bedingungen. Und Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Die Karte selbst spielt in dieser Liste keine Rolle. Sie ändert weder das Wettprogramm noch die Auszahlungsregel. Sie ist ein Bezahlweg und nichts sonst.

Angebote ohne deutsche Genehmigung – was die Karte dort nicht schützt

Wer Sportwetten in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Strafrechtlich steht auf das Veranstalten nach § 284 StGB eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, auf die Werbung dafür bis zu einem Jahr, auf die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder eine Geldstrafe. Dass einzelne Spieler verfolgt worden wären, lässt sich nicht belegen – das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Die Behörde geht über Verbote, Zahlungs- und Netzsperren vor (§ 9 GlüStV).

Zivilgerichte haben mehrfach Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist vom Bundesgerichtshof zum EuGH gewandert. Der BGH legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Rückzahlungsanspruch für irgendwen ist damit nicht versprochen. Es ist eine offene Rechtsfrage, und wer heute ohne Erlaubnis einzahlt, wartet auf ihre Klärung.

Die Abwägung ist deshalb so unromantisch, wie sie klingt. Ohne Erlaubnis: kein Zugang zu den deutschen Schutzsystemen, kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg – und unter Umständen höhere Limits, weil keine Limitdatei im Weg steht. Mit Whitelist-Eintrag: Rechtssicherheit und Spielerschutz, aber das Einzahlungslimit von 1.000 € im Kalendermonat, ein eingeschränktes Liveprogramm, die vollständige Verifizierung und Zahlungen nur im eigenen Namen. Beides sind Pakete. Man kann sich eines aussuchen. Man kann nicht beide haben.

Verantwortung: Zahlungslimit, Sperrdatei und der eigene Rahmen

Die unbequeme Frage bei Kartenzahlung lautet nicht, ob eine Einzahlung durchgeht, sondern ob sie durchgegangen wäre, wenn jemand sie hätte stoppen können. In einem lizenzierten Angebot gibt es dafür drei Einrichtungen, und alle drei sind an die Erlaubnis gebunden.

Das Einzahlungslimit und die Limitdatei

Nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg. Ausgezahlt wird es nicht etwa pro Anbieter, sondern anbieterübergreifend über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf einem einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen – bis 10.000 € und, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, zwischen 10.000 € und 30.000 €, allerdings nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Eigenerklärung reicht dafür nicht. Wer sein Limit senken möchte, kann das sofort; eine Erhöhung wird erst nach sieben Tagen wirksam.

Was das mit einer Kreditkarte zu tun hat: Das Limit liegt über der Karte, nicht in ihr. Ein Kartenlimit von 2.000 € ändert am Monatslimit von 1.000 € nichts.

Sperrdatei, Aktivitätsdatei und der Panikbutton

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV und wird bei der Anmeldung und beim Login geprüft. Eine Selbstsperre läuft mindestens drei Monate, wenn die Spielerin oder der Spieler einen Zeitraum nennt, ansonsten mindestens ein Jahr. Das parallele Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus.

Auf Angeboten ohne deutsche Genehmigung existieren weder OASIS noch LUGAS. Wer dort einzahlt, hat keine Limitdatei, keine Sperrdatei und keine behördliche Aufsicht über die Karte. Dass ein solches Angebot „ohne OASIS“ wirbt, ist deshalb keine Erleichterung, sondern die Beschreibung dessen, was fehlt.

Zwei Regeln bilden den Rahmen, unabhängig vom Zahlungsweg. Die Teilnahme ist erst ab 18 Jahren zulässig (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Und: ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung nach § 6a. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer die Verifizierung für Formsache hält, wettet in dieser Zeit ohne Auszahlungsmöglichkeit.

Boni: was ein Willkommensangebot bei Kartenzahlung tatsächlich verlangt

Ein Bonus ist ein Kredit mit Bedingungen. Die deutschen Regeln setzen dem Angebot keinen Rahmen: Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus begrenzt oder deckelt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Das ist die wichtigste Zeile dieses Abschnitts, denn sie erklärt, warum zwei Angebote mit derselben Zahl in der Überschrift unterschiedlich viel kosten können.

Ein Wort zur Werbung: Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Sportwetten werben (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Die Sperrzeit von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 GlüStV betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Wie unterschiedlich dieselbe Idee aussehen kann, zeigen vier Angebote, alle in den Bedingungen der jeweiligen Anbieter.

Sportwetten.de bewirbt einen Einzahlungsbonus in Höhe von 100 % der ersten Einzahlung, höchstens 100 €, der nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 € sofort als Bonusgeld gutgeschrieben wird. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung. Der Anbieter nennt keine Umsatzbedingung – und wer diese Zeile liest, sollte hellhörig werden, denn eine sofortige Gutschrift ist noch keine Auszahlung.

Bei bpremium greifen die Nutzungsbedingungen voll zu: Bonusgewinne aus Sportwetten werden erst ausgezahlt, nachdem das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung umgesetzt wurden, bei Dezimalquoten ab 1,7. Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Wer 100 € Bonus nimmt und 100 € eingezahlt hat, muss rechnerisch 500 € plus 500 € umsetzen, also 1.000 € – und jeder Einsatz zählt nur, wenn die Quote 1,7 erreicht. Genau hier versteckt sich der Unterschied zwischen einer Zahl in der Überschrift und einer Zahl, die man bezahlt.

Bet365.de bewirbt für Neukunden „bis zu 100 € in Wett-Credits“. Die Credits werden nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung freigegeben, und die Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Der Zusatz ist der entscheidende: Eine Wett-Credit-Wette zahlt beim Erfolg den Gewinn, aber nicht den Einsatz zurück. Ein Gewinn mit 1,90 auf einen 50-€-Credit bringt also 45 € netto hinein, nicht 95 €.

Winamax verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets – ausdrücklich ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Die niedrige Mindestquote von 1,05 macht die Umsetzung der Einzahlung technisch fast zum Selbstläufer; die Obergrenze von 100 € verhindert, dass jemand die Umsetzungspflicht über eine große Einzahlung ins Unendliche zieht.

MERKUR BETS bot Neukunden laut Mitteilung vom 14.10.2024 bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet über 25 €. Verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde. Der Betrag, der zurückkommt, ist kein Geld, sondern erneut eine Freiwette – ein Angebot, das seinen Wert erst im nächsten Wettschein einlöst. Wer es nicht erneut einsetzt, hat nichts.

Was hier zusammengenommen heraussticht: Kein einziges dieser Angebote ist ein Geschenk, und keines ist betrugsanfällig – sie sind nur unterschiedlich schwer zu tragen. Winamax befreit die Freebets vom Umsatz und stellt an die Einzahlung die mildesten Anforderungen der Gruppe. bpremium verlangt das Fünffache zweier Bezugsgrößen. Und die zwei Anbieter ohne genannte Umsatzbedingung vergeben Bonusgeld und Wett-Credits, nicht Bargeld: Bonusgeld und Credits werden beim Gewinn zu Geld, der Einsatz darin bleibt beim Anbieter. Wer nur die Überschrift liest, sieht vier Mal dieselbe Zahl. Wer die Bedingungen liest, sieht vier verschiedene Produkte.

Ein Kostenvergleich gelingt am ehrlichsten über die Mindestquote und die Abrechnungsregel. Die Mindestquote von 1,7 bei bpremium schließt jeden Einsatz auf einen Favoriten unter dieser Quote aus – wer gern auf klare Favoriten setzt, muss seine Strategie auf das Angebot zuschneiden. Die Mindestquote von 1,05 bei Winamax lässt praktisch fast jede Wette zu. Das ist kein Detail am Rand, sondern die Frage, ob ein Angebot zum eigenen Wettverhalten passt oder ob es dazu umerzieht.

Warum Bonusbedingungen den Wert eines Angebots bestimmen und nicht seine Höhe

Nimm zwei Leser derselben Seite. Der erste setzt auf Favoriten und mag es bei Quoten um 1,5; er findet das Angebot mit der niedrigen Mindestquote brauchbar und das mit 1,7 mühsam. Der zweite streut über Kombinationen mit Quoten über 3; für ihn ist die Mindestquote keine Hürde, dafür die Obergrenze der Umsetzung. Keiner von beiden hat ein schlechteres Angebot. Beide haben ein anderes.

Die praktische Reihenfolge, in der ein Angebot zu prüfen ist, ergibt sich daraus von selbst. Zuerst die Bezugsgröße des Umsatzes: Bonus allein oder Bonus plus Einzahlung. Dann die Mindestquote. Dann die Frist, in der der Umsatz zu erfüllen ist. Dann, ob der Einsatz im Gewinn enthalten ist. Erst danach die Zahl in der Überschrift, die bei allen hier genannten Anbietern ohnehin im zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Bereich liegt. Wer die Reihenfolge umdreht, nimmt das Angebot mit der schönsten Zahl und dem schwersten Umsatz.

Ein Hinweis zum Schluss, weil er in diesem Land besonders gilt: Die Sportwettensteuer von 5,3 % nach §§ 16-25 RennwLottG wird auf eine Bemessungsgrundlage erhoben, die der Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist – das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags – und geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht von der Person, die wettet (§ 19). Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, steht in seinen Bedingungen. Der Steuersatz ist keine Angabe, die man von einer Seite wie dieser übernehmen kann: Steuer gezahlt heißt nicht Erlaubnis erteilt, und die Steuer trifft auch Anbieter ohne Genehmigung.

Kosten pro Anbieter: Zehn Angebote, zehn verschiedene Preislisten

Ein Ranking nach einer einzigen Zahl – dem Willkommensbonus – würde bei diesen zehn Anbietern fast identische Beträge zeigen und damit fast nichts. Die Unterschiede sitzen woanders: in einer Abgabe auf jeden Gewinn, in einer Mindesteinzahlung, in der Frage, ob die Karte bei der Auszahlung noch mitmacht, in einer Freebet, die erst im nächsten Wettschein zu Geld wird. Deshalb steht in jedem Abschnitt unter den Angaben, was das Angebot für den Leser kostet – und nicht, was es ihm verspricht.

888sport – die britisch-gibraltarische Struktur mit langer Präsenz

Die Whitelist führt für 888sport eine Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin ist die 888 Germany Limited; erstmals erteilt am 30.06.2021, eine Folgeerlaubnis folgte am 15.12.2022. Über die Gruppe dahinter ist mehr bekannt als über viele der anderen hier: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört, und die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange.

Was das für eine Prüfung bedeutet: Bei einem börsennotierten Konzern liegen die Zahlen dort, wo man sie einsehen kann, und nicht nur im Marketing. Das ist im Kern das Einzige, was an der Struktur sichtbar überprüfbar ist; wer die Erlaubnis prüfen will, sieht ohnehin an derselben Stelle nach wie bei allen Anbietern dieser Liste, nämlich in der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und nicht auf der Marken-Webseite.

Zu den Zahlungswegen und zur Mindesteinzahlung per Mastercard trifft diese Seite für 888sport keine Feststellung. Wer die Karte dort einsetzen will, findet die maßgebliche Zahl vor der ersten Einzahlung im eigenen Zahlungsmenü des Kontos, nicht in einer Vergleichstabelle.

Das Bemerkenswerte an 888sport ist die Kombination aus einem langjährigen börsennotierten Eigentümer und einer vergleichsweise spät erteilten deutschen Erlaubnis. Wer Struktur über alles stellt, hat hier ein Argument. Wer ein Rabattsystem auf jeder Wette sucht, wird es nicht finden.

bet-at-home – ein Anbieter mit zwei getrennten Erlaubnissen

In der Whitelist ist für Bet-at-home.de die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022.

Genau diese Dopplung verdient einen zweiten Blick, denn sie ist der häufigste Grund, warum Menschen Erlaubnisse verwechseln. Die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln und sagt über das Sportwettprogramm von bet-at-home nichts. Wer sich ausschließlich für Sportwetten interessiert, schaut auf das Sportwettprogramm.

Zur Mindesteinzahlung per Mastercard und zu Gebühren für Kartenzahlung enthält diese Zusammenstellung für bet-at-home keinen Eintrag. Praktisch ist die Frage ohnehin schnell geklärt: Die Zahlungsübersicht im Konto vor der Einzahlung zeigt den Mindestbetrag, und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen zeigen, ob eine Bearbeitungsgebühr anfällt.

Lange am Markt zu sein, ist bei bet-at-home kein Zufall, sondern ein Geschäftsmodell. Wer einen Anbieter mit bekanntem Namen und ohne Überraschungen im Zahlungsformular sucht, ist hier nicht falsch. Wer die niedrigste Mindesteinzahlung der Gruppe sucht, findet sie woanders.

Sportwetten.de – der Bonus ohne genannten Umsatz

Sportwetten.de ist auf der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de geführt, Inhaberin ist die NetX Betting Limited, erstmalig am 19.11.2020, mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Das Angebot ist ein Einzahlungsbonus: 100 % der ersten Einzahlung, höchstens 100 €, gutgeschrieben sofort nach einer Ersteinzahlung von mindestens 10 €. Maßgeblich ist die erste online getätigte Einzahlung – wer zuerst am Schalter einzahlt und erst danach online, hat sein Angebot verspielt.

Bemerkenswert ist das Fehlen einer genannten Umsatzbedingung. Das ist kein Freibrief, sondern eine Verschiebung: Die Auszahlung hängt dann an den allgemeinen Regeln des Kontos, die für alle Einzahlungen gelten – bei vielen Anbietern heißt das, dass eingezahlte Beträge vor einer Auszahlung mindestens einmal umgesetzt sein müssen. Die Zeile, die man sucht, findet sich darum nicht im Bonusabschnitt, sondern in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen, und dort steht sie für gewöhnlich ohne Hervorhebung.

Ein Anbieter, der seinen Bonus ohne Zahlenkette bewirbt, ist nicht verdächtig – er ist sparsam mit Zusagen. Wer Bonusgeld ohne Umsatzfrist sucht und die allgemeinen Regeln vor der Einzahlung liest, hat hier den geradlinigsten Einstieg der Gruppe.

bpremium – die schwerste Bedingung der Liste

Die Whitelist führt für Bpremium.de eine Sportwetten-Erlaubnis, Inhaberin ist die Ladbrokes (Deutschland) Limited: erstmals erteilt am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 21.12.2022.

Der Name des Inhabers ist der interessantere Teil der Zeile. Hinter einer Marke, die nicht nach einem britischen Wettkonzern klingt, steht einer der bekanntesten. Das ändert an den Bedingungen nichts – und die sind hier die härtesten im Feld. Bonusgewinne aus Sportwetten werden laut Nutzungsbedingungen erst nach dem Fünffachen des Bonusbetrags und dem Fünffachen der zugehörigen Einzahlung ausgezahlt, bei Dezimalquoten ab 1,7; Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar.

Rechnen lässt sich das ohne Anbieterrechner: Bei einem Bonus von 100 € und einer Einzahlung von 100 € sind 500 € Bonusumsatz und 500 € Einzahlungsumsatz zu erfüllen, zusammen 1.000 €. Wer den Einsatz klein hält, braucht dafür viele Wetten. Wer ihn groß hält, verliert bei einem einzigen Fehlgriff mehr, als der Bonus wert war.

Die Mindestquote von 1,7 macht die Sache nicht leichter: Jeder Einsatz auf einen klar favorisierten Ausgang unter dieser Quote zählt nicht. Es bleiben Wetten, die mehr Risiko tragen als die, die man ohne Bonus genommen hätte. Wer Kombinationen mit hohen Quoten spielt, hat hier die geringsten Reibungsverluste. Wer bei Quoten um 1,5 arbeitet, bezahlt den Bonus in Form schlechterer Auswahl.

AdmiralBet

Die Whitelist nennt für Admiralbet.de eine Sportwetten-Erlaubnis der Greentube Betting Malta Limited, erstmals vom 09.10.2020, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024.

AdmiralBet führt Mastercard mit einer Mindesteinzahlung von 5 € und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters. Damit steht hier die konkrete Zahl, die bei vielen anderen fehlt, und sie ist die zweitniedrigste unter den Anbietern, deren Kartenkonditionen diese Seite kennt. Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nennen für andere Zahlungsmethoden 10 € Mindesteinzahlung – der Unterschied zwischen den Wegen ist also real und nicht Marketing.

Eine Regel verdient Hervorhebung, weil sie die Karte zum Bindeglied macht: Auszahlungen erfolgen nur über dieselbe Zahlungsmethode oder dieselben Zahlungsmethoden wie die Einzahlung. Wer per Karte einzahlt, will die Auszahlung also aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf der Karte sehen – und muss damit rechnen, dass Auszahlungsanforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen bearbeitet werden, sofern die Identität verifiziert ist. Vor der Verifizierung passiert gar nichts, so wie bei allen Anbietern mit deutscher Erlaubnis.

Die zweite AdmiralBet-Regel, die den Alltag betrifft: Einzahlungen können erst ausgezahlt werden, nachdem sie eingesetzt wurden. Ein frisch eingezahltes Guthaben ist kein abhebbares Guthaben. Wer einen Teil des Geldes lieber unberührt lassen möchte, sollte es nicht einzahlen.

Für Kartenzahler mit kleinem Einsatz ist AdmiralBet die klarste Wahl dieses Vergleichs. Fünf Euro Mindesteinzahlung, keine Anbietergebühr, und eine Auszahlungspolitik, die zur Einzahlung zurückführt.

bet365 – vollständige Struktur, schmale Erlaubnisangabe

Bei Bet365.de nennt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis; erteilt am 09.10.2020, Folgeerlaubnis am 27.12.2022.

Bemerkenswert ist das Auseinanderfallen von Marktpräsenz und dem, was über die Erlaubnis überprüfbar ist. bet365 gehört zu den bekanntesten Namen des Wettmarkts, und in der Whitelist steht dazu eine Zeile mit einer maltesischen Gesellschaft. Was in dieser Zusammenstellung fehlt, ist ein Hinweis auf Kartenkonditionen: Eine Mindesteinzahlung per Mastercard oder eine mögliche Bearbeitungsgebühr wird für bet365 hier nicht festgestellt. Wer dort einzahlen will, sieht den Mindestbetrag im Zahlungsformular und die Regeln in den Bedingungen – wie bei jedem Anbieter.

Das Neukundenangebot ist ein Wett-Credit: bis zu 100 € in Wett-Credits, freigegeben nach Abrechnung von Wetten im Wert der qualifizierenden Einzahlung; Gewinne enthalten den Einsatz der Wett-Credits nicht. Das ist der wichtigste Satz des Abschnitts. Ein Credit von 100 €, der bei Quote 1,90 erfolgreich ist, bringt 90 € in die Auszahlung, nicht 190 €. Der Einsatz bleibt beim Anbieter.

Wer bereits bei bet365 spielt, weiß, was er bekommt. Wer neu ist, sollte die Zahl in der Credit-Ankündigung nicht mit einem Auszahlungsbetrag verwechseln – sie beschreibt den maximalen Einsatz, nicht den möglichen Ertrag.

MERKUR BETS – der jüngste Eintrag der Liste

MERKUR BETS ist in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS seit dem 06.11.2023 geführt, Inhaberin ist die Merkur Bets Malta Limited. Das ist die jüngste Erlaubnis in dieser Zusammenstellung und damit der jüngste Markteintritt.

Das Neukundenangebot: laut Mitteilung vom 14.10.2024 bei einer Ersteinzahlung ab 1 € eine Freebet über 25 €. Verliert die erste qualifizierende Kombiwette, wird der Einsatz bis 75 € als Freebet erstattet, sofern vor der Wette die Option „Neukunden-JokerBet“ gewählt wurde.

Zwei Bedingungen tragen hier die ganze Last. Erstens die Reihenfolge: Die JokerBet-Option muss vor der Wette gewählt werden. Wer sie danach sucht, findet sie nicht. Zweitens die Form der Erstattung: Zurück kommt eine Freebet, also wieder eine Freiwette, kein Geld. Ein 75-€-Einsatz, der verloren geht, kehrt als Wettschein zurück. Wer ihn nicht erneut einsetzt, hat nichts.

Wer den kleinsten Einstieg sucht, den dieser Markt kennt, findet ihn hier: eine Ersteinzahlung ab 1 €. Das ändert nichts an der Erkenntnis, dass die Erstattung erst im nächsten Wettschein zu Geld wird.

Winamax – die niedrigste Mindesteinzahlung im Feld

Winamax ist in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis für Winamax.de geführt, Inhaberin ist die WINAMAX (Société anonyme), erteilt am 29.06.2021, Folgeerlaubnis vom 08.12.2022.

Bei den Kartenkonditionen setzt Winamax die Marke: Mastercard ab 1 € Mindesteinzahlung, ohne Gebühren. Zusammen mit dem Anbieterangebot ergibt das den billigsten Weg zur ersten Wette in dieser Aufstellung – 1 € hinein, kein Abzug, und ein Willkommensangebot, das die erste Einzahlung bis 100 € verdoppelt.

Die Freebets selbst kommen ausdrücklich ohne Umsatzbedingungen. Die Einzahlung dagegen muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und bei einer Mindestquote von 1,05. Das ist die mildeste Umsetzungspflicht der Gruppe: Die Mindestquote von 1,05 erreicht fast jede Wette, und die Obergrenze verhindert, dass eine große Einzahlung eine unbegrenzte Umsatzpflicht erzeugt.

Bleibt ein Vorbehalt, der für die Freebets gilt wie überall: Eine Freiwette trägt beim Gewinn kein Geld, sondern nur die Wette. Wer mit 1 € einzahlt und 1 € Bonus erhält, hat 2 € Spielkapital – nicht 2 € in der Tasche. Für Einsteiger, die erst sehen wollen, wie ein Wettschein in der Praxis aussieht, ist das trotzdem der günstigste Einstieg hier.

Betano – Streaming für verifizierte Konten

Die Whitelist führt für Betano.de eine Sportwetten-Erlaubnis der Betkick Sportsbetting Limited, erteilt am 19.02.2021, mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022.

Betano nennt als Zahlungsmethoden für Ein- und Auszahlung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Damit ist Kartenzahlung in der Anbietersprache enthalten, und ausdrücklich steht die Karte auch auf der Auszahlungsseite. Das ist praktisch relevant, denn viele Anbieter nehmen Karten nur hinein und zahlen nur per Überweisung aus.

Das Live-Streaming steht laut der Beschreibung im App-Store verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung. Der Vorbehalt ist damit zweifach: Verifizierung zuerst, Guthaben zweitens. Wer ein Konto erst eröffnet, sieht das Streaming also nicht am ersten Abend.

Eine konkrete Mindesteinzahlung per Mastercard oder eine Gebührenangabe wird für Betano hier nicht festgestellt. Für den Kartenzahler bleibt die Frage offen, aber sie bleibt auch leicht zu beantworten: Man sieht sie im Zahlungsformular des eigenen Kontos, bevor der Betrag bestätigt wird – wie bei jedem Anbieter dieser Liste.

Die Zwei-Wege-Kartenzahlung ist der eigentliche Wert von Betano in diesem Vergleich. Wer die Karte auch beim Auszahlen nutzen will, hat hier eine Option, die andere nicht bieten.

Betway – Karte als Reservemedium

Betway ist in der Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis für Betway.de geführt, Inhaberin ist die Betway Limited, erstmals erteilt am 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.

Die Zahlungsangaben, die für Betway vorliegen, betreffen nicht die Karte, sondern die Paysafecard: Mindesteinzahlung 5 €, Mindestauszahlung 10 €, und die Auszahlung auf das MyPaysafe-Konto dauert in der Regel weniger als 24 Stunden. Wer Geschwindigkeit über Kartenrücklauf stellt, findet hier den schnellsten Weg der Aufstellung – und wer die Karte als Hauptweg nutzt, sollte wissen, dass die konkrete Kartengebühr und der Kartenmindestbetrag hier nicht festgestellt werden.

Das ist kein Mangel, sondern eine Reihenfolge. Betway ist in diesem Vergleich der Anbieter, bei dem die Alternative zur Karte nicht Notlösung, sondern eigener Weg ist. Wer sein Wettkonto gern mit einer Guthabenkarte auffüllt und Gewinne in unter 24 Stunden sehen will, hat eine Antwort. Wer die Karte in beide Richtungen nutzen will, hat sie hier nicht.

Häufige Fragen zu Wettanbietern mit Mastercard

Kann ich bei lizenzierten Wettanbietern in Deutschland per Mastercard einzahlen?

Ja, bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV ist die Einzahlung nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig; eine Kreditkarte im eigenen Namen erfüllt das. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen Bedingungen. Die Erlaubnis selbst prüft man in der Whitelist der GGL.

Welche Mindesteinzahlung gilt bei Mastercard, und fallen Gebühren an?

Das legt jeder Anbieter selbst fest. AdmiralBet führt Mastercard ab 5 € und ohne Transaktionsgebühren des Anbieters, bei anderen Zahlungsmethoden 10 €. Winamax nimmt die Karte ab 1 € ohne Gebühren. Wettarena nennt 10 € für Visa und Mastercard. Ein Vergleich lohnt sich daher vor der ersten Einzahlung im Zahlungsmenü des Kontos.

Kann ich Gewinne auf die Mastercard auszahlen lassen, oder geht das nur per Überweisung?

Das hängt am Anbieter, nicht an der Karte. AdmiralBet zahlt nur über dieselbe Zahlungsmethode aus wie bei der Einzahlung und bearbeitet Anforderungen innerhalb von drei Arbeitstagen, sofern die Identität verifiziert ist. Wettarena schließt Kartenauszahlungen aus und zahlt nur per Banküberweisung. Bei ODDSET laufen Gewinne von mehr als 15.000 € in der Regel nur per Überweisung.

Warum muss die Karte auf meinen Namen laufen, und was bedeutet das für Einzahlungen?

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im Namen der Spielerin oder des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig. Fremde Karten und anonyme Zahlungsmittel sind damit ausgeschlossen. In der Praxis heißt das: Karte und Kontoinhaber müssen übereinstimmen, sonst lässt sich das Guthaben nicht auszahlen.

Wie prüfe ich in der Whitelist der GGL, ob ein Anbieter mit Kartenzahlung eine deutsche Erlaubnis hat?

Die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige belastbare Test. Man sucht die konkrete .de-Domain und prüft, ob sie unter einer Sportwetten-Erlaubnis steht, nicht unter einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele. Der Stand vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge, darunter 27 Sportwetten-Erlaubnisse. Eine .de-Domain allein beweist nichts.

(Delete the FAQ item about OASIS to fit the 5-item plan)

Was die Karte am Ende wert ist

Nach zehn Anbietern und einer Handvoll Preislisten bleibt eine einfache Feststellung. Mastercard ist im lizenzierten deutschen Markt kein Unterscheidungsmerkmal, sondern eine Selbstverständlichkeit: Fast jeder Anbieter mit Erlaubnis nimmt sie, und § 6b Abs. 4 GlüStV verlangt die eigene Karte ohnehin. Unterschiede entstehen nicht daran, ob die Karte angenommen wird, sondern an drei Stellen.

An der Mindesteinzahlung: 1 € bei Winamax, 5 € bei AdmiralBet, 10 € bei Wettarena und bei AdmiralBet mit einer Alternativmethode. Für den Einstieg mit kleinem Budget sind die Zahlen bei den ersten beiden die günstigsten dieses Vergleichs.

An der Rückkehr des Geldes: AdmiralBet zahlt nur über den Weg der Einzahlung aus, Betano nennt die Karte ausdrücklich für Ein- und Auszahlung, Wettarena schließt sie als Auszahlungsweg aus. Wer eine größere Summe gewinnen will, sollte das vor der Einzahlung klären, nicht danach.

Und an dem, was gar nicht an der Karte hängt: dem Quotenabschlag von 5 % auf den Bruttogewinn, den ODDSET in seinen Bedingungen stehen hat, der Umsatzpflicht beim Fünffachen zweier Bezugsgrößen bei bpremium, den bis zu 100 € in Wett-Credits bei bet365, deren Einsatz im Gewinn nicht enthalten ist. Diese Posten sind größer als jeder Unterschied zwischen 1 € und 10 € Mindesteinzahlung.

Die Entscheidung fällt damit nicht zwischen Mastercard und einer anderen Karte. Sie fällt zwischen einem Anbieter, dessen Geschäftsbedingungen man vorher gelesen hat, und einem, bei dem man es später tut. Das erste kostet zehn Minuten. Das zweite kostet einen Einsatz.

Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»