Bester Tour de France Wettanbieter: Zehn geprüfte Sportwetten-Anbieter und ihre echten Kosten

Updated Oktober 2026
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Die Tour de France 2026 ist gefahren. Tadej Pogačar hat sie am 26. Juli in Paris beendet, 21 Etappen und 3.245 Kilometer nach dem Grand Départ in Barcelona, und wer jetzt nach dem besten Anbieter für Radsportwetten sucht, sucht in Wahrheit eine andere Sache als im Juni. Es geht nicht mehr um eine Quote, die sich noch bewegt. Es geht darum, welcher Buchmacher von Radsport genug versteht, um dafür überhaupt Märkte zu stellen, und was sein Angebot unter dem Strich kostet. Genau darüber entscheidet in Deutschland zuerst eine Liste, die nichts mit Marketing zu tun hat: die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Nur wer dort mit einer Sportwetten-Erlaubnis steht, darf diese Wetten überhaupt annehmen.

Eine leere Landstraße schlängelt sich im Morgenlicht durch einen Gebirgspass, am Straßenrand liegt ein einzelnes Rennrad im Gras.
Die Tour de France 2026 fand vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris statt und umfasste 21 Etappen über insgesamt 3.245 km.

*Stand: 30. Oktober 2026 — die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder geprüft, Stand der Liste: 2. Oktober 2026.*

Zehn Anbieter, die diesen Test bestehen, werden im Abschnitt „Die geprüften Anbieter im Einzelnen“ detailliert betrachtet. Vorher lohnt der unbequeme Teil: die Rechnung hinter der Quote, die Steuer im Preis, das Limit am Monatsende und der Unterschied zwischen einer Etappenwette im Juli und einer Wette auf etwas, das im Rundfahrt-Kalender gar nicht mehr existiert. Wer das einmal auseinandergenommen hat, liest jede Willkommensseite anders.

Die zehn geprüften Anbieter im Vergleich

Die Reihenfolge hier ist keine Rangfolge im Sinne des Marketings, sondern die Reihenfolge des Nutzens: Zuerst das Angebot, das den Breitensportler bedient, dann die Spezialisten. Entschieden wird über drei Dinge, die sich nachprüfen lassen — die Erlaubnis, das Radsport-Programm und der Preis. Der Preis ist die Marge, die in jeder Quote steckt; sie ist der eigentliche Unterschied zwischen zwei Anbietern, die beide ordentlich aussehen.

Ein Schlüssel und ein Vorhängeschloss liegen auf einer Holzbank, im Hintergrund eine verschwommene Altstadtgasse.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).
Anbieter Whitelist-Status und Inhaberin der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET; Inhaberin Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022)
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro; Inhaberin Torro Tec Limited 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax; Inhaberin WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022)
VBet Sportwetten-Erlaubnis für VBet; Inhaberin SCGO Limited 05.12.2023
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022)
Betano Sportwetten-Erlaubnis für Betano; Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021 (Folgeerlaubnis 16.12.2022)
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022)
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Inhaberin Betway Limited 09.03.2021 (Folgeerlaubnis 23.12.2022)
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten; Inhaberin Interwetten Gaming Limited 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022)

Der erste Blick auf diese Spalten gilt dem Erlaubnisdatum, und er führt in die Irre, wenn man es als Rangliste liest. Ein Erlaubnisdatum sagt, seit wann ein Anbieter dabei ist, nicht wie gut sein Radsportprogramm ist. Interessanter ist, was die Liste nicht hergibt: kein Enddatum. Eine Ersterlaubnis läuft nach der Vorschrift fünf Jahre, was auf der Whitelist aber steht, ist ausschließlich das Erteilungsdatum. Wer aus einer alten Erlaubnis auf eine sichere Zukunft schließt, schließt auf etwas, das dort nicht steht.

Die zweite Beobachtung betrifft die Inhaberinnen. Bei acht der zehn Anbieter sitzt die Gesellschaft, die die Erlaubnis hält, in Malta oder jedenfalls nicht in Halle an der Saale, und der Name auf der Whitelist ähnelt dem Markennamen oft nur grob. Das ist kein Warnsignal, es ist die normale Struktur des legalen deutschen Markts: Erlaubnisnehmer ist die Gesellschaft, beworben wird die Marke. Wer wissen will, mit wem er es zu tun hat, liest die Whitelist, nicht den Footer.

Bet3000 sticht mit dem jüngsten Datum heraus. 22. April 2026 heißt: keine fünf Monate vor den hier geprüften Stand, ein später Start in einem Markt, in dem die meisten Wettbewerber seit 2020 dabei sind. Das kann für den Kunden ein Vorteil sein, weil ein neu zugelassener Anbieter sich um Aufmerksamkeit bemühen muss. Es kann auch heißen, dass das Produkt noch dünn ist. Beides lässt sich nur am eigenen Wettprogramm entscheiden.

Grundlagen des Radsportwettens: Rundfahrt, Teams und Wertungen

Radsport ist die Sportart, in der die Wettarten am engsten an eine Struktur gebunden sind, die der Zuschauer ohnehin kennt. Es gibt keinen Spielplan, der jede Woche neu geschrieben wird. Es gibt einen Kurs, ein Feld und drei Wertungen, und darum herum baut jeder Buchmacher sein Angebot auf.

Ein Rennradlenker mit Bremshebeln im Nahbild, im Hintergrund unscharf eine sommerliche Hügellandschaft.
Die Tour de France wurde von der Sportzeitung „L’Auto“ gegründet; die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern.

Das Format ist über ein Jahrhundert alt. Gegründet wurde die Rundfahrt von der Sportzeitung „L’Auto“, die erste Austragung begann am 1. Juli 1903 mit 60 Fahrern. Seit 1992 ist die Amaury Sport Organisation (ASO) Veranstalter. Die Streckenlänge schwankt erheblich: seit dem Dopingskandal von 1998 liegt sie bei rund 3500 Kilometern, die kürzeste Tour von 1903 war 2428 Kilometer lang, die längste von 1926 brachte es auf 5745 Kilometer. Die Struktur dahinter hat sich mehr verändert als die Länge: Meist stehen zwanzig Etappen nach dem Grand Départ im Programm. Seit 2018 fahren die Teams mit acht Fahrern statt wie bis 2017 mit neun, und die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet. Die Schlussetappe ist seit 1967 immer ein Sonntag — ein Detail, das für Wettende mehr bedeutet, als es klingt, weil damit der letzte Renntag einigermaßen planbar ist.

Die Wertungen sind der Kern des Angebots. Das gelbe Trikot steht für die Gesamtwertung, das grüne für die Punktewertung, das gepunktete für die Bergwertung und das weiße für die Nachwuchswertung. Die Gesamtwertung basiert auf den addierten Zeiten der Fahrer, nicht auf Punkten oder Platzierungen — ein Fahrer kann eine Etappe verlieren und trotzdem das gelbe Trikot behalten, und genau daraus entstehen die taktischen Tage, an denen eine Ausreißergruppe fährt und das Feld sich nicht bewegt. Rekordsieger mit je fünf Gesamtsiegen sind Jacques Anquetil, Eddy Merckx, Bernard Hinault, Miguel Indurain und Tadej Pogačar, dessen fünfter Titel aus den Jahren 2020, 2021, 2024, 2025 und 2026 stammt.

Die Ausgabe 2026 ist entschieden und damit vollständig abgerechnet. Sie lief vom 4. bis 26. Juli 2026, startete in Barcelona, endete in Paris, umfasste 21 Etappen und 3.245 Kilometer. Die Gesamtwertung gewann Tadej Pogačar (UAE Team Emirates-XRG) vor Remco Evenepoel (Red Bull-Bora-hansgrohe) und Isaac del Toro (UAE Team Emirates XRG). Mads Pedersen (Lidl-Trek) holte die Punktewertung, Richard Carapaz (EF Education-EasyPost) die Bergwertung. Für Wettende ist das keine Nachricht mehr, sondern die Grundlage der Frage, ob sich auf ein abgeschlossenes Rennen noch etwas setzen lässt, und darauf gibt es eine klare Antwort: Nein, und zwar nicht, weil es verboten wäre, sondern weil es kein Ereignis mehr gibt, dessen Ausgang offen ist.

Was bleibt, ist die nächste Austragung — die Tour findet jährlich statt, und für 2026 ist die Rundfahrt gefahren. Wer sich jetzt vorbereiten will, tut gut daran, zwei Dinge zu trennen: die Struktur der Märkte, die sich von Jahr zu Jahr kaum ändert, und die Namen, die sich jedes Jahr verschieben. Die Struktur erklärt der folgende Abschnitt.

Wo Radsportwetten in Deutschland erlaubt sind

Der legale Rahmen für Sportwetten ist in Deutschland nicht verhandelbar, und er beginnt bei einer Behörde in Halle an der Saale. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) arbeitet nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021, der am 1. Juli 2021 in Kraft trat. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und sie überwacht und ahndet Verstöße. Die Steuer ist dagegen nicht ihre Sache, sondern die des Finanzamts.

Der einzige belastbare Test für eine Erlaubnis ist die offizielle Whitelist. Der hier geprüfte Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jede dort gelistete Domain endet auf .de — aber eine .de-Domain allein beweist nichts, und das ist der Punkt, an dem viele Suchen scheitern. Entscheidend ist der Eintrag, nicht die Endung.

Ein zweiter Fehler ist fast so verbreitet: die Annahme, wer eine Erlaubnis habe, dürfe alles. Die Whitelist unterscheidet die Erlaubnisarten. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis geführt wird, darf Sportwetten annehmen. Slots, Poker oder Casino eines Inhabers sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln und sagen über sein Sportwettenangebot nichts. Wer also im Casino eines gelisteten Anbieters spielt, spielt dort unter einem anderen Regelwerk als bei einer Etappenwette.

Erlaubt sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombinationswette — und nur die Wettarten, die die Behörde im jeweiligen Sportwettprogramm zugelassen hat. Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen; in der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist ausdrücklich kein Thema: Die Behörde stellt klar, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.

Der Livebereich ist der Teil, der am häufigsten falsch dargestellt wird. Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist zulässig, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind es nicht. Dass die Auszahlung erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses erfolgt, ist in derselben Logik zu lesen: Ein Live-Markt ist ein Markt mit engerem Zuschnitt, nicht ein Markt mit schnellerem Geld.

Es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette im Sportwettenbereich. Wer eine solche Grenze im Angebot findet, findet eine Hausregel des Anbieters, nicht eine Vorschrift. Und Cash Out — der vorzeitige Ausstieg aus einer laufenden Wette — ist im Gesetz und in der Aufsichtspraxis nicht geregelt; dazu lässt sich nur sagen, was jeder Anbieter selbst zu seinem Feature schreibt.

Im Abschnitt „Die geprüften Anbieter im Einzelnen“ steht, wie die Whitelist sich für die zehn geprüften Marken konkret ausnimmt.

Verantwortungsvoll wetten über drei Wochen Rundfahrt

Eine Rundfahrt dauert drei Wochen, und das ist die versteckte Kostenposition dieses Sports. Ein Fußballspiel ist nach 90 Minuten vorbei, eine Tour bietet 21 Renntage, dazu Vorberichte, Trikot-Zwischenstände und Live-Märkte am Nachmittag. Wer über drei Wochen täglich dabei ist, gibt mehr aus als jemand, der zehn Sonntage Fußball schaut — nicht weil eine einzelne Wette teurer wäre, sondern weil die Gelegenheiten mehr sind.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Ein Anbieter darf pro Person nur ein Konto führen, und dieses Konto muss vollständig verifiziert werden. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen — ein Modell, das ausdrücklich dazu dient, schnelle Einzahlungen ohne Identität zu verhindern.

Das zentrale Schutzinstrument ist das Einzahlungslimit. Standardmäßig gilt ein Limit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, und 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, und nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Das parallele Spielen bei mehreren Anbietern ist nach der Aktivitätsdatei ebenfalls untersagt. Für eine Person mit begrenztem Monatsbudget ist die wichtigste Zahl in diesem Absatz die 1.000 — sie ist der Rahmen, in dem sich drei Wochen Rundfahrt abspielen, ob man das will oder nicht.

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Anmeldung und beim Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr. Wer eine akute Situation unterbrechen muss, hat den Panikbutton, der sofort eine 24-stündige Blockade auslöst. Wer merkt, dass ihn die Rundfahrt mehr kostet, als er ausgeben wollte, braucht dafür kein neues Konto und keine Wartezeit — er hat eine Funktion, die in Sekunden greift.

Offshore-Angebote hängen an keinem dieser Systeme. Sie sind weder mit OASIS noch mit LUGAS verbunden, und daraus folgt unmittelbar: kein Einzahlungslimit, das anbieterübergreifend greift, keine Sperre, die überall wirkt, und keine deutsche Aufsicht, an die man sich wenden könnte. Das ist die eine Seite. Wer sich besonders selbstdiszipliniert findet, sollte bedenken, dass genau diese Selbstüberschätzung der Mechanismus ist, gegen den die Limitdatei gebaut wurde.

Wettarten und Quoten bei der Rundfahrt

Die Quote ist der Preis, und sie ist immer ein Preis unter Vorbehalt. Was sie kostet, ist die Marge — die Differenz zwischen dem, was ein Markt an Einsätzen aufnimmt, und dem, was er zurückzahlt. Der Quotenschlüssel, den der Markt Auszahlungsquote nennt, ist der Anteil aller Einsätze eines Marktes, den dieser Markt zurückgibt, und er ergibt sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Die Marge ist 100 % minus diesen Wert.

Rechnen wir das an einem zweigliedrigen Beispiel durch, das ausdrücklich eine Rechnung ist und keine zitierte Quote. Ein Markt mit zwei Ausgängen, beide zu 1,90 — wie bei einem Duell zwischen zwei Fahrern, wo ein Unentschieden nicht möglich ist oder nicht angeboten wird. Der Kehrwert von 1,90 liegt bei rund 0,5263, die Summe beider Kehrwerte bei rund 1,0526. Die Auszahlungsquote liegt damit bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 % des Einsatzes, der in diesem Markt Umsatz wird. Diese 5 % sind kein Vorwurf, sondern der Normalfall eines ordentlich kalkulierten Marktes; sie sind der Grund, warum dieselbe Wette bei einem anderen Anbieter einen Tick anders aussieht.

Und jetzt der Teil, der diese Zahl relativiert: Die Marge ist keine Eigenschaft eines Anbieters, sondern eine Eigenschaft eines Marktes. Sie liegt bei stark gespielten Märkten niedriger und bei Nischenmärkten höher. Ein Duell zwischen zwei Fahrern in einem Dreiwochenfeld ist ein Nischenmarkt. Wer die Marge eines 1X2-Marktes im Fußball mit der einer Bergwertung vergleicht, vergleicht nicht zwei Buchmacher, sondern zwei Wettbewerbsintensitäten. Die ehrliche Aussage lautet darum: Wer bei Radsport auf gute Preise schaut, vergleicht am besten dieselbe Wette im selben Markt über mehrere Anbieter, weil ein einheitlicher Prozentwert über alle Radsportmärkte hinweg schlicht nicht existiert.

Bleibt die Steuer, die zweite versteckte Position. Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, wobei diese Grundlage der gezahlte Einsatz minus die Steuer selbst ist. Umgerechnet auf den Betrag, den der Kunde tatsächlich einzahlt, sind das rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung und nur seinen eigenen Bedingungen zu entnehmen. Die Formulierung „5,3 % des Einsatzes“ ist an dieser Stelle falsch, auch wenn sie sich angenehm einfach liest; die Steuer lastet auf einem Nettobetrag, und genau deshalb fällt sie etwas kleiner aus, als die Zahl vermuten lässt.

Für die konkreten Wettarten auf die Rundfahrt heißt das: Ein Gesamtsieg ist ein langfristiger Markt, der über drei Wochen Preisbewegungen mitmacht, aber mit einer einmaligen Entscheidung endet. Ein Etappensieg ist ein Markt mit vielen Ausgängen und entsprechend breiterer Marge; hier ist der Anbieterunterschied am größten. Die Trikotwertungen — gelb, grün, gepunktet, weiß — sind Märkte über die gesamte Rundfahrt, aber mit unterschiedlicher Mechanik: Die Gesamtwertung läuft über addierte Zeiten, die Punkte- und Bergwertung über gesammelte Punkte. Duell-Wetten schließlich vergleichen zwei Fahrer direkt und sind der Markt, in dem die relativ geringste Auswahl an Anbietern besteht.

Wer welche dieser Märkte tatsächlich führt, steht in den Einzelbesprechungen.

Rundfahrt-Kalender, Etappenprofile und Feld

Ein Kalender ersetzt im Radsport den Spielplan, und deshalb ist die Wahl des Anbieters eine Frage des Kalenderverständnisses. Das Rennen kennt mehrere Etappentypen: Flachetappen, auf denen ein Massensprint wahrscheinlich ist, Bergetappen mit Zielankunft oben, Einzelzeitfahren und das abschließende Teilstück nach Paris, das bei der Rundfahrt traditionell auf einem Sonntag endet. Für Wetten ist die Unterscheidung wichtiger als für das Publikum: Auf einer Flachetappe ist das Feld der möglichen Etappensieger groß, was den Markt tief und die Auswahl breit macht. Auf einer Bergankunft verengt sich der Kreis der realistischen Sieger oft auf eine Handvoll Namen, und viele Anbieter reagieren darauf mit engeren Limits oder weniger Konkurrenz in ihren Quoten.

Die dritte Variable ist das Feld. Seit 2018 besteht jedes Team aus acht Fahrern, und die 18 UCI WorldTeams sind zur Teilnahme verpflichtet. Ein kleineres Team bedeutet weniger Fahrer, die in einer Ausreißergruppe landen können — und wer auf Etappensieger wettet, wettet in Wahrheit auf Teamstrategien, nicht nur auf Formkurven. Ein Team, das für die Gesamtwertung fährt, lässt seine Helfer nicht in Ausreißergruppen ziehen; ein Team ohne Klassementambitionen tut genau das. Wer diesen Zusammenhang nicht mitrechnet, wettet auf Fahrernamen ohne Kontext.

Die Austragungsdaten liefern den zeitlichen Rahmen. Die Ausgabe 2026 lief vom 4. bis 26. Juli 2026 mit Start in Barcelona und Ziel in Paris, verteilt auf 21 Etappen und insgesamt 3.245 Kilometer. Damit unterscheidet sich die Tour von anderen Rundfahrten nicht nur in der Länge, sondern im Verhältnis von Renntagen zu Ruhetagen — drei Wochen bedeuten eine lange Phase, in der sich Form, Sturzverletzungen und Teamtaktik verschieben. Die Gesamtwertung wird über die addierten Zeiten entschieden, weshalb ein schlechter Tag nicht nur eine Etappe kostet, sondern über die ganze Rundfahrt nachwirkt.

Wer sich im 2026-Herbst auf die nächste Austragung vorbereitet, hat keinen Grund, sich an einem bestimmten Buchmacher festzuhalten, bevor der Kurs steht. Die sinnvolle Reihenfolge ist eine andere: erst prüfen, ob der Anbieter überhaupt ein ernstzunehmendes Radsportprogramm führt, dann vergleichen, wie seine Quoten in den Märkten liegen, die man tatsächlich spielen will, und erst danach über ein Willkommensangebot nachdenken. Ein Bonus, der auf einen Anbieter ohne Bergwertungsmarkt führt, ist kein Bonus, sondern ein Umweg.

Die folgende Übersicht nimmt die Erlaubnislage auf. Sie beantwortet nicht, wer die beste Quote hat — das lässt sich seriös nur für einen konkreten Markt an einem konkreten Tag sagen —, sondern wer überhaupt mitspielen darf.

Anbieter Erlaubnis und Inhaberin (Whitelist-Stand 02.10.2026) Sportwetten-Erlaubnis seit Radsport-Schwerpunkt im Sortiment
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET; Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 klassisches Sportwettenprogramm, stationär und online
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro; Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 app-zentriertes Angebot
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax; WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022 Quotenwerbung mit Verweis auf eine Odoxa-Studie
VBet Sportwetten-Erlaubnis für VBet; SCGO Limited 05.12.2023 breites Live-Sortiment
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet; Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 Konfigurator+ und Live-Wetten
Betano Sportwetten-Erlaubnis für Betano; Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022 Bet Builder, Cash Out, Live-Streaming
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 Sportwetten-Programm unter eigener Marke
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway; Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 Cash Out und Wettkonfigurator
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000; I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026 junger Markteintritt
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten; Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 etabliertes Sportwettenangebot

Die geprüften Anbieter im Einzelnen

Zehn Marken, eine gemeinsame Voraussetzung. Wer unten steht, hat eine Erlaubnis für Sportwetten auf der Whitelist — und mehr sagt die gemeinsame Voraussetzung nicht aus. Über Radsportprogramm, Preise und Bedingungen entscheidet jede Marke für sich, und die folgenden Abschnitte nehmen sie genau daraufhin auseinander.

ODDSET: der staatlich geprägte Anbieter mit der ältesten Erlaubnis im Feld

Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die GGL. Auf der Whitelist ist die Erlaubnis für ODDSET seit dem 18.11.2020 geführt, mit der Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Bemerkenswert ist weniger das Datum als der Vertriebsweg: ODDSET ist der Anbieter im Feld, der traditionell auch stationär präsent ist, also dort, wo Kundinnen und Kunden nicht am Bildschirm sitzen.

Was das für die Kosten bedeutet, hat zwei Seiten. Stationäre Annahmestellen erzeugen eine andere Nutzung als eine App — man geht hin, setzt, geht wieder; die Hemmschwelle für eine Zweitwette am selben Nachmittag ist höher. Wer die drei Wochen der Rundfahrt vor allem als Gelegenheit zum häufigen Nachsetzen begreift, wird dort gebremst, und das ist für ein Monatsbudget kein Nachteil. Die andere Seite ist die des Produkts: Ein Anbieter mit dieser Struktur und diesem Alter ist kein Ort, an dem man die ausgefallensten Nischenmärkte erwarten sollte.

Für wen sich der Blick lohnt: Wer Wert darauf legt, dass zwischen Erlaubnisbehörde und Anbieter keine undurchsichtige Konstruktion steht, und wer die klassischen Märkte sucht, findet hier die geradlinigste Adresse im Vergleich. Wer dagegen einen Wettkonfigurator oder Live-Streaming sucht, sollte gleich zur nächsten Marke weitergehen.

Tiptorro: die App-Marke mit der schlanken Struktur

Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro mit Erstdatum 30.06.2021 und Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Ein Konto, eine App, eine Erlaubnis — mehr lässt sich über die Struktur nicht sagen, und mehr braucht es für eine erste Einordnung auch nicht. Die Kostenfrage stellt sich bei einer App-Marke besonders scharf, weil die App das Aufsetzen einer Wette so kurz macht: zwei Taps statt eines Formulars. Kürzere Wege sind bequem und sie sind gleichzeitig die Stelle, an der aus einer Gelegenheitswette eine zweite und dritte wird. Wer sein Einzahlungslimit als äußere Grenze nutzt, merkt davon nichts; wer ohne Limit arbeitet, merkt es am Monatsende.

Ein Radsportprogramm, das über die üblichen Klassiker hinausgeht, ist bei einer Marke dieser Größe nicht zu erwarten, und es ist auch nicht beworben worden. Wer die Bergwertung oder ein Fahrerduell spielen will, sollte vor der Kontoeröffnung im Wettprogramm nachsehen, ob es den Markt dort überhaupt gibt. Ein Konto eröffnet man schneller, als man es wieder schließt.

Winamax: der Anbieter mit dem offensivsten Quotenversprechen

Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Winamax seit dem 29.06.2021, Folgeerlaubnis vom 08.12.2022, Inhaberin WINAMAX (Société anonyme).

Zu diesem Versprechen gehört die nüchterne Leseart. Eine Studie über knapp 3.000 Spiele in drei Ballsportarten ist eine Aussage über Fußball, Tennis und Handball — Radsport kommt darin nicht vor. Bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins zu liegen heißt außerdem, bei 55 % nicht auf Platz eins zu liegen. Das ist kein schlechtes Ergebnis; es ist ein anderes als das, was die Formulierung nahelegt. Und „0 % Wettsteuer“ ist eine Aussage über die Weitergabe der Steuer, die nach dem Gesetz im Ermessen des Veranstalters liegt — wer sie nicht weitergibt, verlangt sie auch nicht, was sich in der Quote niederschlägt und nicht daneben.

Der Steuerhinweis ist der ehrlichste Teil des Auftritts, weil er an der richtigen Stelle steht: Die Steuer ist der Posten, den viele Anbieter im Preis verstecken. Wer sie sichtbar ausweist, macht wenigstens transparent, was er nicht aufschlägt. Ob die Quote dadurch besser wird, entscheidet sich im konkreten Markt, und im Radsport heißt das: an einem Renntag selbst nachsehen, nicht der Fußnote glauben.

VBet: der späte Einsteiger mit Live-Schwerpunkt

Als Veranstalterin der Sportwetten unter VBet führt die Whitelist die SCGO Limited mit Sitz im Luxe Pavilion, Portomaso, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis für VBet ist dort seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet — in diesem Feld ein vergleichsweise junges Datum.

Wer 2023 in einen Markt einsteigt, in dem die Mehrheit seit 2020 aktiv ist, muss sich über etwas anderes differenzieren als über Gewohnheit. Der naheliegende Weg ist der Livebereich, und genau dort stellt sich für Radsportfans die entscheidende Frage. Der deutsche Rahmen erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten mit seltenen Ereignissen. Für eine Etappe über vier Stunden heißt das: Die Live-Auswahl ist strukturell begrenzt, unabhängig davon, wie laut ein Anbieter mit Live-Wetten wirbt.

Die Konsequenz ist eine Kostenfrage. Wer Live-Wetten vor allem als Nervenkitzel während des Rennens versteht, bekommt weniger, als die Werbung verspricht — und was er bekommt, wird in der Regel zu einer breiteren Marge angeboten als ein Vorabmarkt. Wer dagegen vor dem Start setzt, merkt von der Live-Stärke eines Anbieters nichts. Junge Anbieter sind außerdem die, bei denen sich ein Blick auf die Bedingungen vor der ersten Wette am meisten lohnt, weil sie ihre Konditionen am ehesten noch anpassen.

Sportingbet: der Konfigurator-Anbieter

Sportingbet führt nach eigenen Angaben einen „Konfigurator+“ und Live-Wetten; zum Programm gehören unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Sportingbet seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022, Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited.

Die genannte Sportartenliste ist aufschlussreich, wenn man sie ernst nimmt: Sie enthält keinen Radsport. Das kann ein redaktionelles Detail der Übersichtsseite sein, es kann aber auch heißen, dass die Rundfahrt im Programm nicht die Rolle spielt, die sie bei einem spezialisierten Anbieter hätte. Wer Sportwetten vor allem über Kombinationen spielt, ist bei einem Konfigurator gut aufgehoben. Wer eine einzelne Bergwertungswette platzieren will, sollte die Liste der Sportarten nicht als Nebensatz behandeln.

Ein Konfigurator, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert, tut übrigens genau das, was eine Kombiwette ohnehin tut — er macht es nur bequemer. Bequemlichkeit ist hier kein Preisvorteil: Jede zusätzliche Auswahl in einer Kombination multipliziert die Marge mit, weil jede einzelne Quote bereits einen Abschlag enthält. Das ist der wichtigste Satz, den man über Kombiwetten sagen kann, und er steht in keinem Werbetext.

Betano: Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Betano seit dem 19.02.2021, Folgeerlaubnis vom 16.12.2022, Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited.

Drei Features, ein Preis. Der Bet Builder ist die technische Antwort auf die Kombiwette: Wer Märkte eines Spiels zusammenlegt, verlässt den Markt, den die Quoten abbilden, und landet in einem künstlichen Markt, den der Anbieter selbst kalkuliert — mit einer Marge, die er selbst bestimmt. Cash Out beendet eine Wette vorzeitig zum angezeigten Wert, und dieser Wert liegt konstruktionsbedingt unter dem fairen Wert der Wette, sonst wäre er ein Geschäft ohne Verdienst. Das Live-Streaming schließlich ist das Feature, das am ehesten einen echten Nutzen stiftet, weil es einem Live-Wettenden erlaubt, das zu sehen, worauf er setzt — und weil der zugelassene Livebereich ohnehin schmal ist.

Die genannten Streaming-Rechte betreffen mehrere Ligen und Sportarten, aber keinen Radsport. Für eine Etappenwette hilft ein Stream der NBA wenig. Was bleibt, ist ein technisch reich ausgestattetes Produkt, dessen Extras vor allem dort Wert haben, wo sie beworben werden — und Wert haben sie in dem Maß, in dem man sie nutzt, nicht in dem Maß, in dem sie auf der Seite stehen.

NEO.bet: die Marke mit der längsten Erlaubnishistorie

Auf der Whitelist der GGL ist für NEO.bet die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Damit gehört NEO.bet zu den Marken, die seit dem ersten Jahr des Glücksspielstaatsvertrags 2021 durchgehend gelistet sind.

Zwei Daten statt einem sind hier die eigentliche Information. Eine Ersterlaubnis und eine Folgeerlaubnis bedeuten, dass die Behörde die Erlaubnis nach Ablauf erneut geprüft und erteilt hat — ein Vorgang, der bei einem Anbieter mit schweren Verstößen nicht ohne Weiteres durchläuft. Das ist keine Garantie für ein gutes Produkt, aber es ist ein belastbareres Signal als jedes Werbeversprechen.

Was nicht auf der Liste steht, ist die Höhe der Quoten. Eine lange Erlaubnishistorie macht niemanden zum Preisriesen, und ein Anbieter, der seit Jahren im Markt ist, hat weniger Anlass, sich über Preise Aufmerksamkeit zu kaufen. Wer NEO.bet in Erwägung zieht, sollte den Vergleich deshalb an einem konkreten Markt führen — Gesamtsieg oder Punktewertung — und die Quoten nebeneinanderlegen, statt auf das Alter der Erlaubnis zu vertrauen.

Betway: Cash Out mit Teilauszahlung

Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird dort angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der über Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Die Whitelist führt die Erlaubnis für Betway seit dem 09.03.2021, Folgeerlaubnis vom 23.12.2022, Inhaberin Betway Limited.

Die Teilauszahlung ist der interessante Teil dieses Features, weil sie die Wahlmöglichkeit verändert. Wer nur einen Teil seines Cash-Out-Werts zieht, hält den Rest der Wette am Leben — ein Instrument für den Fall, dass man sein Risiko verkleinern will, ohne aufzugeben, und das ausdrücklich kein Instrument ist, um aus einer schlechten Wette eine gute zu machen. Der gezahlte Wert bleibt der Wert zum Zeitpunkt der Auszahlung, und der liegt unter dem fairen Wert der Wette.

Der Konfigurator ist ausdrücklich für Fußballspiele beschrieben. Wer damit rechnet, seine Radsport-Kombinationen dort zusammenzustellen, rechnet mit einer Funktion, die für eine andere Sportart beworben wird. Das ist keine Seltenheit und kein Mangel — es ist der Normalfall eines Buchmachers, dessen Herzschlag der Fußball ist.

Bet3000: der jüngste Marktzugang

Als Veranstalterin der Sportwetten unter Bet3000 führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta. Die Erlaubnis für Bet3000 ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet.

Ein Erstdatum aus dem Frühjahr 2026 macht Bet3000 zum jüngsten Anbieter in dieser Runde, und das ist keine Nebensache. Wer im April 2026 eine Ersterlaubnis erhält, hat die Tour de France 2026 entweder frisch begleitet oder gar nicht — die Rundfahrt begann am 4. Juli, rund zehn Wochen nach dem Erlaubnisdatum. Ein Anbieter in dieser Situation hat eine kurze Betriebsgeschichte in genau dem Sport, um den es hier geht.

Für den Kunden ist das zweischneidig. Ein neuer Anbieter muss Kunden gewinnen und ist eher bereit, an Konditionen zu arbeiten; gleichzeitig ist er der, dessen Prozesse am wenigsten Praxiserprobung haben — Auszahlungen, Streitfälle, Marktabdeckung. Wer einen Radsportmarkt sucht, sollte vor der ersten Wette prüfen, ob es ihn hier gibt, und sich nicht auf die Whitelist allein verlassen. Die Whitelist sagt, dass Bet3000 darf. Sie sagt nicht, dass Bet3000 für Radsport etwas anbietet.

Interwetten: der langjährige Anbieter im Vergleich

Als Anbieterin von Interwetten führt die Whitelist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, mit einer Erlaubnis für Interwetten seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.

Wer in der Tabelle bis hierher gelesen hat, hat bei den meisten Marken zwei Daten gesehen und bei zweien nur eines. Interwetten gehört zur ersten Gruppe, also zur Mehrheit, die seit 2020 gelistet ist und die Erlaubnis nach Ablauf bestätigt bekommen hat. Diese Gleichförmigkeit ist selbst eine Information: In Deutschland ist die Whitelist die Voraussetzung, und die meisten etablierten Marken erfüllen sie. Der Unterschied zwischen ihnen liegt damit nicht in der Zulassung, sondern im Produkt.

Genau dort bleibt für Radsport die entscheidende offene Frage. Ob ein Haus mit Fußball- und Tennisschwerpunkt eine Bergwertung als Wette anbietet, ob es Fahrerduelle stellt, wie tief die Starterfelder in den Etappenmärkten sind — das steht nicht in der Erlaubnis und steht auch nicht in einem Werbetext. Es steht im Wettprogramm an dem Tag, an dem man es aufruft. Wer sich für Interwetten interessiert, hat damit eine konkrete erste Handlung: das Radsportprogramm öffnen, bevor er ein Konto eröffnet.

Was die zehn zusammen zeigen

Zehn Marken, eine durchgehend vorhandene Erlaubnis, sehr unterschiedliche Profile. Zwei sind seit mehr als fünf Jahren gelistet und haben eine Folgeerlaubnis; Bet3000 ist seit April 2026 dabei; alle anderen liegen dazwischen. Die Radsporttiefe korreliert mit keinem dieser Daten sichtbar. Was korreliert, ist der Ertrag der Werbeversprechen mit ihrer Prüfbarkeit: Eine Quote lässt sich nachrechnen, ein Steuerhinweis lässt sich einordnen, ein Feature lässt sich ausprobieren. Alles andere ist Prosa.

Wenn es teuer wird: was ein Bonus tatsächlich verlangt

Ein Willkommensangebot ist für den Anbieter ein Kostenfaktor, kein Geschenk — und der Weg, auf dem er seine Kosten zurückholt, ist die Umsatzbedingung. Der deutsche Glücksspielstaatsvertrag setzt oder begrenzt Sportwettenboni nicht; Beträge, Umsatzanforderungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Es gibt also kein Muster, auf das man sich berufen könnte, sondern nur den Text, den man vor dem Klick liest.

Was dort in der Regel steht, sind vier Größen, und jede hat eine Richtung. Die Quote des Bonus ist ein Faktor: Aus einem Bonus von 100 € mit fünffachem Umsatz werden 500 €, die man umsetzen muss, bevor eine Auszahlung möglich ist. Für sich genommen sagt diese Zahl wenig, weil sie nichts über den Preis sagt, zu dem umgesetzt wird. Diese Verbindung entsteht erst über die Marge. Wer 500 € in einem Markt mit rund 5 % Marge umsetzt, überlässt dem Anbieter im statistischen Mittel ungefähr 25 € — sofern nur mit dem Bonusbetrag gespielt und zu gleichbleibender Marge umgesetzt wird. Der Bonus ist dann keine 100 € wert, sondern rund 75 €, und das ist die Größe, die bei einer Entscheidung zählt. Die Marge ist freilich nicht über alle Wetten gleich; sie ist in stark gespielten Märkten niedriger und in exotischen höher, weshalb die Rechnung eine Bandbreite beschreibt und keinen Einzelwert.

Die dritte Größe ist die Mindestquote. Sie bestimmt, welche Wetten für den Umsatz überhaupt zählen. Eine Anforderung, die nur Wetten ab einer bestimmten Quote zulässt, schließt gerade die vorsichtigen zusammengefassten Wetten aus und drängt in den Bereich höherer Einzelquoten — und damit in den Bereich höherer Varianz. Wer einen Bonus nicht schafft, schafft ihn oft nicht an der Quote, sondern am Kalender.

Kalender ist die vierte Größe. Eine Umsatzbedingung läuft in der Regel innerhalb eines festen Zeitraums; ob es 30, 60 oder 90 Tage sind, steht in den Bedingungen, und die Tour de France dauert 23 Tage. Wer auf eine Rundfahrt setzt, um einen Umsatz zu erfüllen, plant sein Wetteverhalten nach einem Termin, der nichts mit dem Rennen zu tun hat — ein schlechter Tausch. Dazu kommt die Deckelung: Viele Angebote begrenzen den Gewinn, der aus dem Bonus gezogen werden kann, und Freiwetten werden in der Regel ohne den Einsatz zurückgezahlt, sodass ein Gewinn aus einer Freiwette nur den Nettogewinn ausschüttet. Eine „risikofreie“ Wette, die bei Verlust als Freiwette erstattet wird, ist kein Geld zurück, sondern ein zweiter Versuch — sie ist nur dann gleichwertig, wenn man sie ohnehin wieder gesetzt hätte.

Zurück bleibt eine einfache Regel: Man multipliziere den Bonus mit dem Umsatzfaktor, überlege, ob man diese Summe innerhalb der Frist bei der geforderten Mindestquote tatsächlich spielen würde, und rechne den erwarteten Abschlag ab. Wer das dreimal durchgespielt hat, entscheidet danach anders — meistens zugunsten eines kleineren Bonus mit kleinerem Umsatz.

FAQ

Bei Anbietern, die auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt werden. Die Liste ist öffentlich und der einzige belastbare Test: Eine .de-Domain allein beweist nichts. Entscheidend ist, dass genau die Domain, bei der man spielen will, unter dieser Erlaubnisart steht.

Welche Wettarten gibt es bei der Tour de France, etwa Gesamtsieg, Etappensieg oder Trikotwertung?

Zulässig sind feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder Abschnitts, als Einzel- und Kombinationswette, im Rahmen des behördlich zugelassenen Wettprogramms. Üblich sind Gesamtsieg, Etappensieg, die Punkte- und Bergwertung, die Nachwuchswertung und Fahrerduelle. Ob ein Anbieter einen dieser Märkte stellt, steht in seinem eigenen Programm.

Wann fand die Tour de France 2026 statt, und lässt sich darauf noch wetten?

Sie lief vom 4. bis 26. Juli 2026, mit Start in Barcelona, Ziel in Paris, 21 Etappen und 3.245 Kilometern. Auf ein abgeschlossenes Rennen lassen sich keine Quoten mehr bilden — der Ausgang steht fest. Interessant sind die nächste Austragung, die jährlich folgt, und die Struktur der Märkte, die sich darüber kaum ändert.

Welche Livewetten sind während einer laufenden Etappe zulässig?

Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Für eine vierstündige Bergetappe bleibt damit wenig. Wer hier mehr erwartet, sollte die Bedingungen des Anbieters vorher lesen.

Wie berechnet sich die Auszahlung einer Gesamtsieg-Wette, und was bedeutet die Marge?

Die Rückzahlung ist der Einsatz mal die Quote; der Gewinn ist der Einsatz mal die Quote minus eins. Die Marge ist der Teil jedes Einsatzes, den der Markt einbehält: Bei zwei Ausgängen zu je 1,90 liegt die Auszahlungsquote rechnerisch bei rund 95 %, die Marge bei rund 5 % — ein Beispiel, kein zitierter Kurs.

Wie wird die Sportwettensteuer von 5,3 % bei Radsportwetten berücksichtigt?

Bemessungsgrundlage ist der gezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst, was umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob er die Steuer an Kunden weitergibt, entscheidet jeder Anbieter selbst, und zwar in seinen eigenen Bedingungen — nicht in gemeinsamen Vorschriften.

Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»