Regionalliga wetten 2026 — die vierte Liga im Vergleich der erlaubten Anbieter
Stand: 30. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Wer „Regionalliga wetten“ in die Suchmaske tippt, sucht meistens etwas Einfaches: eine Quote auf den SSV oder die U23 eines Zweitligisten, drei Klicks, fünf Euro. Die ehrliche Antwort darauf ist unbequem. In der gesamten Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder — jene 30 Einträge, die am 2. Oktober 2026 als erlaubte Veranstalter geführt werden — steht kein Anbieter, der Spiele der Fußball-Regionalliga als Wettprogramm führt. Und das ist kein Zufall und keine Lücke, die ein eifriger Buchmacher noch schließt. Es ist die Rechtsfolge einer Regel, die Spiele überwiegend von Amateuren ausschließt, und Fußball unterhalb der dritten Spielklasse zählt in der Verwaltungspraxis der Behörde zu genau dieser Kategorie. Von zehn erlaubten Sportwetten-Anbietern, die auf den folgenden Seiten einzeln durchgesehen werden, hat also im Wortsinn keiner ein Regionalliga-Spiel im Angebot. Nicht als Einzelwette, nicht als Kombiwette, nicht live. Was ein Sucher auf einer Seite mit genau dieser Überschrift tun soll, ist also nicht, ein Angebot auszuwählen, sondern zu verstehen, was ihm fehlt, wer ihm stattdessen etwas verkauft und was dieser Verkauf ihn kostet. Der Preis nämlich bewegt sich — anders als der Markt, um den es geht — durchaus.
Die zehn erlaubten Anbieter im Vergleich
Die Liste unten ist keine Empfehlung und keine Rangfolge nach Qualität. Sie ist der Versuch, aus zehn Karten, die sich auf den ersten Blick ähneln wie Kataloge aus demselben Druckhaus, die Unterschiede herauszuziehen, die für einen Spieler mit deutschem Wohnsitz tatsächlich zählen: seit wann die Erlaubnis läuft, wer der Inhaber ist, was das jeweilige Haus an Spielformen und Spielarten zusätzlich anbietet. Der Punkt, an dem alle zehn identisch sind, ist der wichtigste und fällt in einer Tabelle sofort tot um: Kein Sportwettprogramm all dieser Häuser enthält die vierte Liga. Das „Ligenangebot“ als Vergleichsspalte wäre also zehnmal dieselbe Zahl.

| Anbieter | Tochter bzw. Inhaber laut Whitelist | Sportwetten-Erlaubnis seit | Zusätzlich im Wettangebot |
|---|---|---|---|
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 | Bet Builder, Cash Out, Live-Streams (LaLiga, FA Cup, Grand Slams, NBA, EuroLeague, NFL) |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020 | Vollständiges Sportwetten-Programm |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 | „Konfigurator+“, Live-Wetten, unter anderem Fußball, Tennis, Eishockey, Handball, Darts, Snooker |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 | Cash Out mit grünem Symbol unter „Meine Wetten“, Wettkonfigurator für Fußball |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 | Sportwetten unter dem Dach der 888-Gruppe |
| VBet | SCGO Limited | 05.12.2023 | Sportwetten über die Domain Vbet.de |
| MERKUR BETS | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 | „über 70 Sportarten“, „mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ laut App-Beschreibung |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 | Sportwetten; separate Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 | Sportwetten unter der Marke bet365 |
| bpremium | Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020 | Sportwetten (bpremium) |
Die Erlaubnisdaten sind das, was die Whitelist hergibt, und mehr ist daraus nicht herauszuholen. Ein Erst-Erlaubnisantrag läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; Enddaten führt die Behördenliste nicht. Wer also auf einer Anbieterseite liest, eine deutsche Erlaubnis laufe „bis 2028“ oder „bis 2031“, kann das getrost als Marketing-Rundung abtun — belastbar ist nur der Blick in die Liste selbst, wo unter der Sportwetten-Erlaubnis die Domain steht. Diese Bedingung ist keine Formalie. Sie ist der ganze Unterschied zwischen einem Anbieter, an den man sich wenden kann, und einem, an den man es nicht kann.
Der Spaltenaufbau lohnt eine zweite Betrachtung, weil er eine Falle enthält, in die fast jede Vergleichsseite tappt. Neben dem Markenname steht der Inhaber der Erlaubnis — bei bet365 ist das die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, bei Sportwetten.de die NetX Betting Limited in Birkirkara, bei bpremium die Ladbrokes (Deutschland) Limited in Gzira, bei VBet die Sportwetten-Gesellschaft SCGO Limited in St. Julian’s. Diese Firmen und die Marken davor sind grundsätzlich verschiedene Dinge. Nicht die Marke haftet, die Firma haftet. Und bei Häusern, die neben Sportwetten auch Slots oder Poker anbieten, gilt das Doppel: Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele — etwa für slots.admiralbet.de seit dem 28.09.2022 — sagt über das Sportwetten-Angebot genau nichts, und eine Sportwetten-Erlaubnis sagt nichts über die Automaten. Zwei Erlaubnisse, zwei Regelwerke, zwei Beschwerdewege. Das AdmiralBet-Haus führt die Zwillingserlaubnis offen; interessant ist sie für den Spieler trotzdem nicht, denn Regulierung verhindert keinen Verlust, sie ordnet nur, wer für welchen Schaden zuständig ist.
Nimmt man die Spalte „Zusätzlich im Wettangebot“ ernst, sortiert sich das Feld für den regulär suchenden Fußball-Fan doch ein wenig. Sportingbet nennt einen Wettkonfigurator für verschiedene Partien sowie Live-Wetten über mehrere Sportarten hinweg; Betway beschreibt für seinen Cash Out ein grünes Symbol unter „Meine Wetten“, hinter dem sich der aktuelle Wettwert und die Wahl zwischen Teilauszahlung und vollständiger Auszahlung verbergen; Betano verbindet in seiner App-Beschreibung denselben Ausstieg mit Live-Bildern aus LaLiga, dem FA Cup, den Grand-Slam-Turnieren, NBA, EuroLeague und NFL. Es sind Ausstattungsunterschiede — nützlich für den, der live hineinschaut, nutzlos für den, der ein Regionalliga-Ergebnis vorhersagen will und dafür ohnehin keinen Vermittler findet. MERKUR BETS reklamiert für seine App „über 70 Sportarten“ und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten, was den Charakter dieser Häuser ganz gut trifft: Das Programm ist nicht deshalb schmal, weil man die vierte Liga vergessen hätte, sondern weil sie gar nicht auf der Erlaubnisliste steht.
Ligenangebot
Die Spalte, die ein Sucher auf einer Seite über Regionalliga-Wetten zuerst erwartet, fehlt in der Tabelle — und ihr Fehlen ist der Befund. Nicht ein Haus der Zehn führt ein Spiel dieser Staffel im Sportwettprogramm. Wer die Fußball-Regionalliga in den fünf Staffeln Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern verfolgt, findet auf den erlaubten deutschen Seiten also keine Quote. Das ist die zentrale Aussage dieser Seite, und sie ist ungewöhnlich genug, um wiederholt zu werden: Es gibt im erlaubten Markt nichts zu vergleichen. Was es zu vergleichen gibt, ist die zweite Frage — was bietet ein Haus, wenn die gewünschte Liga wegfällt? Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, dazu Auslandswettbewerbe und andere Sportarten. Das klingt nach dem nächstbesten Trostpreis und ist mehr als das: Die Meister der fünf Regionalliga-Staffeln spielen den Aufstieg in die 3. Liga aus, und wer sich für die vierte Liga interessiert, wird diesen Weg weiterverfolgen wollen. Genau dort trennt sich die Frage nach dem Anbieter von der Frage nach der Liga, um die es geht.
Einzelwetten und Kombinationen
Eine Einzelwette auf Sieg, Remis oder Niederlage, eine Kombiwette aus mehreren Partien, eine Handicap-Wette, ein Tipp auf die Anzahl der Tore — die Spielarten sind aus der Bundesliga vertraut und in ihrer Mechanik überall dieselben. Sie sind hier trotzdem kein Ausweg, und der Grund liegt nicht im Wettprogramm des einzelnen Hauses, sondern im Katalog des Erlaubten: Zugelassen sind feste Quoten auf den Ausgang einer Veranstaltung oder eines Abschnitts und auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombinationswette, und nur die Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm führt. Für die vierte Liga nicht vorgesehen, für andere Spielklassen schon. Wer eine Kombiwette aus vier Regionalliga-Spielen plant, plant gegen einen geschlossenen Katalog.
Was die Regionalliga ist, und was sie im Wettrecht nicht ist
Ihre heutige Form hat die Fußball-Regionalliga seit der Saison 2008/09 als vierthöchste Spielklasse des deutschen Männerfußballs, gegliedert in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Die erste Saison war 1963, und zur Saison 2012/13 wanderte die Hauptverantwortung vom DFB auf fünf Ligaverbände — weshalb im selben Ligennamen fünf verschiedene Spielordnungen stecken, was die Staffel für den Fan klein und übersichtlich macht und für den Datenanbieter unübersichtlich. Je Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Dass sich diese Klasse im regionalen Publikum großer Aufmerksamkeit erfreut, ist unbestritten; und genau diese Aufmerksamkeit ist der Grund, aus dem Suchanfragen nach Wetten darauf überhaupt existieren. Nur beantwortet der Zuspruch im Stadion keine Rechtsfrage.
Denn mit dem Aufstiegsmechanismus hat die Liga ein öffentliches Interesse, das sich in Zahlen zeigen lässt: Seit 2019 steigen die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf, die zwei übrigen Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Das ist die sportlich interessanteste Schnittstelle der Klasse — und die einzige, an der ein deutscher Anbieter ohne Regionalliga-Programm trotzdem vorbeikommt, weil ein Aufstiegsspiel zur 3. Liga eben nicht mehr der vierten Spielklasse angehört. Für den Anbietervergleich heißt das: Die Frage, ob ein Haus die Regionalliga anbietet, lautet konkret, ob es die Aufstiegsspiele und die 3. Liga im Programm führt. Ein nützlicheres Kriterium als jene Spalte, die zehnmal leer bleibt.
Die eigentliche Schranke liegt aber woanders als im Wettprogramm. Sie liegt im Charakter der Veranstaltung. Spiele, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind, sind von der Bewettung ausgenommen, und in der Verwaltungspraxis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zählt Fußball unterhalb der dritten Spielklasse als Amateurbereich. Die vierte Liga fällt damit nicht durch eine Lücke, sondern durch eine Definition. Und für den Leser hat diese Definition eine unbequeme Kehrseite: Sie schützt ihn vor einem Markt, den niemand seriös bepreisen kann. Regionalliga-Kader bestehen aus Spielern, die tagsüber arbeiten oder studieren, aus A-Jugendlichen mit schwankender Tagesform und aus Zweitliga-Reserven, die von oben aufgefüllt und abgezogen werden. Ein Ergebnis lässt sich daraus kaum modellieren. Die Sperre ist Wetterschutz vor einem Nebelmarkt, und der erste Gewinner dieser Sperre sitzt auf dem Sofa.
Die Rechtslage: wer in Deutschland überhaupt Wetten vermitteln darf
Vermitteln darf nur, wer die Erlaubnis hat. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder, ansässig in Halle (Saale), erteilt unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV; sie überwacht und ahndet Verstöße nach § 28a. Der Test auf eine Erlaubnis ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 — eine Behördenliste, keine Verlagsliste, keine Werbebroschüre. Kapital und Vielzahl der Einträge ändern nichts an der Aussage der Liste selbst: In der Fassung vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge, 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten vermitteln.

Daraus folgt für den suchenden Leser ein Prüfschritt, der sich in drei Blicken erledigt. Erstens: Steht die Domain, auf der ich wetten will, in der Liste — nicht die Firma, die Marke, die App, sondern die Domain. Zweitens: Steht sie unter der Rubrik für Sportwetten und nicht unter jener für virtuelle Automatenspiele. Drittens: Steht sie einem Inhaber zugeordnet, der auch als Veranstalter auftritt. Alle Domains der Liste sind .de-Domains; dass eine Seite auf .de endet, beweist dagegen gar nichts. Wer eine Marke mit einem bekannten Namen und einer polierten Startseite vor sich hat, hat damit noch keinen Erlaubnisinhaber vor sich. Der Name auf der Startseite ist das eine, das Rechtsverhältnis das andere.
Wer das prüft, merkt schnell, dass die Whitelist und die Frage nach der Regionalliga zwei Paar Schuhe sind. Auf der Liste steht kein Anbieter mit einem Regionalliga-Angebot, weil kein erlaubtes Angebot die vierte Liga enthalten darf. Und umgekehrt: Wer ein Regionalliga-Spiel irgendwo zu einer Quote findet, weiß damit sofort, dass die Seite nicht auf dieser Liste steht. Eine einzelne dort angebotene Quote ist der Beweis der Nichterlaubnis, nicht der Beweis eines exklusiven Zugangs.
Zwei Rechtswege, zwei Bühnen
Die zivilrechtliche Aufarbeitung unerlaubter Sportwetten läuft seit Jahren, und sie beschäftigt inzwischen Europäische Gerichte. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht, und zwar im Verfahren mit dem Aktenzeichen I ZR 90/23; der dortige Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Am 19. März 2026 kam die Einschätzung des Generalanwalts Nicholas Emiliou — Rechtssache C-530/24, wiederum im Tipico-Verfahren. Er hält es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten, und nennt eine Ausnahme: Behörden hätten zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Für den Leser ist beides kein Versprechen. Rückzahlung ist eine Pflicht, die ein Gericht feststellen müsste, und kein Spieler sollte auf eine verlorene Wette als auf ein Sparbuch schauen. Wer Regress sucht, sucht im dritten Rechtsweg nach drei Jahren — eine Aussicht auf Vergangenheitsbewältigung, nicht auf Deckung künftiger Verluste.
Und dann ist da noch der Anbieter, den es gar nicht gibt. Die Behörde warnte Verbraucherinnen und Verbraucher am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Eine Warnung dieser Art ist selten und deutlich. Sie richtet sich an einen Markt, auf dem die vierte Liga die Rolle spielt, die sie nun einmal spielt: Eine Veranstaltung, die auf einer erlaubten Seite nicht bepreist werden darf, ist auf einer nicht erlaubten umso leichter zu bepreisen — es interessiert niemanden, ob sich die Quote rechnen lässt. Wer dort spielt, kauft also nicht nur eine Quote auf ein Amateurspiel, sondern ein Spiel ohne Aufsicht obenauf.
Spielerschutz: was nur gilt, wo eine Erlaubnis es trägt
Mit dem 18. Lebensjahr beginnt die Teilnahme, das ist die Schwelle nach § 4 Abs. 3. Verifiziert wird vollständig: ein Konto je Anbieter nach § 6a, und vorab darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Danach ist das Konto vollständig geprüft, oder es ist zu. Diese Reihenfolge — Identität zuerst, Geld danach — ist der Punkt, an dem sich der deutsche Markt am sichtbarsten von dem unterscheidet, was ein deutscher Spieler auf einer ausländischen Seite erlebt. Auf solchen Seiten ist genau umgekehrt das Einzahlen die schnellste Sache der Welt.
Das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter zusammen und wird über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt. Wer mehr setzen kann, kann es nicht ohne weiteres nachweisen: Ein höheres individuelles Limit setzt voraus, dass der Anbieter es überhaupt anbieten darf, und dann verlangt er einen nachweisbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit — eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Hinunter geht es sofort, hinauf frühestens nach sieben Tagen. Das Sperrsystem OASIS nach §§ 8, 8a bundesweit wird bei Anmeldung und Login abgefragt; wer sich dort sperrt und einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt, ohne Zeitangabe mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Und parallel spielen, wie es auf einem Marktplatz üblich war, ist nach § 6h über die Aktivitätsdatei unterbunden.
Der Kostenpunkt dieser Schutzarchitektur ist der Punkt, den die Seite nicht weglassen darf: Sie gilt nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis. Ein Angebot außerhalb der Erlaubnis ist an OASIS nicht angeschlossen und an LUGAS nicht angeschlossen, es kennt das Kalenderlimit nicht und es sperrt niemanden, der sich selbst gesperrt hat. Wer sich bei OASIS auf ein Jahr gesperrt hat und anschließend bei einem nicht erlaubten Anbieter ein Konto eröffnet, bemerkt von seiner eigenen Sperre nichts. Der Mechanismus, den er absichtlich eingeschaltet hat, ist auf der anderen Seite schlicht abwesend. Man kann es zynisch nennen: Eine Selbstsperre ohne angeschlossenes Register ist eine Notiz an sich selbst.
Die 100 € vor der Verifizierung sind kein Willkommensgruß, sondern eine Bremse — 72 Stunden und ein dreistelliger Betrag, danach muss der Pass auf den Tisch. Wer ein Wochenende lang anonym spielen will, hat auf einer erlaubten Seite keine drei Tage Zeit dafür.
Wettarten und Quoten: was eine Quote überhaupt enthält
Für die Regionalliga sind Sieger-, Handicap- und Torwetten nicht vorgesehen, und zwar nicht durch das Programm des Anbieters, sondern durch die Erlaubnis. Schaut man sich die zugelassenen Formen trotzdem an, lohnt sich eine Betrachtung, die auf jeder Wettseite fehlt: Eine Quote ist kein Geschenk des Hauses, sie ist ein Preis mit eingebauter Marge.
Was ein Markt zurückzahlt
Ein Buchmacher hat auf ein Spiel drei Quoten zu stellen — für Heimsieg, Remis, Auswärtssieg. Die Summe der Kehrwerte dieser drei Quoten sagt, wie viel von einem eingezahlten Euro überhaupt zurückfließt. Nehmen wir ein Haus, das 2,10 für die Heimmannschaft, 3,40 für das Remis und 3,60 für den Gast notiert. Addiert man 1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60, kommt man auf rund 1,0482 — es müssten also etwa 104,82 Cent gesetzt werden, um einen Euro sicher zurückzubekommen. Der Quotenschlüssel liegt damit bei 95,4 %, die Marge bei 4,6 %. Das ist kein Skandal, sondern der Normalfall in einem wettbewerblichen Markt, und es ist ein illustratives Beispiel mit gerundeten Zahlen, kein irgendwo abgeschriebener Preis. In enger gestellten Ligen oder in Märkten mit dünnem Datenfluss fällt derselbe Wert schlechter aus: je schlechter die Daten, desto größer der Puffer, den das Haus braucht. Bei einem 1X2-Markt auf ein Amateurspiel wäre er deutlich unangenehmer als bei einem Bundesligaspiel, weil die Streuung der Ergebnisse größer ist und niemand sie sauber messen kann.
Nun die Rechnung, die den Leser einen Euro kostet, ohne dass er ihn setzen muss. Wer 50 € auf die Heimquote von 2,10 legt, bekommt im Gewinnfall 105 € zurück, also 55 € Gewinn. Bei einer Marge von 4,6 % entspricht der Erwartungswert der Wette aber nicht der Quote, sondern einem Hausvorteil: Von 50 € Einsatz fließen dem Buchmacher im statistischen Mittel rund 2,30 € zu, wenn man die Wette unendlich oft wiederholt und keine Information über das Spiel hat. Der Ausgang eines einzelnen Spiels bleibt trotzdem offen. Diese Zahlen beschreiben, was ein Markt durchschnittlich ausschüttet, nicht was ein Tipp einbringt. Der Unterschied ist derselbe wie zwischen der Höhe des Hausvorteils an einem Roulettetisch und dem Ergebnis eines Abends.
Warum dieselbe Quote in der vierten Liga noch schlechter wäre
Es gibt einen zweiten Grund, aus dem die vierte Liga selbst dann kein attraktiver Wettmarkt wäre, wenn sie erlaubt wäre. Die Regionalliga schöpft ihre Kader aus Vertragsamateuren, Reserven und Nachwuchsspielern. Ein Stammtorwart, der im Büro krank wird, fehlt am Samstag; eine U23 wird vor dem Spieltag von oben geplündert; eine Mannschaft, die im Vorjahr um den Aufstieg spielte, steht nach zwei Abgängen im Mittelfeld. Ein Datenmodell kann solche Sprünge nicht vorwegnehmen. Für den Buchmacher heißt das: Er muss einen größeren Sicherheitspuffer einbauen als bei einer Liga, in der er jede Aufstellung kennt. Der aufmerksame Leser kann den Mechanismus an jedem unterklassigen Ligenspiel nachvollziehen — die Quoten für die Favoriten liegen dort näher beieinander, und der Abstand zwischen den drei Ausgängen ist geringer als in der 1. Bundesliga. Die Amateurschwelle ist damit nicht nur eine Verbotsnorm, sondern die Grenze der Bepreisbarkeit. Und die Marge, die in einer Regionalliga-Quote stecken würde, würde ein deutscher Erlaubnisinhaber nicht einmal offenlegen müssen — weil es die Quote nicht gibt.
Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes schiebt sich darüber. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der gezahlt wird, abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17, 18 — das entspricht rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags, denn 5,3 geteilt durch 105,3. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler, und zwar nach § 19. Ob und wie ein Haus sie an den Spieler weitergibt, ist seine eigene Entscheidung und nur aus seinen eigenen Bedingungen zu beantworten. Sie fällt auch bei unerlaubten Veranstaltern an: Der Nachweis gezahlter Steuer belegt daher keine Erlaubnis. Ein Werbesatz wie „0 % Wettsteuer“ beschreibt deshalb nicht, dass irgendwo keine Steuer anfällt, sondern die Entscheidung eines Hauses, diese Position selbst zu tragen — und die ist selbstredend in die Quoten eingepreist, sonst hätte sich die Anzeige nicht gelohnt. Wer den Steuersatz ausrechnen will, multipliziert nicht den Einsatz mit 5,3 %, sondern rechnet 5,3 geteilt durch 105,3.
Sportarten und Wettbewerbe im erlaubten Programm
Wer das Regionalliga-Angebot sucht, landet zwangsläufig bei anderen Ligen und anderen Sportarten. Das ist der Abschnitt, in dem die Anbieter sich unterscheiden, und es lohnt der genaue Blick darauf, was an dieses Loch grenzt. Über der vierten Liga stehen die 1. Bundesliga, die 2. Bundesliga und die 3. Liga — die dritte Spielklasse ist die Grenze, an der das Amateurverdikt endet, und damit die unterste Stufe, auf der ein erlaubter Anbieter überhaupt Fußball im Vollprogramm anbieten kann. Wer sich für den Aufstieg aus der Regionalliga interessiert, findet die Aufstiegsspiele in dieses Programm hinein, nicht in das der Regionalliga. Das ist ein tiefer Graben für einen Amateurverein und ein bequemer für den Wettenden: Nie wurde eine Regionalliga-Saison mit derselben Sorgfalt bepreist wie das, was eine Klasse darüber liegt.
Was die Häuser darüber hinaus anbieten, ist unterschiedlich breit dokumentiert. Sportingbet nennt für sein Wettangebot einen „Konfigurator+“ neben Live-Wetten und zählt unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker auf. Betway beschreibt einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, mit dem sich Auswahlen aus verschiedenen Partien kombinieren lassen. MERKUR BETS reklamiert in seiner App-Beschreibung über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten. Betano führt in der Beschreibung seiner App einen Bet Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem aus LaLiga, dem FA Cup, den Tennis-Grand-Slam-Turnieren, NBA, EuroLeague und NFL. Bei Winamax gehört zu demselben Prinzip ein eigener Fernsehbereich: Winamax TV streamt Spiele aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, dazu die vier Grand-Slam-Turniere sowie alle ATP- und WTA-Turniere und die NBA und NFL im Kundenkonto. Wettstar wiederum streamt zahlreiche Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt.
Zwei Dinge stechen an dieser Aufzählung hervor. Erstens: Es ist alles Fußball über der Regionalliga und alles andere außer ihr. Zweitens: Die Breite eines Programms ist kein Wert an sich. 250.000 Wettmöglichkeiten bedeuten keine 250.000 guten Preise; sie bedeuten in erster Linie Arbeit für die Suchfunktion. Bei Winamax bewirbt das Haus selbst im Footer „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und stützt das auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der der Anbieter bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Eine solche Zahl verdient zwei Anmerkungen: 45 % sind keine Mehrheit, und die Studie umfasst drei Sportarten. Als Beleg für „beste Quoten“ ist das ein Teilerfolg mit schmaler Grundlage — genau die Art Satz, die auf einer Seite über Marge und Quotenschlüssel zitiert gehört und nicht in einem Werbebanner. Und wer auf solchen Plattformen unterwegs ist, merkt schnell: Die Werbeschlagzeile steht im Footer, die Quotenschlüsselrechnung nirgends.
Gibt es bei einem erlaubten Anbieter überhaupt etwas von der Regionalliga?
Aus der Sicht des Betrachters ist die Antwort simpel: nein. Aus der Sicht eines Buches über Werbebotschaften ebenfalls: nein. Wer trotzdem auf ein Regionalliga-Spiel stößt, stößt nicht auf ein Angebot, sondern auf eine Grenze — die Grenze des erlaubten Marktes, die er in diesem Moment übertreten würde. Deshalb schließt dieser Abschnitt mit der einzigen Handlungsempfehlung, die die Seite geben kann, ohne Werbung zu sein: Wer das Angebot prüfen will, öffnet die Übersicht der erlaubten Anbieter beim Regulator und sucht die Domain, auf der die Wette läge, unter der Rubrik Sportwetten. Steht sie nicht dort, steht sie nirgends, wo deutsche Aufsicht gilt.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Was folgt, ist der Blick auf das, was die Zehn können — im Bewusstsein, dass keiner von ihnen die Liga anbietet, wegen der der Leser gekommen ist. Die Reihenfolge ist keine Rangfolge.
Betano (Blöcke) — breit ausgestattet, ohne die vierte Liga
Die Erlaubnis für Sportwetten läuft über die Betkick Sportsbetting Limited und wurde am 19.02.2021 erteilt, mit einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Aus der App-Beschreibung im Apple App Store wissen wir, welchen Werkzeugkasten das Haus aufspannt: Bet Builder, also das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Für einen Spieler, der davon lebt, während des Spiels noch eingreifen zu können, ist das ein beachtliches Set. Der Bet Builder ist die eigentliche Pointe daran — er erlaubt es, eine Kombination ohne eine zweite Sportart zu bauen, was bei engen Märkten und hohen Quoten die Marge am hübschesten wachsen lässt. Und die Regionalliga? Fehlt. Sie fehlt bei jedem hier, aber bei Betano fällt es dem Fußballfan am schwersten, weil fast alles dran ist: Der Ausstieg aus der laufenden Wette nützt nichts, wenn die Wette auf ein Spiel nicht zustande kommt. Wer Live-Fußball sehen und zugleich aussteigen will, findet hier die reichhaltigste Ausstattung der Zehn. Der Preis dafür steht in der Quotenrechnung: Wer Bet Builder spielt, zahlt mehrere Margen gleichzeitig, weil sich der Quotenschlüssel jeder Einzelwette in der Kombination multipliziert. Betanos Werkzeugkasten ist ein Werkzeugkasten für den, der ihn bezahlen will.
Sportwetten.de — Erlaubnis aus dem ersten Jahr, wenig erzählt
Die Whitelist führt für die Sportwetten-Erlaubnis auf Sportwetten.de die NetX Betting Limited, Erteilung am 19.11.2020 mit Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Das Haus gehört zur ersten Welle der deutschen Nach-Legalisierung und hat sich seitdem nie ein Zweitprofil geleistet. In der Beschreibung des Anbieters steht nichts, was bei einem Wettprogramm besonders hervortritt — kein Bet Builder, kein eigener Streaming-Bereich, keine auffällige Zusatzmarke. Das lässt sich in zwei Richtungen lesen. Als Nachteil für den, der Zusatzfunktionen sucht. Als Vorteil für den, der ein Sportwettenkonto ohne Beiwerk will: ein Konto, eine Auszahlung, ein Ansprechpartner. Der Name ist bei diesem Anbieter die halbe Sache — er klingt, als sei er die Gattung. Für die Regionalliga ist das alles egal, denn die ist auch hier nicht im Programm. Was bleibt, ist ein Haus für den klassischen Nutzer, der seine Liga irgendwo zwischen Bundesliga und 3. Liga verortet und keine Werkzeugleiste braucht.
Sportingbet — Konfigurator und eine lange Sporterliste
Für Sportingbet.de hält die Whitelist die Sportingbet (Deutschland) Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis, erteilt am 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Das Haus nennt in seinem eigenen Wettangebot einen „Konfigurator+“, mit dem sich Auswahlen zusammenstellen und eigene Kombinationen bauen lassen, und es betätigt sich live. Bei den Sportarten werden unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker genannt — für einen Anbieter, der sich gegenüber dem Fußball-Mainstream diversifizieren will, eine anständige Liste. Darts und Snooker sind dabei nicht Beliebigkeit: Beide haben kleine, sehr treue Zielgruppen, und beide sind Handicap- und Ergebnis-märkte, was sie für den Betreiber planbar macht. Regionalliga-Spiele stehen trotzdem nicht darin, und für einen deutschen Erlaubnisinhaber steht es auch nicht. Wer sein Sportwetten-Interesse jenseits des Fußballs verteilt, ist hier gut aufgehoben; wer auf ein Amateurspiel setzen will, wird auch bei einem breit ausgestatteten Konto dieser Art nicht fündig.
Betway — der Cash Out liegt dort, wo man ihn bedient
Die Erlaubnis für Betway.de läuft auf die Betway Limited, erstmals erteilt am 09.03.2021 mit Folgeerlaubnis vom 23.12.2022. Interessant ist hier ein Detail, das viele Häuser verschweigen, weil es technisch klingt: Bei Betways Cash Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der aktuelle Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Diese Verortung im Konto statt im Live-Bild ist ein kleiner Unterschied mit praktischer Wirkung — wer mehrere laufende Wetten managen will, will nicht auf jeder Live-Seite nach dem Symbol suchen. Dazu bietet das Haus einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombinieren lässt. Und die Marge sitzt in beidem: Ein Cash Out wird vom Buchmacher bepreist, und der Ausstiegspreis liegt systembedingt unter dem Wert, den die Wette im Moment hätte, wenn man sie durchlaufen ließe. Der Cash Out ist keine Versicherung, sondern ein zweites Geschäft, und der Ausstieg kostet jeden Spieler, der ihn nutzt, einen Teil dessen, was die Wette gerade wert ist. Ob das ein Schutzmechanismus oder eine Gebühr ist, entscheidet der Spieler selbst — er sollte nur wissen, welche Rolle er gewählt hat.
888sport — große Gruppe, kleiner deutscher Auftritt
In der Whitelist steht für 888sport die 888 Germany Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Hinter der deutschen Domain steht die 888-Gruppe, deren Holding, die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert ist. Das ist die solideste Kapitalgeschichte in diesem Feld und für den Spieler dennoch kein Argument, das sich in Cents auszahlen lässt. Eine börsennotierte Gruppe hat Aktionäre statt Schutzbedürfnisse, und ein deutscher Erlaubnisinhaber muss sich an dieselben Regeln halten wie eine Personengesellschaft. Für die Regionalliga ändert sich nichts: Auch ein Börsenunternehmen darf keine Spiele von vorwiegend Amateuren bepreisen. Wer den Namen wegen seiner Größe aussucht, sucht Stabilität — und Stabilität ist bei einem Konto mit monatlichem Einzahlungslimit eine vergleichsweise kleine Tugend.
VBet — jüngste Erlaubnis, langer Anlauf
Die SCGO Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter Vbet.de, hat ihren Sitz im Luxe Pavilion im Diamonds International Building in St. Julian’s auf Malta; die Behörde verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. Damit ist VBet der jüngste Zugang der Zehn, was nichts Schlechtes ist und viel über Reihenfolge sagt: Wer 2023 eine Erlaubnis bekommt, hat den Nachweis der Zuverlässigkeit erst kürzlich erbracht, aber noch keine lange deutsche Strecke hinter sich. Das Haus interessiert vor allem Spieler, die ein internationales Programm mit klarem Fußballschwerpunkt suchen und dabei Wert auf ein Konto mit deutscher Erlaubnis legen — der Weg zur Lizenz ist hier immer derselbe. Regionalliga-Spiele erscheinen auch bei VBet nicht, und kein Hinweis in der Whitelist deutet darauf, dass sich das ändern soll. Auch hier lohnt der zweite Blick auf die Firmenangaben: Ein Malteser Sitz bedeutet nicht, dass Deutschland fern liegt — die Domain steht in der deutschen Liste.
MERKUR BETS — ein Automatenriese versucht das Sportgeschäft
Die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz im St Julian’s Business Centre in St. Julian’s auf Malta hält die domainbezogene Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS seit dem 6. November 2023. Für die MERKUR-BETS-App für Android und iOS nennt die Beschreibung „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ — und sie enthält in derselben App MERKUR SLOTS. Genau darin liegt der Punkt, den der Spieler sehen sollte: Marke, App und Mutterhaus sind stark im Automatengeschäft, und das Sportwetten kommt aus derselben Hand. Für ein Haus dieser Herkunft ist Sportwetten eine Ergänzung zum Kerngeschäft. Das ist nicht verwerflich, aber es ordnet die Prioritäten. Wer ein Sportwettenkonto bei einem Anbieter eröffnet, dessen Herz im Automatenspiel schlägt, sollte wissen, wo die Aufmerksamkeit des Produktteams liegt. Regionalliga-Spiele fehlen, und bei einem Anbieter, der seinen Schwerpunkt nicht im Sport hat, wäre ein Engagement in unterklassigen Ligen auch seltsam.
AdmiralBet — drei Erlaubnisdaten und zwei Geschäftsbereiche
Auf der Whitelist ist für Admiralbet.de die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und vom 29.07.2024 sowie einer separaten Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de seit dem 28.09.2022. Die drei Daten bei den Sportwetten sind ungewöhnlich in dieser Liste und ein Zeichen dafür, dass der Inhaber den deutschen Markt über Jahre gepflegt hat. Das zweite Erlaubnisverhältnis ist der wichtigere Hinweis: Wer Sport und Automaten unter einem Dach anbietet, aber mit getrennten Domains und getrennten Erlaubnissen, hält die Bereiche auch personell und rechtlich auseinander. Das ist aufgeräumt und für einen Nutzer, der das Sportwetten als Kern sieht, die bessere Konstruktion als eine App, die beides mischt. Regionalliga-Spiele gibt es nicht, aber ein Spieler, der sein Konto nicht mit Automaten verwechseln will, findet hier eine klarere Grenzlinie als bei manchem Wettbewerber.
bet365 — der bekannte Name, derselbe leere Platz
Als Anbieter von Bet365.de führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta; die Sportwetten-Erlaubnis wurde am 09.10.2020 erteilt, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. bet365 ist die international bekannteste Marke dieses Feldes und die einzige, deren Name auch Lesern geläufig ist, die sonst keine Sportwettenseite öffnen. Der klare Status auf der Whitelist beendet die Frage nach der Erlaubnis für Deutschland — und beendet zugleich jede Hoffnung, hier ein Regionalliga-Spiel mit deutscher Erlaubnis zu finden. Das ist der Punkt, an dem der vertraute Name nichts mehr trägt: Was ein großer Anbieter darf, ist genau das, was alle anderen dürfen, und die vierte Liga ist darunter nicht. Wer wegen des Namens kommt, bekommt ein sauberes Konto mit klarer Rechtsgrundlage. Wer wegen der Regionalliga kommt, bekommt dasselbe leere Blatt wie überall sonst.
bpremium — Ladbrokes unter deutscher Flagge
Für Bpremium.de ist die Ladbrokes (Deutschland) Limited als Betreiberin geführt, mit Sitz in der Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand in Gzira auf Malta und der Registernummer C92799; die Erlaubnis für Sportwetten läuft seit dem 09.10.2020, mit Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. Der Name im Hintergrund ist einer der ältesten in der Wettbranche, und die Firmierung „Ladbrokes (Deutschland) Limited“ zeigt die Konstruktion offen: Für den deutschen Markt existiert eine eigene Gesellschaft mit deutscher Domain und deutscher Erlaubnis. Wer die Marke mag, aber nicht auf die deutsche Erlaubnis verzichten will, findet hier beides in einer Zeile. Der Preis dafür ist die schmale Bühne: bpremium ist gemessen an Bekanntheit deutlich kleiner als die Schwesternamen, und ein schmales Publikum bedeutet üblicherweise ein entsprechend zugeschnittenes Programm. Regionalliga-Spiele sind auch hier nicht darunter; der Name aus der Rennsport- und Wett-Geschichte hilft über die Amateurschranke nicht hinweg.
Was ein fehlendes Angebot über den Markt erzählt
Zieht man eine Bilanz, ergibt sich ein merkwürdiges Bild. Zehn Anbieter mit gültiger deutscher Erlaubnis, zehn saubere Whitelist-Zeilen, zehn Angebote, die im Sportwetten dieselben Formen tragen — und nicht eine einzige Regionalliga-Quote. Der Markt ist nicht kaputt und nicht lückenhaft; er ist durch die Erlaubnisbedingungen auf ein Feld zugeschnitten, in dem die vierte Liga nicht liegt. Wer die Liga verfolgen will, muss also trennen: Sport schauen kann er überall, wetten darauf nicht. Und wer mit dem Gedanken an ein Ersatzprodukt spielt, weil „die Liga ja so ähnlich sei wie die 3. Liga“, sollte sich den Unterschied zwischen den Kategorien klar machen. Die 3. Liga ist Profifußball mit lizenzierten Vereinen, die vierte ist Amateurfußball mit Spielern, die am Montag wieder arbeiten — das ist derselbe Sport, aber ein anderer Markt in jeder Hinsicht, und der Gesetzgeber zieht die Linie genau dort.
Wer sich trotzdem für die dritte Liga entscheidet, sollte sich einen bestimmten Blick angewöhnen. Bei einem Bundesliga-Spiel sind es drei Quoten, bei einem Zweitligaspiel ebenfalls drei, bei einem Regionalligaspiel gäbe es dieselben drei — nur mit größerer Streuung. Die Quote selbst erzählt also nichts über die Spielklasse, die Quote existiert schlicht nicht. Wer nicht direkt auf eine falsche Spur geführt werden will, prüft zwei Dinge: Existiert die Liga im Programm des Anbieters, und existiert der Anbieter auf der Whitelist der Behörde. Ist eine der beiden Antworten nein, hat die Diskussion über die Quote keinen Inhalt mehr.
Wo der Suchende stehen bleiben muss
Ein Leser, der bis hierher gelesen hat, wird sich an drei Sätzen festhalten. Erstens: Die Fußball-Regionalliga ist mit ihren fünf Staffeln, 18 bis 20 Mannschaften je Staffel und den Aufstiegsspielen ein erhebliches Stück deutscher Sportkultur — und ein für die Bewettung gesperrter Bereich. Zweitens: Das deutsche Erlaubnisregime ist keine Formalie, sondern die einzige belastbare Auskunft darüber, bei wem ein deutscher Spieler spielen sollte; die Whitelist ist dafür die Quelle, der Rest ist Werbung. Drittens: Ein Angebot, das die Regionalliga listet, hat per Definition keine deutsche Erlaubnis, und wer sich darauf einlässt, verliert neben der Quote auch die Spielerschutzinstrumente, auf die er sich bei einem erlaubten Anbieter verlassen kann.
Das ist eine unbequeme Botschaft für alle, die sich auf den Aufstiegskampf ihrer Regionalstaffel spezialisiert haben. Sie ist zugleich der Grund, warum diese Sätze in einem Abschnitt über Kosten und nicht über Ligen stehen: Die Kosten des Verbots sind die entgangene Möglichkeit, in einem Markt mit traumhaften Geschichten zu spekulieren. Die Kosten einer Umgehung sind die Sicherheitsinstrumente, das Limit und die zweite Instanz. Und die Kosten eines Ersatzprodukts sind, dass es nicht das Produkt ist, das gesucht wurde.
Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten
Kann ich in Deutschland auf Spiele der Fußball-Regionalliga wetten?
Nein, nicht bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis. Veranstaltungen, an denen überwiegend Amateure beteiligt sind, dürfen nicht bewettet werden, und Fußball unter der 3. Liga zählt in der Verwaltungspraxis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder zum Amateurbereich. Das gilt für alle fünf Staffeln gleichermaßen.
Warum gilt der Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich?
Weil dort überwiegend Amateure spielen: Vertragsamateure, Reserven und Nachwuchskräfte, deren Aufstellungen und Leistungen sich kaum verlässlich modellieren lassen. Der Gesetzgeber zieht die Grenze zum Profibereich bei der 3. Liga. Die Folge ist, dass für diese Spielklasse gar kein bepreisbarer Markt entsteht.
Was bedeutet es, wenn eine Seite dennoch Regionalliga-Spiele anbietet?
Dann vermittelt diese Seite ohne deutsche Erlaubnis. Ein solches Angebot ist rechtlich unerlaubtes Glücksspiel, es hängt nicht am Sperrsystem OASIS, nicht an der Limitdatei LUGAS und es kennt weder das monatliche Einzahlungslimit noch einen deutschen Beschwerdeweg. Eine dort angebotene Quote ist der deutlichste Hinweis auf eine fehlende Erlaubnis.
Wie finde ich heraus, ob ein Wettanbieter auf der Whitelist steht?
Die Übersicht der erlaubten Anbieter beim Regulator ist die einzige belastbare Prüfung. Dort muss die Domain stehen, auf der die Wette liegen soll, und sie muss unter der Rubrik für Sportwetten geführt sein — ein Eintrag für virtuelle Automatenspiele belegt keine Sportwetten-Erlaubnis. Dass eine Seite auf .de endet, beweist nichts.
Welche Folgen hat es, wenn ich ohne OASIS und LUGAS spiele?
Eine Sperre, die Sie selbst bei OASIS hinterlegt haben, wird bei einem nicht angeschlossenen Anbieter nicht geprüft; das Kalenderlimit über alle Anbieter läuft ins Leere. Die 100 € vor abgeschlossener Verifizierung und der Panikbutton sind dort ebenfalls nicht vorgesehen. Verluste lassen sich zudem an den genannten Stellen oft nicht zivilrechtlich zurückfordern.
Wie werden Quoten und Auszahlungen in höheren Ligen gerechnet, und was macht die Wettsteuer?
Der Quotenschlüssel eines Marktes ergibt sich aus der Summe der Kehrwerte aller Quoten; ein Markt mit 2,10 / 3,40 / 3,60 zahlt rund 95,4 % zurück, die Marge liegt also bei etwa 4,6 %. Ein Gewinn entsteht aus Einsatz mal Quote, abzüglich Steuer. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich Steuer“ entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; ob sie weitergegeben wird, regelt jedes Haus selbst.
Fußball – 1X2 wetten
Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»
