Afrika-Cup-Wetten im Vergleich: Was Quote, Steuer und Limit wirklich kosten
Der Afrika-Cup 2026 ist ein Suchbegriff ohne Wettbewerb. Die letzte Ausgabe, der Afrika-Cup 2025, lief vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko, mit 24 Nationen und sechs Vierergruppen. Im Finale gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung; zwei Monate später wertete die CAF das Spiel 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit den Platz verlassen hatten. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Die nächste Ausgabe soll vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden, 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. In der Zwischenzeit wird kein einziger Gruppenspieltag gespielt — und trotzdem stehen Quoten. Genau dort entsteht die Rechnung dieses Textes.

Stand: 30. Oktober 2026; die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.
Der Vergleich: zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis
Zehn Namen stehen im Folgenden zur Wahl, und keiner von ihnen ist frei wählbar. Ohne Eintrag auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nimmt in Deutschland kein Anbieter rechtmäßig Sportwetten an. Die Whitelist in ihrer Fassung vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, dazu drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Jede gelistete Domain ist eine .de-Adresse — und eine .de-Adresse beweist für sich genommen nichts.

Der Grund, warum diese Liste überhaupt das erste Wort hat: Wer auf ein Turnier setzen will, das in dieser Form erst 2027 wieder stattfindet, bindet Geld für Monate. Ohne Erlaubnis gibt es dafür keinen deutschen Rechtsweg, keine Anbindung an die Spielerschutzsysteme und kein Einzahlungslimit, das einen bremst. Mit Erlaubnis gibt es umgekehrt genau diese Dinge, und jedes davon hat einen Preis. Was ein Anbieter kostet, ist deshalb nie nur die Quote, sondern immer auch das Regelwerk hinter ihr.
| Marke | Erlaubnisinhaber (GGL Whitelist) | Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| VBet | SCGO Limited | 05.12.2023 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
Vier Angaben lassen sich aus dem amtlichen Eintrag ablesen, und sie sind nützlicher als jedes Werbeversprechen. Erstens der Erlaubnisinhaber: Bei Bet365.de führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Bei Interwetten.de steht die Interwetten Gaming Limited aus Tigne‘ Point, Sliema. Das sind Firmen, keine Marken, und die Marke, die der Leser sieht, ist nicht die juristische Person, die die Genehmigung hält. Zweitens das Datum der ersten Erlaubnis. Drittens die Folgeerlaubnisse, die den Status nachhalten. Viertens der Umstand, dass ein Sitz außerhalb Deutschlands normal ist, nicht verdächtig. Die ersten Erlaubnisse laufen fünf Jahre, und die Whitelist zeigt nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum. Wer dort ein Auslaufdatum sucht, sucht etwas, das schlicht nicht auf der Liste steht.

Über die Qualität der Quoten steht dort keine einzige Zeile. Und das ist gut so, denn ein Papier über eine Lizenz sagt nichts über die Spanne, die ein Buchmacher in eine 1X2-Wette legt. Genau diese Spanne wird im Abschnitt „Die Marge: was in jeder Afrika-Cup-Quote steckt“ mit einem Rechenweg erläutert.
Was der Afrika-Cup ist und warum 2026 kein Turnier ansteht
Ein Fußballstadion unter Flutlicht, volle Ränge, darüber ein Abendhimmel — an diese Bilder knüpft die Suche an, und die Bilder gehören zum Afrika-Cup 2025, nicht zu einem Wettbewerb des laufenden Jahres. Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert und wurde erstmals 1957 ausgetragen. Ägypten ist mit sieben Titeln Rekordsieger, Rekordtorschütze ist Samuel Eto’o mit 18 Toren. Seit 2019 nehmen 24 Mannschaften teil; nach der Austragung 2027 soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden. Wer die Jahreszahl aus seinem Suchbegriff streicht und die drei Daten nebeneinanderlegt — 1957, 2019, 2027 —, sieht den Takt, in dem dieser Wettbewerb lebt.
Für die Suche im Veröffentlichungsjahr hat das eine harte Konsequenz. Es gibt keinen Afrika-Cup 2026. Es gibt einen abgerechneten Afrika-Cup 2025 und einen geplanten Afrika-Cup 2027, und beide tragen ihre eigene Jahreszahl, weil die Jahreszahl ein Bestandteil des Namens ist und nicht die Angabe, wann der Leser diese Zeilen liest. Wer ein Turnier mit der Zahl des laufenden Jahres sucht, sucht nach einem Spielplan, der nicht existiert. Was existiert, ist eine Qualifikation, ein Gastgeber-Trio und ein Termin.
Der Afrika-Cup 2025: Ergebnis, Korrektur und was daraus bleibt
Der letzte Afrika-Cup wurde wegen Terminkonflikten mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 vom Sommer in den Jahreswechsel verschoben und vom 21. Dezember 2025 bis zum 18. Januar 2026 in Marokko gespielt. Sechs Vierergruppen, die Gruppenersten und -zweiten weiter, dazu die besten vier Gruppendritten, danach ein K.-o.-System mit Verlängerung und Elfmeterschießen bei Gleichstand. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal mit 1:0 nach Verlängerung gegen den Gastgeber. Torschützenkönig wurde Brahim Díaz aus Marokko mit fünf Toren; im Spiel um Platz drei besiegte Nigeria Ägypten im Elfmeterschießen mit 4:2.
Zwei Monate nach dem Finale wertete die CAF die Partie mit 3:0 für Marokko, weil Senegals Spieler nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatten; der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Ein Finalergebnis, das nach zwei Monaten neu geschrieben wird, ist für den Sport ungewöhnlich und für den Wettschein die unangenehmste Sorte Nachricht: Der Ausgang, auf den bezahlt wurde, war nicht der Ausgang, der am Ende im Protokoll stand. Wer daraus eine Regel macht, macht die falsche. Wer daraus mitnimmt, dass ein Turnierergebnis kein Naturgesetz ist, hat den Punkt.
Der Afrika-Cup 2027: Termin, Gastgeber und ein Feld von 54
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden. Zur Qualifikation meldeten sich 54 Mannschaften. Drei Gastgeber, drei Stadien-Infrastrukturen, drei Reisewege innerhalb eines Turnierfensters von vier Wochen: Diese Ausrichtung ist der erste Grund, warum jede Formquote für 2027 über mehr Unsicherheit laufen muss als eine vergleichbare Quote für einen einzelnen Ligaspieltag.
54 gemeldete Teams bedeuten außerdem, dass das Feld der 24 Teilnehmer zum Zeitpunkt der Suche noch nicht vollständig bekannt ist. Wer heute auf den Turniersieger setzt, setzt auf einen Baum, dessen Äste noch nicht gezogen sind. Die Qualifikation selbst ist der Vorfilter, der die relative Stärke der Teilnehmer bestimmt, und sie ist noch nicht abgeschlossen. Ein wesentlicher Teil dessen, was eine Formwette ausmacht, existiert also noch gar nicht.
Sportwetten auf das Turnier: Was der GlüStV 2021 erlaubt und was nicht
Ein Schreibtisch, ein geschlossener Aktenordner, eine Waage aus Messing: Die Rechtslage hinter diesen Bildern ist nüchtern und in einem Satz zusammenzufassen. Sportwetten sind in Deutschland nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis zulässig, und der einzige belastbare Nachweis ist der Eintrag auf der Whitelist. Alles Weitere ist Auslegung.
Der GlüStV 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweit gültige Erlaubnis, Sportwetten im Internet zu veranstalten und zu vermitteln, und führt die Aufsicht. Die Steuer ist dagegen Sache der Finanzämter, nicht der GGL. Erlaubt sind nach § 21 Abs. 1 Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombinationswette — und nur die Wettarten, die die GGL in ihrem Sportwettprogramm zugelassen hat.
Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind; nach der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenfalls ausgeschlossen: manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf einen Regelbruch oder dessen Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Ausgezahlt wird ein Gewinn erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Einen gesetzlichen Einsatzdeckel pro Wette kennt das Sportwettenrecht nicht — wer von einer Höchsteinzahlung liest, liest meist über die Konto- und Limitlogik, und die steht im Abschnitt zum Spielerschutz.
Live-Wetten: ein enges Fenster, das den Anbieter trifft
Während eines laufenden Ereignisses darf nach § 21 Abs. 4 nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente gesetzt werden, und das auch nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball fällt darunter, der nächste Satz im Tennis ebenfalls. Der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball ist dagegen nicht zulässig.
Für den Nutzer bedeutet dieser Zuschnitt konkret, dass sich das Live-Angebot eines lizenzierten Anbieters in der Halbzeit und in der Schlussphase eines Spiels nicht beliebig auffächert. Die breite Palette an Live-Märkten, die manche Anbieter bewerben, bleibt schmaler als die Werbung vermuten lässt. Und jedes Mal, wenn ein Anbieter mit „tausenden Live-Märkten“ wirbt, gehört zu dieser Zahl die Frage, wie viel davon in Deutschland angeboten werden darf.
Cash-Out, E-Sport und virtuelle Sportarten: drei leere Stellen
Auf drei Punkte lohnt die klare Auskunft, weil zu allen dreien im Umlauf vieles falsch ist. Cash-Out kennt keine gesetzliche Regel und keine Vorgabe der GGL — es ist eine Funktion des jeweiligen Anbieters, mit seinen eigenen Regeln, seinen eigenen Bewertungen und seinem eigenen Verdienst daran. Beim Anbieter Betway erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“, der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Der Punkt ist: Der Ausstiegspreis wird von einer Seite gestellt, und das ist nicht die des Kunden.
E-Sport ist der zweite Punkt, und hier ist die Antwort eindeutig negativ: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht — gleichgültig, wie viele Anbieter eine Rubrik dafür führen. Und virtuelle Sportarten sind der dritte Punkt: Deren Zulässigkeit ist nicht geklärt, dazu ist hier nichts zu lesen, weder als Erlaubnis noch als Verbot.
Was ein Turnier extra kostet: die Sportwettensteuer
Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16–25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes. Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, was rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wetter. Ob und in welcher Form ein Anbieter sie weitergibt, ist dessen eigene Entscheidung und gehört damit in eine Betrachtung, die jeden Anbieter einzeln ansieht.
Zwei Sätze dazu, weil in denselben Zusammenhängen regelmäßig das Gegenteil steht. Erstens: Die Steuer trägt nicht, wer die Wette abschließt. Zweitens: Bezahlt ist sie damit noch lange nicht als Nachweis einer Erlaubnis — die Steuer trifft auch unerlaubte Veranstalter. Ein Wettschein, auf dem die Steuer ausgewiesen ist, ist kein Lizenznachweis.
Wie die Whitelist einen Betrugsversuch entlarvt
Die GGL begleitet die Liste mit Warnungen. Am 17. September 2026 warnte sie Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten und nannte in diesem Zusammenhang Platincasino als Beispiel. Diese Warnung ist kein Kommentar zur Rechtslage, sondern deren Anwendung: Eine Marke ohne deutschen Eintrag wird nicht dadurch zu einem deutschen Anbieter, dass sie in deutscher Sprache auftritt.
Das Veranstalten von Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis ist nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Für den Nutzer hängt an dieser Feststellung alles, was einen Wettschein im Streitfall schützt: keine Einbindung in die bundesweiten Spielerschutzsysteme, kein deutscher Rechtsweg, keine deutschen Zahlungsregeln. Was diese Nachteile konkret kosten, steht im Abschnitt über die Spielerschutzmechanismen.
Der Streit um die Rückforderung von Einsätzen
Bemerkenswert, und für die Bewertung eines nicht gelisteten Anbieters wichtig, ist eine Gegenbewegung aus der Rechtsprechung. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert der Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.
EuGH-Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme sieht er dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Schlussanträge sind kein Urteil. Wer bei einem Anbieter ohne deutschen Eintrag spielt und auf eine spätere Rückerstattung setzt, kalkuliert mit einem Verfahren, nicht mit einem Anspruch — und die 3.700 € aus sechs Jahren sind ein Durchschnitt von gut 600 € pro Jahr. Kein Grund, sorglos zu spielen, sondern ein Grund, die Summe zu kennen, um die ein Prozess überhaupt geführt wird.
Was Spielerschutz im Turniermonat konkret kostet
Eine Trainingsszene auf rotem Sand, Hütchen aufgereiht, tiefe Sonne — das Bild des geduldigen Übens hat mit dem Tempo eines Turniermonats wenig zu tun. Afrika-Cup-Wochen ziehen Einsätze an, die es in einem ereignislosen Februar nicht gäbe: mehr Spiele am Abend, mehr Gelegenheiten für einen kurzen Griff zum Wettschein. Gegen diese Beschleunigung stehen Regelungen, die alle eine Gemeinsamkeit haben. Sie kosten Zeit, Bequemlichkeit oder den Komfort des letzten Klicks.
1.000 € im Monat: eine Grenze, die fast niemandem auffällt
Das Standard-Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1 GlüStV liegt bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt über alle Anbieter hinweg; durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter darf für einen einzelnen Spieler nur dann eine höhere Grenze setzen, wenn eine nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit vorliegt — eine Eigenerklärung genügt dafür nicht. Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.
Für den typischen Nutzer mit einem Monatsbudget im unteren dreistelligen Bereich bindet diese Grenze nie. Das macht sie nicht wirkungslos, sondern unauffällig. Sie ist die Rückversicherung, die im entscheidenden Moment greift — und weil sie unauffällig ist, merkt ein Betroffener erst dann, dass sie existiert, wenn eine Einzahlung mitten im Achtelfinale nicht durchgeht. Wer ohnehin eine eigene, kleinere Monatsgrenze führt, hat den einzigen Teil dieses Regelwerks schon erledigt, der ihn betrifft.
OASIS, Panikbutton und der Preis der Sperrfrist
Das bundesweite Spielersperrsystem OASIS wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgeglichen. Wer sich dort selbst sperrt, kann nach drei Monaten die Aufhebung beantragen — mit Identitätsprüfung durch den Betreiber und unverzüglicher Vorlage zur Prüfung; bis der Antrag bestätigt ist, bleibt die Sperre zulässig. Wer sich ohne Nennung einer Frist sperrt, ist mindestens ein Jahr gesperrt, bei genannter Frist mindestens drei Monate. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV löst unmittelbar eine 24-Stunden-Sperre aus.
Hier liegt der Preis der wichtigsten Schutzmaßnahme. Drei Monate sind keine Kleinigkeit, sie sind eine Saisonhälfte. Die Sperre wirkt nicht durch Information, sondern durch das, was sie in den drei Monaten verhindert. Das ist der eine Fall, in dem die Kosten einer Schutzregel für den Betroffenen der eigentliche Zweck sind.
Ein Konto, eine Identität: die 72-Stunden-Falle
Nach § 6a GlüStV gilt ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb erlauben, mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen. Parallele Nutzung mehrerer Konten ist nach § 6h GlüStV unzulässig und wird über die Aktivitätsdatei überwacht.
Die 72 Stunden und die 100 € sind die Falle für den eiligen Neukunden. Wer sich kurz vor dem Anpfiff anmeldet, einzahlt und setzt, bevor die Personalien bestätigt sind, hantiert mit einem Konto, aus dem er nicht auszahlen kann. Ein Gewinn ist dann kein Guthaben, das er abholen kann, sondern ein Saldo in einem begrenzten Fenster. Der Fehler ist vermeidbar, und er kostet nur den einen Klick, den viele überspringen wollen.
Zahlung im eigenen Namen: warum Krypto hier endet
Nach § 6b Abs. 4 GlüStV sind Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenbetrieb heraushält — nicht eine Vorliebe der Anbieter, sondern eine Vorgabe. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter jenseits davon akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht in seinen Bedingungen. Guthaben liegt auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Für den Vergleich der zehn Anbieter hat dieser Punkt eine klare Folge: Ein Anbieter kann in dieser Frage nicht „mehr bieten“ als ein anderer. Die Auswahl schrumpft auf die Marken, die eine verpflichtete Bank abbildet. Wer das als Einschränkung empfindet, empfindet korrekt. Er verliert Bequemlichkeit und gewinnt eine Spur, die im Streitfall zuordenbar ist.
Die Marge: was in jeder Afrika-Cup-Quote steckt
Ein Fußball auf rotem Sand, Hütchen, tiefe Sonne — das Bild des Trainings steht hier für die Rechnung, die jedem Kurs vorausgeht. Eine Quote ist keine Meinung des Buchmachers über ein Ergebnis, sondern ein Preis. In jedem Preis steckt eine Handelsspanne, und die lässt sich ausrechnen.
Nehmen wir drei Quoten für ein 1X2-Feld: 2,10 für den Sieg der Heimmannschaft, 3,40 für das Unentschieden, 3,60 für den Sieg der Auswärtsmannschaft. Diese drei Zahlen sind ein Beispiel, kein bei einem Anbieter abgelesener Kurs. Ihr Kehrwert ergibt für die erste Quote 0,4762, für die zweite 0,2941, für die dritte 0,2778 — in der Summe 1,0481. Die Auszahlungsquote dieses Marktes liegt damit bei rund 95,4 %, die Marge bei rund 4,6 %. Diese Marge nimmt der Anbieter nicht, weil er das Ergebnis kennt, sondern weil er in jedem Fall am Umsatz verdient: Von jedem Euro, der auf dieses Feld gesetzt wird, bleiben ihm etwa 4,6 Cent.
Eine Vierfach-Kombi aus vier Auswahlen multipliziert die Quoten zu einem größeren Preis und zugleich die Spanne der beteiligten Märkte zu einem größeren Abzug. Der Anbieter bekommt seinen Anteil am Einsatz, nicht erst am Ausgang.
Warum die Siegerwette einen Aufschlag trägt
Wer den Sieger eines Turniers mit 24 Mannschaften bespielt, bespielt einen Wert, der sich über eine lange Frist bildet. Der Buchmacher trägt diese Position über viele Wochen, in denen unzählige andere Märkte aktiv sind, und muss sie laufend anpassen, wenn Kader sich verändern, Qualifikationsgruppen sich entscheiden oder ein Gastgeber plötzlich zwei Stammspieler verliert. Die Spanne in der Quote bezahlt diesen Aufwand, die Buchhaltungsposition dahinter und die Unsicherheit zugleich.
Ein Beispiel aus der regulären Saison setzt das in den Schatten. Ein Anbieter, der am Samstag 200 Partien im Angebot hat, kann eine einzelne Fehleinschätzung in einem Markt mit Umsatz aus den anderen querverrechnen. Ein Anbieter, der über Monate eine Formwette mit einem selektiven Kundenkreis trägt, hat diese Querverrechnung nicht in derselben Form. Die Auszahlungsquote eines langen Turniermarkts liegt deshalb typischerweise unter der eines dichten Einzelspielmarkts, und der Unterschied ist kein Misstrauen gegenüber dem Kunden.
Obendrauf: Wer in der Zwischenzeit viele Ergebnisse erhält, sieht die eigene Position laufend neu bewertet. Was als Vorteil klingt, ist für die Wette auf den Turniersieg kein Vorteil. Wer drei Gruppenspiele des Favoriten abwartet, hat dessen relativen Wert im Baum schon um eine Information bereinigt, ohne den Ausgang zu kennen. Die Quote für den späteren Einstieg trägt diese Information ebenfalls — und ist deshalb selten der bessere Kauf.
Zeit als Risiko: warum ein später Einstieg günstiger ist
Der klarste Hebel auf die Spanne in einem 1X2-Markt ist der Zeitpunkt. Solange die Aufstellungen nicht bekannt sind und die Trainer noch über Rotation nachdenken, ist die Unsicherheit am größten, und die Marge auf diese Unsicherheit ist am breitesten. Unmittelbar vor dem Anpfiff verschwindet ein Teil davon: Die Aufstellung steht, die Wetterlage ist bekannt, die Nachrichtenlage der letzten Stunden ist eingepreist.
Sprich: Wer drei Stunden vor dem Anpfiff setzt, zahlt weniger für dieselbe Information als der, der drei Wochen vorher setzt — vorausgesetzt, dass die Quote sich nach der Qualität der Mannschaft und nicht nach dem Wettvolumen bewegt. Dasselbe Argument gilt für den Ausgang eines K.-o.-Spiels. Ein Spiel, das in die Verlängerung geht, ist in der Anzeige nicht zwingend dieselbe Entscheidung wie in der Auszahlung, und wer in der letzten halben Stunde eines regulär ausgetragenen Spiels wetten will, sollte in einem Markt mit dem Zusatz „nach Verlängerung“ oder „Endstand nach 90 Minuten“ wählen.
Wo der Markt am dünnsten ist
Die Auswahl an Märkten auf ein Turnier ist am Anfang und am Ende dünn — in der Vorbereitung, wenn die Kader noch nicht stehen, und im letzten Spieltag, wenn ein Team schon sicher weiter ist. Dann gibt es weniger Quoten, breitere Spannen und größere Sprünge zwischen den Anbietern. In der Mitte des Turniers, mit bekannten Gruppen und einem entschiedenen Baum, ist die Auswahl am größten und der Wettbewerb der Anbieter am lebendigsten.
Wer ein Turnier mitspielen will, hat damit eine ungewöhnliche Antwort auf die Frage nach dem besten Zeitpunkt: nicht am ersten Tag, sondern in einem Fenster, in dem der Markt sich gesetzt und noch nicht geschlossen hat. Die Spannen sind in dieser Zwischenzeit schmaler, und die Kombi-Fantasie des Buchmachers hat noch nicht die volle Länge erreicht.
Die beweglichen Teile: 1X2, Kombi, Live und ein Sonderfall
Der Weg von einer Idee zu einem Wettschein führt über eine Wahl der Wettform, und jede Form hat einen anderen Kostenschwerpunkt. Die folgenden vier sind die relevanten — für den Afrika-Cup und für jedes andere Turnier.
Einzelwette und Kombi: die Addition schlägt zu
Die Einzelwette kennt eine Quote und eine Marge. Die Kombiwette kennt mehrere Quoten, und ihre Auszahlungschance multipliziert sich, während die Marge über alle beteiligten Märkte mitspielt. Das ist kein Detail, sondern der Grund, warum eine Vierfach-Kombi trotz höherer Quote nicht besser sein muss. Sie ist nur eine andere Verteilung des Risikos, und der Buchmacher verdient an jedem Bein der Kette.
Die Systemwette als Mischung
Eine Systemwette kombiniert mehrere Einzelwetten zu einer Reihe von Teil-Kombinationen und lässt einen Teil der Tipps ausfallen, ohne den Schein ganz zu verlieren. Der Preis dafür ist ein erhöhter Einsatz, weil aus jedem Tipp mehrere Wetten gebaut werden. Wer den Einsatz auf einer Kombi plant und dann auf Systemwette umstellt, sollte die erforderliche Summe vorher sehen.
Live-Wetten und der Zusatz zur Halbzeit
Live-Wetten sind der schnellste Weg von einer Beobachtung zu einer Wette, und der schnellste Weg, das eigene Budget zu nutzen. Das Angebot im deutschen Erlaubnisrahmen ist dabei enger, als Werbeseiten suggerieren: Nur Endergebnis und die nächste Komponente sind während des laufenden Spiels erlaubt, und nur in Sportarten mit seltenen Ereignissen. Wer eine Live-Wette plant, sollte den Markt in der Halbzeit nicht als sein Hauptstandbein betrachten.
Turniersieger als Sonderfall eines langen Markts
Der Sieger-Markt wird oft so angeboten, dass das beworbene Team im Mittelpunkt steht und nicht die Quote. Das ist diejenige der vier Formen, bei der die Position über die längste Zeit gehalten wird, und die entsprechende Unsicherheit wird in der Spanne bezahlt. Wer ihn spielt, sollte den Vergleich der Quoten nicht auf einen Satz stützen, sondern über mehrere Buchmacher führen — Unterschiede, die bei einer Einzelwette einen halben Cent ausmachen, summiert über viele Monate üblicherweise auf mehr als ein Tippfehler.
Der Spielplan diktiert, wann es was gibt
Ein Turnier hat eine Dramaturgie, und sie ist der stärkste Hebel auf die Verfügbarkeit von Märkten. Der Afrika-Cup 2027 läuft in einem Fenster von knapp vier Wochen: Qualifikation abgeschlossen, Auslosung der Gruppen, dann drei Gruppenspieltage, dann Achtel-, Viertel-, Halbfinale, Spiel um Platz drei, Finale.
Daraus folgen drei Zeitfenster mit deutlich unterschiedlichem Marktcharakter. Vor der Auslosung dominieren Vorbereitungs- und Siegermärkte, und die Spannen sind weit. Nach der Auslosung kommen Gruppenmärkte und Spielausgänge hinzu, und die Favoritenlinien werden konkreter. Während des Turniers wandern die Märkte vom Spiel in die Runde: Sobald ein Viertelfinale steht, verschwinden die Halbfinal-Quoten der ausgeschiedenen Nationen, und mit jedem Tor verschieben sich die Siegerquoten der verbleibenden Teams. Ein zweiter Zeitfaktor sind Verletzungen und Karten: Zwei gestandene Innenverteidiger, die ausfallen, verändern eine ganze Seite der Auslosung, und der Markt reagiert darauf binnen Stunden.
Am Ende des Turniers schließlich bricht das Angebot auf die verbleibenden Partien zusammen. Wer über die ganze Zeit dabei sein will, wird feststellen, dass der Höhepunkt der Auswahl in die zweite Turnierwoche fällt und nicht ins Finale. Das ist die praktische Anwendung der Regel aus dem vorigen Abschnitt: Der Markt ist dann am lebendigsten, wenn viele Spiele gleichzeitig offen sind und der Ausgang noch nicht in jedem Zweig feststeht.
Ein Halbfinale ist eine andere Wette als ein Gruppenspiel
Ein Halbfinale im Afrika-Cup ist nicht nur das nächste Spiel, sondern das nächste Spiel unter maximalem Druck. Zwei Mannschaften, die 120 Minuten und ein Elfmeterschießen im Kopf haben, ein Publikum mit hoher Erwartung, ein Schiedsrichter, dessen Nachspielzeit über die Verlängerung entscheidet. Eine Wette auf den Ausgang nach 90 Minuten behandelt dieses Spiel wie ein beliebiges anderes. Wer den Charakter des Spiels in seine Entscheidung aufnimmt, setzt in der Praxis häufiger auf „Tor über/unter“ oder auf eine Kombination, die die Verlängerung nicht als Unentschieden verbucht.
Ein Gruppenspiel ist dagegen ein anderes Kaliber. Mit 24 Mannschaften in sechs Vierergruppen und vier weiterkommenden Gruppendritten gibt es selbst am letzten Gruppenspieltag Situationen, in denen ein Unentschieden für beide Seiten reicht. Solche Konstellationen sind der Grund, warum der Markt „beide Teams treffen“ am letzten Gruppenspieltag gelegentlich uninteressant wird. Wer in der Gruppenphase setzt, setzt häufiger auf eine Formation, die es vorher nicht gab, und seltener auf eine, die es noch geben wird.
Der Ausgang einer Partie entscheidet mehr als die Partie
Ein einzelnes Ergebnis verändert, wer im Achtelfinale auf wen trifft, und damit die Aussichten jeder Mannschaft auf der anderen Seite des Baums. Nach dem letzten Gruppenspieltag hat sich der Unterbau des gesamten Turniers verändert, und die Siegerquoten bewegen sich in einem Zug, den niemand vorhersieht. Wer im Januar 2027 auf ein Team setzt, das in der Gruppenphase Dritter wird, wettet nicht mehr auf dieselbe Sache, auf die er am ersten Tag gesetzt hat. Das ist der Grund, warum die Turniersiegerquote dieser Mannschaft nach den Gruppenspielen eine andere ist als vor der Auslosung — und warum ein späterer Einstieg selten dieselbe Wette ist.
Zehn Anbieter im Einzelnen
Den zehn folgenden Anbietern gemeinsam ist eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist. Was sie unterscheidet, steht in jeder einzelnen Zeile darunter. Jede Bewertung bezieht sich auf die Angaben, die die Whitelist zum Stand 2. Oktober 2026 führt, und auf die Zusicherungen, die der Anbieter selbst macht.
VBet: der Anbieter mit der jüngsten Erlaubnis in dieser Runde
SCGO Limited, die Veranstalterin der Sportwetten unter Vbet.de, sitzt im Luxe Pavilion, Diamonds International Building, Portomaso, St. Julian’s auf Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023. Das ist das jüngste Datum in dieser Runde, und es ist eine Information: VBet hat den deutschen Erlaubnisrahmen zu einem Zeitpunkt betreten, als die Regeln bereits vollständig ausgebildet waren.
Wer eine Marke sucht, die nie unter einem früheren Regime gestartet ist, findet hier eine. Der Preis dafür liegt auf der Hand — ein Anbieter ohne einen langen Vorlauf an Nutzererfahrungen ist schwerer einzuschätzen als einer, der seit 2020 im Markt steht. Für die Entscheidung hilft das wenig: Was zählt, ist die Angabe auf der Whitelist und die Breite des Turnierangebots, nicht die Zahl der Jahre.
Betway: Cash-Out ohne Legende, aber mit eigener Rechnung
Betway unter Betway.de wird von der Betway Limited gehalten, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Das Haus bietet einen Cash-Out, der den Wert der Wette unter „Meine Wetten“ anzeigt, mit der Option, den gesamten Betrag oder einen Teil auszahlen zu lassen. Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.
Cash-Out ist kein Feature zum Nulltarif. Wer aussteigt, verkauft eine offene Position an den Anbieter, und der Preis dieses Verkaufs wird von der Gegenseite gestellt. Bei einem Turnier über vier Wochen ist der Reiz, vor dem Finale noch schnell Kasse zu machen, besonders hoch. Wer die Ausstiegswette wie eine Versicherung behandelt, sollte den Betrag in Beziehung zu der Chance setzen, die er damit aufgibt. Der Konfigurator ist für einen Turnierabend mit mehreren parallelen Spielen praktisch — nur ist die daraus gebaute Kombi nicht günstiger als die Einzelwetten in ihr.
ODDSET: die staatliche Prägung als eigener Rechenposten
Die ODDSET Sportwetten GmbH betreibt unter Oddset.de, mit einer ersten Erlaubnis vom 18. November 2020 und einer Folgeerlaubnis; Aufsichtsbehörde ist die GGL. Besonders ist hier die Verbindung aus dem Internet und dem stationären Vertrieb — ein Bezug, den in dieser Runde kein anderer Anbieter aufweist.
Das stationäre Netz ist der Grund, warum ODDSET in Vergleichstabellen seltener an der Spitze der Kurse steht. Ein Betrieb mit Annahmestellen trägt Kosten, die ein reiner Onlineanbieter nicht hat, und diese Kosten stehen in der Quote, nicht in der Werbung. Wer in einer kleineren Stadt wohnt und den Weg zum Kassenhäuschen schätzt, hat mit ODDSET eine Option, bei der dieser Weg Teil des Angebots ist. Wer die engste Spanne sucht, sucht woanders.
bet365: das erste Datum, aber nicht der erste Preis
Als Anbieter von Bet365.de führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, mit einer deutschen Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020. Damit gehört bet365 zu den Anbietern mit dem frühesten Erlaubnisdatum in dieser Liste — ein Merkmal der Zugehörigkeit, keine Aussage über bessere Kurse.
Was bet365 für einen Turniermonat praktisch bedeutet, ist die Breite. Ein Anbieter mit einem extrem dichten Fußballprogramm hält viele Märkte auch in weniger beachteten Partien bereit, was für einen Anwender mit einem breiten Blick auf die Konferenz nützlich ist. Die Kehrseite ist der Kaufanreiz: Viele Märkte erschweren die Entscheidung, ob und wie viel man setzen will. Wer sein Monatslimit im Kopf hat, wird von der Auswahl nicht zum Wetten gedrängt. Wer es nicht hat, wird es merken.
AdmiralBet: zwei Erlaubnisse, zwei streng getrennte Welten
Auf der Whitelist ist für Admiralbet.de die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf der Casino-Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
Diese vier Daten sind der aussagekräftigste Teil des Eintrags. Die zwei Folgeerlaubnisse für Sportwetten zeigen eine Marke, die ihren Status wiederholt bestätigen lässt, und der Behördengang wiederholt sich nicht von selbst. Zugleich ist der Blick auf die beiden Erlaubnisse eine eigene Übung: Die Sportwetten-Erlaubnis gilt für die Wett-Domain, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele für die Casino-Domain. Wer auf der Casino-Domain spielt, spielt unter einem anderen Regime. Für den Afrika-Cup zählt nur die erste.
Tiptorro: die App als Beschränkung und als Vorteil
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited aus Malta angeboten, die sich dort selbst als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt; die Whitelist verzeichnet für Tiptorro.de eine erste Erlaubnis vom 30. Juni 2021 mit Folgeerlaubnis. Der Anbieter ist damit kein Neuling, sondern eine lizenzierte Marke, die den mobilen Weg gewählt hat.
Die App-Entscheidung hat eine unbeachtete Nebenwirkung. Wer seine Wetten über eine App platziert, sieht die Auswahl in einem kleineren Fenster und hat damit einen Bruch weniger zwischen einem Einzelspiel und einem langen Turniermarkt. Das ist keine Empfehlung für Tiptorro, sondern eine Beobachtung über mobile Oberflächen: Eine begrenzte Übersicht bremst den impulsiven Schein, was bei einem Turnier mit vielen gleichzeitigen Spielen ein Vorteil sein kann. Ob der Anbieter diese Grenze zieht oder nicht, steht in der App und nicht in der Werbung.
Sportingbet: ein Baukasten, der die Spanne mitrechnet
Sportingbet unter Sportingbet.de wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited gehalten, mit einer ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022. Das Angebot umfasst neben Live-Wetten einen „Konfigurator+“ und die Sportarten Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.
Der Konfigurator ist eine praktische Antwort auf die Frage, wie man an einem Spieltag mit mehreren Partien schnell zu einem Schein kommt. Nützlich, ohne Frage. Nur ist ein Baukasten kein Rabatt: Wer dort vier Auswahlen zusammenstellt, bekommt die Marge jedes einzelnen Markts multipliziert, und der Baukasten macht es leichter, Versehen zu übersehen — eine Mannschaft, die im Kader rotiert, eine Auswahl, die im schmalen Markt liegt. Der Anbieter erfüllt mit dem Werkzeug eine Erwartung. Er verbilligt die Wette nicht.
888sport: die Konzernstruktur als Prüfstein
888sport wird von der 888 Germany Limited gehalten, mit einer ersten Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert.
Die Börsennotierung ist kein Quotenmerkmal, aber sie ist nicht bedeutungslos. Ein börsennotiertes Haus berichtet in einem Rhythmus, den ein Privatunternehmen nicht hat, und eine Bilanz, die öffentlich ist, ist für die Frage nach der Herkunft der Mittel ein anderes Argument als eine Selbstdarstellung auf einer Werbeseite. Wer aus einem Vergleich einen einzigen Grund wählen müsste, würde damit allein kein Konto eröffnen. Wer mehrere Kriterien abwägt, kann diesen Punkt in die Waagschale legen.
DAZN Bet: Streaming im Rücken, Verwechslungsgefahr im Kopf
DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet, hat ihren Sitz in der Modesto Farrugia Street in Zebbug, Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. Die zweitjüngste Erlaubnis dieser Runde und die einzige, die unmittelbar aus der Welt des Sport-Streamings kommt.
Die Herkunft prägt die Zielgruppe. Wer das Turnier ohnehin über einen Streaming-Dienst verfolgt, ist mit der Marke schnell vertraut, und das ist der eigentliche Verdienst dieses Eintrags — die Kundenbeziehung setzt nicht bei der Wette an. Die Gefahr ist die Kehrseite desselben Mechanismus: Wer eine Partie vollständig gesehen hat, hält seine Einschätzung für belastbarer, als sie ist. Bei einem Turnier mit 24 Mannschaften, deren Kader über zwei Jahre wachsen, ist das eine teure Selbstsicherheit. Der Anbieter kann nichts dafür. Der Kunde kann etwas dagegen tun.
Interwetten: ein Anbieter, der den Umbau des Formats mitgemacht hat
Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, ist als Anbieterin von Interwetten.de auf der Whitelist geführt, mit einer ersten Erlaubnis vom 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis. Damit gehört Interwetten zu den Marken, deren Erlaubnis bis in die Anfangszeit des Regimes zurückreicht.
Für einen Afrika-Cup-Markt ist die Erfahrung mit diesem Wettbewerb ein eigener Wert. Wer die Aufstockung auf 24 Mannschaften 2019, den Terminkonflikt mit der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft 2025 und die nachträgliche Wertung des Finales mitbekommen hat, kennt die Muster, in denen sich dieser Wettbewerb bewegt — etwa die Tatsache, dass der Sieger eines Afrika-Cups nicht der Halbfinalist ist, den die Vorrunde nahelegt. Aus Sicht des Wetters ist das kein Better-Service, sondern ein Kriterium bei der Frage, wer am wenigsten überrascht wird, wenn die CAF ein Ergebnis später noch anpasst.
Was von einem Gewinn übrig bleibt
Am Ende bleibt immer dieselbe Rechnung. Ein Wettschein auf ein Einzelspiel, Quote 2,10, Einsatz 20 €: Der Gewinn liegt bei 20 € × (2,10 − 1), also bei 22 €. Ausgezahlt werden 42 € — das ist die Rückzahlung des Einsatzes plus der Gewinn. Was danach an Steuer zu berücksichtigen ist, richtet sich nach der Bemessungsgrundlage der Sportwettensteuer: 5,3 % des Betrags aus Einsatz abzüglich Steuer, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter, und ob und wie er sie über die Quote oder über die Auszahlung weitergibt, steht in seinen Bedingungen und nicht in diesem Text.
Diese Aufteilung ist die beste Antwort auf die Frage, was eine gute Quote eigentlich wert ist. Bei 2,10 gibt es genau die Zahlen, die in der Quote stehen. Bei einer Quote von 1,10 gibt es dieselbe Mechanik mit weniger Ertrag und einem größeren Anteil, der auf den Einsatz zurückfällt. Ein Anbieter, der mit „0 % Wettsteuer“ wirbt — Winamax tut das im Fußzeilenbereich seiner Website —, nimmt damit einen Posten aus der Rechnung, der je nach Anbieter ohnehin unterschiedlich behandelt wird. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball im Zeitraum 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Für den Rest der Fälle heißt das umgekehrt, dass ein anderer Anbieter die höhere Quote hatte. Ein Satz über 45 % ist kein Satz über 100 %.
Was für wen passt
Am Ende dieses Vergleichs steht keine Rangliste, und das ist die einzige ehrliche Form. Die zehn Anbieter tragen alle dieselbe Art von Erlaubnis; sie unterscheiden sich darin, wie sie ihr Werkzeug bauen, wie lange sie im Markt sind und was sie mit einer Position tun, die über Monate offen bleibt.
Wer sein Hauptaugenmerk auf die Spanne legt, wird den Anbieter mit dem engsten Markt suchen und die Siegerwette möglichst spät platzieren. Wer die Sicherheit der Mittel an die erste Stelle setzt, wählt ein Haus mit öffentlicher Berichtspflicht. Wer in einer Stadt mit Annahmestelle wohnt, zieht die physische Nähe in Betracht. Wer den Wettschein über eine App baut, akzeptiert ein kleineres Fenster. Und wer bisher gar nicht gesetzt hat, sollte sich zuerst mit dem Konto und seiner Monatsgrenze befassen, bevor er eine Quote bewertet — denn die Grenze ist die einzige Zahl in dieser ganzen Angelegenheit, die den Verlust begrenzt, und die Quote ist die einzige, die ihn verspricht.
Den Rahmen für alle zehn bilden zwei Sätze. Erstens die Whitelist: Wer dort steht, handelt mit deutscher Erlaubnis, und wer dort nicht steht, handelt ohne. Zweitens der Termin: Der nächste Afrika-Cup beginnt am 19. Juni 2027 in Kenia, Tansania und Uganda, und kein heutiger Tipp auf seinen Sieger ist mehr als eine Wette auf einen Baum, der sich erst im Sommer 2027 füllt. Wer das weiß und trotzdem setzt, hat sich informiert entschieden — mehr kann ein Vergleich nicht leisten.
Häufige Fragen zu Afrika-Cup-Wetten
Warum findet sich unter dem Suchbegriff kein Turnier des Jahres, auf das die Zahl passt?
Die Zahl in vielen Suchanfragen dieses Themas ist das Jahr dieser Veröffentlichung und nicht der Name der Ausgabe. Gespielt wurde zuletzt vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko. Die nächste Ausgabe trägt die Jahreszahl 2027. Ein Turnier, das auf die Jahreszahl dieser Seite lautet, gibt es nicht.
Wann soll die nächste Ausgabe stattfinden, und welche Länder richten sie aus?
Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 ausgetragen werden. Ausrichter sind Kenia, Tansania und Uganda. Zur Qualifikation haben sich 54 Mannschaften gemeldet, aus denen 24 Teilnehmer hervorgehen. Nach dieser Austragung soll das Turnier ab 2028 nur noch alle vier Jahre stattfinden.
Welche Wettarten sind bei einem Turnier mit Gruppenphase und K.-o.-Runde möglich?
In Frage kommen der Turniersiegermarkt, der Ausgang einzelner Gruppenspiele, Wetten auf den Torschützenkönig, Einzel- und Kombiwetten sowie Live-Wetten auf das Endergebnis oder die nächste Komponente eines Spiels. Welche Märkte tatsächlich im Angebot stehen, ergibt sich aus dem Sportwettprogramm des jeweiligen Anbieters.
Gilt bei K.-o.-Spielen das Ergebnis nach 90 Minuten, und wie wird ein Elfmeterschießen behandelt?
Das hängt vom Markt ab. Eine Wette auf den Ausgang nach regulärer Spielzeit rechnet Verlängerung und Elfmeterschießen nicht mit, ein Markt auf das Weiterkommen dagegen schon. Welche Variante gilt, steht in der Marktbezeichnung auf dem Wettschein. Vor dem Abschluss einer K.-o.-Wette ist dieser Blick Pflicht, nicht Kür.
Wie prüft man, ob ein Anbieter für Afrika-Cup-Wetten eine deutsche Erlaubnis hat?
Über die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Sie nennt zu jeder Marke den Erlaubnisinhaber und das Datum der Sportwetten-Erlaubnis, dazu gegebenenfalls Folgeerlaubnisse. Eine .de-Adresse allein beweist nichts. Sportwetten darf nur anbieten, wer mit seinem Sportwetten-Eintrag dort geführt ist.
Was bleibt nach der Sportwettensteuer von 5,3 % übrig?
Die Steuer bemisst sich mit 5,3 % des Betrags aus Einsatz abzüglich der Steuer selbst, was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wetter. Ob und wie ein Anbieter sie über die Quote oder die Auszahlung weitergibt, entscheidet er selbst; die Angabe dazu steht in seinen Bedingungen.
Turniere – 1X2 wetten
Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»
