French Open Wetten: Wo Quoten, Regeln und Kosten wirklich auseinandergehen
Stand: 30. Oktober 2026, geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (Snapshot 2. Oktober 2026).

Ein Finale, das Alexander Zverev im Herreneinzel gegen Flavio Cobolli gewinnt, und ein Dameneinzel, das Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska für sich entscheidet – das war Roland Garros 2026, gespielt vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 auf Sand. Wer damals auf Zverev gesetzt hat, besitzt die Erinnerung an einen gut bezahlten Wettschein. Wer heute nach „French Open Wetten“ sucht, sucht eigentlich etwas anderes: einen Anbieter, bei dem die Quote auf den nächsten Turniersieger nicht durch eine großzügige Marge abgeräumt wird.
Denn genau dort liegt das Geld, um das es hier geht. Turniersieger-Quoten stehen bei allen zehn Anbietern dieses Vergleichs in der Liste, und kein einziger von ihnen schreibt über den Wettschein, dass er für denselben Ausgang weniger zurückzahlt als der Nachbar. Die Differenz verschwindet nicht, weil sie niemand ausspricht.
Sportwetten auf Profitennis darf in Deutschland nur anbieten, wer eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL) besitzt und mit der Domain in deren Whitelist steht. Diese Erlaubnis ist keine Formalie für Anbieter, sondern der erste Kostenposten für den Spielenden: Sie entscheidet, ob OASIS und die Limitdatei LUGAS greifen, ob die Live-Märkte beschnitten sind und ob nach einem Streit überhaupt ein deutsches Rechtsschutznetz existiert. Alle zehn Wettanbieter unten haben sie. Das ist diesmal keine Selbstverständlichkeit – und es ist der einzige Punkt, in dem sich der Markt noch sortiert.
Fünf Dinge entscheiden, was French-Open-Wetten kosten. Die Höhe der Marge in einer Quote. Der Zeitpunkt, an dem das Turnier wieder spielbar ist – der nächste Anlauf folgt 2027, ein genaues Datum steht hier nicht. Die Regel, wie viel während eines laufenden Matches überhaupt gesetzt werden darf. Die 1.000 € monatlich, die der Gesetzgeber als Standarddeckel über alle Anbieter legt. Und die Steuer, die der Veranstalter abführt und deren Weitergabe an den Spielenden nichts vorschreibt. Der Vergleich unten geht diese fünf Punkte der Reihe nach durch, weil sie zusammen und nicht einzeln wirken.
Einordnung: der französische Sandplatz als Marktgegenstand
Der französische Sandplatz ist ein Marktgegenstand, den man zuerst als Gelände lesen sollte. Gespielt wird im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Terre battue, ausgerichtet vom Weltverband ITF. Der Sand dämpft den Ball, verlängert die Ballwechsel und belohnt Beinarbeit statt Aufschlaggewalt – und diese Physik wandert direkt in die Quoten. Ein zwei Meter großer Aufschläger, der in Wimbledon durch sein Service trägt, ist in Paris kein Automatismus für einen Satzgewinn. Buchmacher rechnen das ein, deshalb stehen auf sandstarken Spielern regelmäßig niedrigere Quoten als auf demselben Namen auf Rasen.

Die Geschichte des Turniers beginnt 1891 mit dem „Championnat de France international de Tennis“ – damals ein nationales Ereignis, heute eines der vier Grand-Slam-Turniere. Die Bestenliste belegt, wie speziell dieser Belag ist: Rafael Nadal sammelte im Herreneinzel 14 Titel, Chris Evert im Dameneinzel 7. Solche Serien entstehen nicht aus Zufall. Sie entstehen, weil der Sand eine bestimmte Art von Spieler belohnt und die anderen systematisch ausbremst – genau der Effekt, den eine Quote in eine Zahl gießt.
Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7 Punkte, im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Darauf verständigten sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022. Wer Satzwetten spielt, sollte diesen Satz zweimal lesen. Der Match-Tiebreak verändert die Wahrscheinlichkeit eines Satzausgangs am Ende eines Matches erheblich, weil die letzten Punkte weniger vom Spielniveau und mehr vom Service abhängen. Eine Satzquote, die danach nicht anders gerechnet ist als eine Quote auf einen regulären Satz, ist eine Quote, die nicht zu Ende gedacht wurde.
Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 statt. Das Gesamtpreisgeld betrug 61.723.000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr, wobei die Einzelsieger im Profitennis jeweils 2.800.000 € erhielten. Diese Zahl erklärt, warum der Turnierkalender so dicht liegt und warum Spiele in den ersten Runden nachts auf dem Wettschein landen: 9,35 % mehr Preisgeld bedeuten auch 9,35 % mehr Anreiz, jede Runde auszuspielen. Der tatsächliche Termin der Ausgabe 2027 ist an dieser Stelle nicht bekannt – wer darauf wetten will, prüft ihn in der Turniervorschau des Anbieters.
Beim französischen Sandplatz-Turnier entscheidet der Spielplan, wie viele Quoten ein Anbieter überhaupt hinstellen kann. Ausrichtender Verband ist die ITF; das Turnier läuft über drei Wochen vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 am Stück.
Vom Zeitplan zu den Quoten: die drei Wochen des Turniers
Zwischen Qualifikationsfeld, Hauptfeld und Finalwochenende liegen drei völlig verschiedene Wetttypen, und kein Anbieter kann alle gleich gut abdecken. In der ersten Woche kennen viele Buchmacher die Qualifikanten-Auslosung erst am Vorabend, und die Quote auf einen unbekannten Namen ist entsprechend vorsichtig gesetzt. In der zweiten Woche stehen die Achtelfinals fest, die Informationen sind fundiert, und genau dann sind die Quoten am engsten – von Marge zu sprechen wird hier am ehrlichsten, weil die Buchmacher viele Analysen verarbeiten können. Im Finalwochenende gilt das Umgekehrte: nur noch zwei Spieler, ein Markt, den jeder Buchmacher beobachtet, und eine Informationsdichte, die so gering ist, dass Margen wieder ansteigen.

Wer eine Siegwette über die gesamte Turnierwoche plant, wettet eigentlich unter der größten Unsicherheit. Die ersten Runden sind das Zufallsfenster, das Achtel- und Viertelfinale das Fenster mit der engsten Quote. Diese Geometrie erklärt mehr über die Kosten einer Turnierwette als jede Bonusbedingungen – es gibt einfach mehr Spiele, in denen mehr passieren kann.
Das zweite Kostenstück liegt in der Struktur einer Turnierwette selbst: Eine Siegwette auf einen Spieler für ein ganzes Turnier wird in der Regel als Einzelwette mit einem festen Preis angenommen, obwohl sieben Siege nötig sind. Ein Buchmacher rechnet also nicht nur eine Marge ein, sondern auch die Wahrscheinlichkeit eines Kollapses an einem beliebigen Tag – und ein Teil dieser Wahrscheinlichkeit ist nicht Marktwissen, sondern Restunsicherheit. Das ist der Grund, warum Turniersieger-Quoten so oft weiter auseinander liegen als Quoten auf ein einzelnes Match.
Für den Spielenden heißt das: Turniersieger-Wetten sind nicht grundsätzlich teuer, aber sie sind systematisch schlechter bepreist als Matchwetten. Eine Satz- oder Handicap-Wette auf das Match vor der eigenen Nase trägt weniger Restunsicherheit im Preis.
Vergleich: zehn Anbieter, eine Erlaubnis, unterschiedliche Kosten
Der Vergleich unten sortiert nicht nach Vorliebe, sondern nach dem, was ein Spielender selbst nachprüfen kann: der Whitelist-Status, die Halterin der Erlaubnis und das Datum der Erstgenehmigung. Wer auf French-Open-Märkte setzt, sitzt bei allen zehn auf einem rechtlich sauberen Anbieter. Unterschiedlich ist nicht das Ob, sondern das Wann: wie lange eine Erlaubnis schon läuft und was sich an ihr seither verändert hat. Runde Worte für ein Angebot ersetzt diese Tabelle nicht – sie ersetzt nur die Ratlosigkeit beim Prüfen.
| Brand | Sportwetten-Erlaubnis für | Erlaubnis-Halterin | Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| Interwetten | Interwetten.de | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| ODDSET | Oddset.de | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| Sportingbet | Sportingbet.de | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tiptorro | Tiptorro.de | Torro Tec Limited | 30.06.2021 |
| AdmiralBet | Admiralbet.de | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Winamax | Winamax.de | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 |
| bet-at-home | Bet-at-home.de | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| DAZN Bet | DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| 888sport | 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| NEO.bet | NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
Zwei Muster springen heraus, und beide kosten den Spielenden etwas. Erstens liegen sieben der zehn Erstgenehmigungen im Jahr 2020 oder Mitte 2021, also im Umfeld des GlüStV 2021. Wer damals zugelassen wurde, hat den Markt vor der Regulierung betrieben oder sich in ihr neu aufgestellt, und die Folgeerlaubnisse aus den Jahren 2022 bis 2024 zeigen, dass jede dieser Erlaubnisse nachgefasst wurde. Eine Erstgenehmigung ist deshalb kein Qualitätssiegel, sondern ein Startdatum.
Zweitens liegt der Halter der Erlaubnis in der Regel auf Malta, Gibraltar oder in einer anderen Jurisdiktion, während die Domain auf .de endet. Eine .de-Domain allein beweist gar nichts – entscheidend ist, welche Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis steht. Jeder der zehn Brands ist hier genau dann sauber, wenn seine Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist steht, und nicht, wenn sein Casino oder seine Slots dort auftauchen. Ein Halter kann eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele besitzen und dennoch keine für den Sportwettenbereich – das sind zwei verschiedene Papyren.
Die Erstgenehmigung läuft nach § 4c Abs. 1 GlüStV fünf Jahre. Die Whitelist zeigt nur Erteilungsdaten und nie ein Enddatum. Wer heute prüfen will, ob eine Sportwetten-Erlaubnis noch läuft, findet auf der Whitelist daher nur den Beginn, und das ist die einzige Angabe, die eine belastbare Aussage trägt. Alles andere wäre eine Fortschreibung.
Der wichtigste Punkt bleibt für den Spielenden derselbe bei jedem Brand: Der Zugang zum deutschen Markt ist bei allen zehn über die Whitelist geregelt. Was danach kommt – ob 1,90 oder 1,86 für dieselbe Wette –, steht nirgends in dieser Tabelle.
Der Quotenschlüssel: was eine 1,90 wirklich zurückgibt
Die 1,90 ist die Zahl, an der sich die Preisgeschichte entscheidet, und sie lässt sich nachrechnen. Nehmen wir ein illustratives Zwei-Weg-Paket mit Quoten von 1,90 auf beide Ausgänge – ein Beispiel, keine zitierte Quote. Der Quotenschlüssel dieses Marktes ergibt sich aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90). Umgerechnet: 1/1,90 ist 0,5263, die Summe beider Positionen 1,0526, der Kehrwert daraus 0,95. Das ergibt einen Auszahlungsanteil von 95 % und damit eine Marge von rund 5 % auf jeden gesetzten Euro. Nur der Einsatz des Spielenden fließt in diese Rechnung ein; es gibt keinen zweiten Posten.
Interessant wird es beim Blick auf den oberen Rand. Bei Quoten von 2,00 auf beide Seiten wäre der Auszahlungsanteil 100 % und die Marge null. Bei 1,90/1,90 fallen 5 % an. Bei noch engeren Quoten von 1,80/1,80 liegt der Auszahlungsanteil rechnerisch bei 90 % und die Marge bei 10 %. Die Marge liegt also nicht fest, sondern wandert mit jedem Zusatzpunkt, den der Buchmacher von der Quote abzieht. Für den Spielenden heißt das: Ein voller Prozentpunkt Unterschied im Quotenschlüssel eines Marktes ist bei 1.000 € Umsatz etwa 10 € Wert – dauerhaft.
Was in dieser Rechnung ausdrücklich nicht enthalten ist: die Sportwettensteuer. Sie wird auf einer anderen Grundlage erhoben und darf nicht in eine Marge hineingerechnet werden. Wer beide addiert, doppelt zählt.
Der Quotenschlüssel einer Kategorie und die Auszahlung eines Wettscheins sind zudem nicht dasselbe. Eine konkrete Wette zahlt Einsatz mal Quote aus. Bei 50 € Einsatz auf eine Quote von 2,10 wären das 105 € zurück, also 55 € Nettogewinn – unter der Annahme, dass der Tipp aufgeht. Der Quotenschlüssel sagt dagegen, wie viel eine ganze Kategorie insgesamt zurückzahlt, gemittelt über alle Wetten, die je auf sie gestellt werden. Aus einer Auszahlung folgt also nie, wie gut ein Tipp war, und aus dem Quotenschlüssel nie, wie ein einzelner Wettschein ausgeht.
Wer die Preisqualität eines Anbieters testen will, ohne eine Statistik zu führen, braucht einen Vergleichspunkt, keinen Durchschnitt. Zwei Buchmacher auf dieselbe Satz- oder Handicap-Wette nebeneinander, und die Differenz zeigt sich sofort. Die Marge ist die Sau, die im Stall bleibt – nur sieht sie niemand, der nicht zwei Wettscheine nebeneinander legt.
Bei Siegwetten und Kombiwetten verdoppelt sich das Problem: Bei einer Kombination werden die Quoten der einzelnen Beine zu einem Preis multipliziert. Multiplizieren sich die Quoten, multiplizieren sich auch ihre Margen. Eine Dreifach-Kombination aus drei Märkten mit je 5 % Marge trägt nicht 5 %, sondern den aus allen drei Märkten zusammengerechneten Schlüssel – und das ist der Grund, warum Kombiwetten auf dem Wettschein so viel besser aussehen als die Auszahlungswahrscheinlichkeit, die sie tatsächlich tragen.
Was auf der Whitelist steht – und was daneben liegt
Die GGL ist die Aufsichtsbehörde mit Sitz in Halle (Saale). Sie erteilt unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021, die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet, und sie beaufsichtigt und sanktioniert. Der einzig belastbare Test für eine Erlaubnis ist die offizielle Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Nur die dort unter der Sportwetten-Erlaubnis geführte Domain darf Sportwetten annehmen. Slots, Poker oder Casino eines Halters sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln; sie sagen nichts über den Sportwettenbereich.
Der Snapshot der Liste vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Halter mit Sportwetten-Erlaubnis, davon 2 zusätzlich mit Pferdewetten, und 3 reine Pferdewetten-Halter. Für bet365.de führt die Liste die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Für Interwetten.de steht dort die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta, für Bet-at-home.de die Bet-at-home.com Internet Limited, für NEO.bet die Greenvest Betting Limited. Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt ihre Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb durch Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt vom 15.12.2022. Alle genannten Domains enden auf .de, und trotzdem beweist eine .de-Domain allein nichts, wie die vorige Betrachtung zeigt.
Die Finanzaufsicht über die Steuer liegt nicht bei der GGL, sondern beim Finanzamt. Das ist keine Randnotiz, sondern der Grund, warum die GGL als Ansprechpartner für Steuerfragen ausfällt – wer eine Auskunft zur Behandlung seiner Gewinne braucht, wendet sich an einen Steuerberater, nicht an die Behörde.
Was in Deutschland überhaupt gesetzt werden darf, regelt das Gesetz enger, als der Wettschein vermuten lässt: feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Teils davon sowie auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwette, und nur Wetten, die die GGL in ihrem Sportwettprogramm zugelassen hat. Verboten sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren – in der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich -, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist – ein lizenziertes E-Sport-Wettangebot existiert in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Einsatzobergrenze pro Wette für Sportwetten gibt es nicht.
Für Tennis ist die Rechtslage damit unkompliziert, aber nicht beliebig. Der Fall, der deutsche Gerichte seit Jahren beschäftigt, ist der des BGH: Am 25. Juli 2024 legte der Bundesgerichtshof dem EuGH die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23). Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit einer Ausnahme: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer daraus eine Rückzahlungszusage liest, liest zu viel. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt inzwischen beim EuGH. Niemandem wird eine Erstattung versprochen.
Die GGL warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“. Für French-Open-Wetten ist das die praktische Konsequenz der ganzen Erlaubnisfrage: Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, begeht unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Relevanz. Das Strafrecht kennt das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, die Werbung mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spielender sind nicht belegt – das ist weder ein Freibrief noch ein Anlass, hier ein Drohszenario aufzuziehen. Die Durchsetzung läuft über Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzsperren.
Fair zusammengefasst: Offshore bedeutet keine Erlaubnis, keinen Anschluss an OASIS oder LUGAS, keinen deutschen Rechtsschutz und unter Umständen höhere Limits. Die Whitelist bedeutet Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür den Standarddeckel von 1.000 € monatlich, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Diese zweite Hälfte der Bilanz steht auf jedem Anbieter dieser Seite.
Die Werberegeln sind der Punkt, an dem die Erlaubnis den Anbieter tatsächlich bindet: Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben. Das Verbot zwischen 06:00 und 21:00 Uhr gilt für virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele und nicht für Sportwetten; für Sportwetten gilt stattdessen, dass nicht unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung des Ereignisses im selben Sender für Wetten darauf geworben werden darf, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären zulässig ist und die Affiliate-Vergütung nicht nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz erfolgen darf. Für Wetten auf das französische Sandplatzturnier heißt das konkret: Ein Werbespot für eine French-Open-Wette, der unmittelbar vor der Übertragung desselben Matches läuft, ist unzulässig. Der Anbieter darf also mit dem Turnier werben, aber nicht mit der Wette auf das, was gleich passiert. Das GlüStV kennt keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt – Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Konto, Limit und Auszahlung: der Preis der Regulierung
Die Kehrseite der Erlaubnis ist ein Rahmen, den der Spielende nicht verhandelt: Teilnahme ab 18 Jahren, ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung, und vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer am Finalwochenende spontan einzahlen will, merkt diesen Ablauf zuerst. Verifizierung dauert; sie ist keine Formalie, sondern die Bedingung dafür, dass überhaupt eine Auszahlung möglich wird.
Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt – anbieterübergreifend, nicht pro Konto. Wer bei zwei Buchmachern je 1.000 € einzahlt, hat nicht 2.000 € zur Verfügung, sondern den Deckel einmal verbraucht. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, bis 10.000 € und in einem engen Ausnahmefeld bis 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spielenden – aber nur über einen nachweisbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit; eine Selbstauskunft genügt nicht. Ein Limit senken wirkt sofort, anheben erst nach 7 Tagen. Die Absenkung ist damit das wirksamere Werkzeug.
Parallelspiel ist verboten, und die Aktivitätsdatei setzt das durch. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens 3 Monate, wenn die Person einen Zeitraum nennt, sonst mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Offshore-Angebote sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Das ist der teuerste Posten in dieser ganzen Rechnung, und er fällt nicht in Euro an, sondern in dem, was fehlt: Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, spielt ohne diese Netze.
Bei den Zahlungen ist der Rahmen ebenfalls eng gesetzt. Erlaubt sind nur Zahlungen von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Er schließt nicht nur eine Bezahlart aus, sondern auch einen Teil der Spielweise: Wer nicht über ein Konto im eigenen Namen einzahlen will, sucht diesen Markt vergebens.
Die Gelder der Spielenden liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Diese Regeln gelten für Anbieter unter deutscher Erlaubnis; ein Anbieter ohne Erlaubnis hat sie nicht – und ein Halter mit Slots-Erlaubnis hat sie auch nicht für den Sportwettenbereich.
Zur Steuer: Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der gezahlte Einsatz minus die Steuer selbst ist (§§ 17, 18). Auf den eingezahlten Betrag gerechnet entspricht das rund 5,03 % (5,3 ÷ 105,3). Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spielende (§ 19). Ob und wie er die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung – eine Quote sagt nichts darüber aus, und nur aus den Bedingungen eines namentlich genannten Anbieters lässt sich dazu etwas sagen. Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter: Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Wie Gewinne privater Spielender steuerlich behandelt werden, lässt sich ohne Fachberatung nicht klären; dazu gehört ein Steuerberater.
Eine Auszahlung nachrechnen, Zelle für Zelle
Nichts an der Sportwettensteuer verändert die Auszahlung auf dem Wettschein, und beides zusammen lässt sich in einem Durchgang nachrechnen. Angenommen, ein Spielender setzt 100 € auf die Siegwette mit Quote 2,50. Der Bruttorückfluss auf dem Wettschein beträgt 250 €, der Nettogewinn 150 € – unter der Annahme, dass der Tipp aufgeht. Dieselben 100 €, diesmal auf eine Quote von 1,90: 190 € zurück, 90 € netto. Die Steuer taucht in keiner der beiden Zeilen auf, weil sie der Veranstalter abführt und der Spielende sie nicht gesondert zählt.
Vergleichen lässt sich auf derselben Grundlage: 100 € auf 1,90 bringen 190 € zurück, 100 € auf 2,10 bringen 210 € zurück. Der Unterschied von 20 € liegt nicht in einem Bonus, sondern allein in der Quote. Genau deshalb ist ein Wettanbietervergleich auf dem französischen Sandplatz zuerst ein Quotenvergleich und erst danach ein Bonusvergleich.
Live-Wetten: Was während des Matches erlaubt ist
Live-Wetten sind bei den French Open der emotionale Teil des Angebots und der gesetzlich am engsten gezäumte. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist während eines laufenden Ereignisses nur auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Für Tennis heißt das konkret: Der Gewinn des nächsten Satzes ist ein zulässiges Live-Objekt, der nächste Punkt nicht. Beim Fußball ist das nächste Tor zulässig, der nächste Korb beim Basketball nicht.
Wer jemals einen Tiebreak im Entscheidungssatz gesehen hat, ahnt, warum der Gesetzgeber beim Punkt gezogen hat und beim Satz nicht. Der nächste Satz ist ein Ereignis, das alle paar Minuten eintritt und statistisch einigermaßen greifbar bleibt. Der nächste Punkt tritt alle 20 Sekunden ein, hängt vom Service ab und bietet genau das, was manipulierte Live-Wetten brauchen – eine enge, schnelle, kaum beobachtbare Wette. Die Beschränkung ist kein Misstrauen gegen Tennisfans. Sie ist eine Kostenentscheidung, die der Markt nicht selbst getroffen hat.
Für den Spielenden reduziert sich das Live-Angebot damit auf die Satzstruktur. Und weil nur der Satz bleibt, spitzt sich der Blick auf genau die Regel zu, die ihn entscheidet: der Satzgewinn ist über einen Tiebreak bis 7 Punkte und im Entscheidungssatz über einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung erreicht. Zwei Punkte Vorsprung sind kein Detail; sie sind der Grund, warum Satzwetten im letzten Satz eine andere Rechnung tragen als in den Sätzen davor.
Wer verstehen will, wie stark sich der Markt innerhalb eines Matches bewegt, braucht nur einen Punkt: Der Quotenschlüssel, den derselbe Buchmacher in einem Zwei-Weg-Markt bei 1,90/1,90 hält, ergibt eine Marge von rund 5 %. Steigt die Quote auf einen Ausgang während des Satzes, sinkt sie auf den anderen. Ob die Summe ihres Schlüssels dabei kleiner oder größer wird, entscheidet darüber, ob der Anbieter dem Spielenden im Verlauf entgegenkommt oder nicht.
Der Umgang mit Cash Out ist im deutschen Recht nicht ausdrücklich geregelt – es gibt keine gesetzliche Vorschrift und keine GGL-Regel, die gefunden wurde. Cash Out bleibt damit eine Funktion des jeweiligen Anbieters, keine gesetzlich verbürgte Option. Wer glaubt, mit Cash Out immer noch etwas retten zu können, sollte dessen Konditionen in den Bedingungen des Anbieters prüfen, nicht in der Erlaubnis.
Klar ist nur eines: Ist ein Ereignis im Sinne der Live-Regel vorbei – der Satz entschieden, das Match gelaufen –, endet auch das Live-Wetten auf dieses Ereignis. Gewinne werden ohnehin erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Wer während des Matches gewettet hat, wartet also auch dann, wenn alles klar aussieht.
Turnier-, Satz- und Handicapwetten: was jede Variante kostet
Quoten auf den Turniersieger, auf das Satzergebnis und auf Handicaps zeigen, wen der Buchmacher vorn sieht – und alle drei tragen eine eingerechnete Marge. Die drei unterscheiden sich nicht in der Chance, sondern in der Kostenstruktur.
Siegwetten auf den Turniersieg bilden die Erwartung über ein ganzes Turnier ab. Bei den French Open 2026 hat sich gezeigt, wie viele Wege in so einer Erwartung stecken: Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev im Finale gegen Flavio Cobolli, das Dameneinzel Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Eine Siegwette auf Zverev war vor Turnierbeginn eine Wette auf sieben Siege, eine auf Chwalińska eine auf einen Namen, den kaum jemand auf dem Zettel hatte. Der Konkurrenzkampf der Buchmacher an dieser Stelle ist real: Winamax bewirbt sich im Footer seiner Website mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist dabei auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Das ist eine werbliche Aussage über 45 % der Quoten – und 55 % der Quoten sind explizit nicht Teil dieser Aussage. Wer die Werbung als Urteil liest, liest über die Hälfte hinweg.
Satzwetten auf den Gewinn eines bestimmten Satzes sind granularer und werden anders bepreist. Sie hängen an der Struktur aus Gewinnsätzen, Tiebreak und Match-Tiebreak. Da die Herren auf drei Gewinnsätze spielen und die Damen auf zwei, gibt es bei den Damen weniger Sätze zu bepreisen – aber auch weniger Strecke, auf der sich ein Rückstand ausgleichen lässt. Eine Zwei-Satz-Niederlage und ein Ruin einer Satzwette können bei den Damen näher beieinander liegen als bei den Herren.
Handicapwetten sind der eigentliche Fairness-Motor für Partien, in denen ein Favorit gegen einen Außenseiter steht. Statt auf einen klaren Sieg zu setzen, verschiebt das Handicap die Ausgangslage um ein rechnerisches Fenster, und beide Ausgänge werden dadurch ähnlich wahrscheinlich. Das ist die sauberste Methode, aus einem langweiligen Match eine Wette mit zwei tragfähigen Seiten zu machen – und der einzige Markt, in dem sich eine Marge ehrlich vergleichen lässt, weil sie über beide Seiten symmetrisch gebildet wird.
Kombiwetten multiplizieren die Quoten der einzelnen Beine zu einem Preis. Die Multiplikation vervielfacht auch den Quotenschlüssel-Anteil, der auf jedem Bein liegt – deshalb ist eine Kombi aus drei durchschnittlich bepreisten Märkten nicht dreimal so teuer, sondern eine andere Rechnung. Systemwetten schließlich kombinieren mehrere Einzel- und Kombinationswetten auf einem Wettschein. Sie erhöhen die Fehlertoleranz, verteilen aber denselben Umsatz über mehrere Wettscheine und bündeln deren Kosten.
Was den Preis am Ende wirklich bestimmt, ist bei allen Varianten das gleiche: die Marge im Markt und die Zahl der Beine auf dem Wettschein. Die Wette auf einen Turniersieg trägt die längste Restwegstrecke, eine Handicapwette auf ein einzelnes Match die kürzeste.
Die zehn Buchmacher im Einzelnen: Wo die Kosten sitzen
Alle zehn Brands dieses Vergleichs stehen mit ihrer Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist, und alle zehn sind deshalb auf French-Open-Märkte grundsätzlich zugelassen. Was sie voneinander trennt, sind ihre Angebote, ihre Partner und die Art, wie sie Preise sichtbar machen.
Interwetten: die mit der eigenen Zulassungshistorie auf Malta
Bei Interwetten steht die Interwetten Gaming Limited als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten.de auf der Whitelist, erstmals seit dem 02.11.2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Wer Erlaubnisdaten als Vertrauensmaßstab liest, bekommt hier eine saubere Kette. Eine Erlaubnis sagt allerdings nichts über die Quote: Ob Interwetten auf den Turniersieger 2027 enger oder weiter ansetzt als der Nachbar, steht nicht im Register, sondern lässt sich nur auf dem Wettschein sehen. Wer den Vergleich auf zwei Wettscheine legt, sieht es in zehn Sekunden. Und weil bei einer Zulassung aus den ersten Monaten des regulierten Marktes kein Folgerabatt auf die Marge eingebaut ist, hilft nur eines: beide Quoten nebeneinander legen.
ODDSET: der staatlich geprägte Anbieter mit Darmstädter Bescheid
ODDSET ist der Sonderfall im Feld, und das liegt weniger an der Quote als an der Geschichte der Erlaubnis. Die ODDSET Sportwetten GmbH erhielt am 15.12.2022 den Bescheid des Regierungspräsidiums Darmstadt für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale). Damit unterscheidet sich die Herkunft der Erlaubnis von der eines privaten Anbieters – wer das staatlich geprägte Profil sucht, findet es hier. Für French-Open-Märkte gilt trotzdem derselbe Maßstab: Der Preis steht auf dem Wettschein und in keinem Bescheid.
Sportingbet: das breite Sportartenbrett
Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Erlaubnis liegt bei der Sportingbet (Deutschland) Limited, erstmals seit dem 09.10.2020, Folgeerlaubnis vom 21.12.2022. In einem Feld, in dem sich die Quotenschlüssel kaum unterscheiden, wird die Breite des Angebots zur eigentlichen Dienstleistung – wer zwischen zwei Turniermatches Nebenmärkte sucht, findet bei einem breiten Sportartenbrett mehr Auswahl. Der Preis dafür ist eine längere Entscheidung, weil mehr Angebot auch mehr Gelegenheit zum Kombinieren bedeutet.
Tiptorro: der Platz für französische Sportarten
Tiptorro ist im französischen Sportumfeld verwurzelt und pflegt diesen Schwerpunkt sichtbar; die App wird im App Store von der Torro Tec Limited (Malta) angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt. Die Erlaubnis ist seit dem 30.06.2021 verzeichnet, mit Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Diese Zuspitzung ist ein Argument, wenn die eigenen Wetten ohnehin über französische Ligen und Sportarten laufen. Ein Turnier wie die French Open 2026 gewann im Dameneinzel mit Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska eine Spielerin, die vor dem Turnier kaum Quote bekam – wer solche Außenseiterinnen regelmäßig auf dem Zettel hat, braucht einen Anbieter, dessen Sportartenzuschnitt dazu passt.
AdmiralBet: die Erlaubnis, die mehrfach nachgefasst wurde
Für Admiralbet.de führt die Whitelist die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024; für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022. Die Serie von drei Erlaubnisdaten zeigt einen Anbieter, dessen Papierlage über Jahre nachgeführt wurde. Der nützliche Teil dieser Information liegt in der Trennung: Die Slots-Erlaubnis vom 28.09.2022 gilt für das Automatenspiel und nicht für den Sportwettenbereich – wer aus der Casino-Erlaubnis auf ein Sportwettenangebot schließt, verwechselt zwei Vorgänge.
Winamax: der Anbieter, der die eigene Quote zur Werbung macht
Die Whitelist führt für Winamax.de die WINAMAX (Société anonyme) als Halterin, mit einer ersten Erlaubnis seit dem 29.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 08.12.2022. Interessanter für den Preisvergleich ist, was Winamax über sich selbst behauptet: „0% Wettsteuer und die besten Quoten“, untermauert durch eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball zwischen dem 01.04.2025 und dem 30.08.2025, nach der der Anbieter bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Jeweils mehrere Matches mit Grand-Slam-Charakter sind außerdem über Winamax TV im Kundenkonto zu sehen – Live-Streams von den vier Grand-Slam-Turnieren, allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von La Liga, Serie A, Ligue 1, Prime-Liga, Eredivisie, MLS, NBA und NFL. Der Stream ersetzt keinen Quotenschlüssel. Er verlagert das französische Sandplatz-Turnier nur auf den eigenen Bildschirm, und die Marge bleibt dieselbe.
bet-at-home: die lange Erlaubnishistorie und zwei getrennte Papyren
Für Bet-at-home.de steht die Bet-at-home.com Internet Limited auf der Whitelist, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Das ist der Musterfall der Trennung, um die es hier immer wieder geht: Ein Halter kann beide Erlaubnisse besitzen, und trotzdem regelt die eine nur den Sportwettenbereich. Wer bei einem Anbieter mit langer Historie ein besonders eingespieltes Quotenmodell erwartet, sollte die Erwartung an der einzigen Stelle prüfen, die zählt – am Preis für die konkrete Wette.
DAZN Bet: der jüngste Eintrag im Feld
Die DZBT Operations Limited, Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet, sitzt in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Das ist das jüngste Erstgenehmigungsdatum der zehn hier betrachteten Marken. Eine kurze Historie bedeutet weniger eingespielte Marktdaten – bei einem Anbieter, der sein Angebot gerade erst aufbaut, darf man davon ausgehen, dass die Preisgestaltung weniger Routine hat als bei einem Haus mit einer Zulassung aus dem Jahr 2020. Ob das die Quote enger oder weiter macht, verrät die Zahl auf dem Wettschein.
888sport: die Konzernstruktur hinter der Marke
Hinter 888sport steht die 888 Germany Limited als Halterin der Sportwetten-Erlaubnis für 888sport, erstmals seit dem 30.06.2021, Folgeerlaubnis vom 15.12.2022. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Eine börsennotierte Holding ist kein Qualitätsmerkmal für eine Quote – sie ist ein Hinweis darauf, dass die Marke in ein größeres Konstrukt eingebettet ist und nicht als eigenständiges Haus dasteht. Für den Preisvergleich folgt daraus nichts Unmittelbares, für die Erwartung an die Marktpflege schon.
NEO.bet: die Erlaubnis aus der ersten Regulierungswelle
Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Damit gehört NEO.bet zu der Gruppe von Marken, die ihre Erstgenehmigung in den ersten Tagen des regulierten deutschen Marktes erhielten. Das ist weder Vorteil noch Nachteil für eine French-Open-Wette. Es ist der Grund, warum die Erstgenehmigungsdaten der zehn Anbieter so dicht beieinanderliegen – und warum ein Vergleich über diese Tabelle kaum eine Rangfolge hergibt.
Was die zehn Anbieter nicht verraten
Keiner der zehn Brands veröffentlicht die Marge seiner French-Open-Märkte, und keiner nennt in seinen Bedingungen eine Zahl, die sich direkt damit vergleichen ließe. Wer den Preisunterschied sehen will, muss zwei Quoten für dieselbe Wette nebeneinanderlegen. Das ist der einzige Test, der hier funktioniert. Und er ist bei jedem Anbieter kostenlos.
Der zweite blinde Fleck sind die Turnierdaten 2027. Der nächste Anlauf folgt im Jahr 2027, die genauen Daten stehen hier nicht. Wer auf das nächste Turnier setzen will, prüft den Kalender in der Turniervorschau des Anbieters und nicht in einem Vergleichsartikel.
Was ein Bonus wert ist, wenn man ihn durchrechnet
Der Willkommensbonus ist der Ort, an dem sich die Kosten einer French-Open-Wette am wenigsten verstecken lassen. Nehmen wir eine illustrative Gratiswette, deren Einsatz nicht ausgezahlt wird, auf einen Zweitweg-Markt mit Quoten von 1,90 auf beiden Seiten – also einem Quotenschlüssel von 95 %. Der Wert dieser Gratiswette ergibt sich aus der Höhe der Gratiswette, multipliziert mit (Quote − 1) geteilt durch die Quote und dann mit dem Quotenschlüssel des Marktes. Bei einer Gratiswette über 10 € auf eine Quote von 2,00 in einem Markt mit 95 % Auszahlungsanteil sind das 10 × (2,00 − 1) ÷ 2,00 × 0,95, also 4,75 €. Die Zahl ist der durchschnittliche Wert über viele Wetten unter diesen Annahmen. Sie ist kein Gewinnversprechen für die eine Wette, die man gerade vorhat.
Der Vergleich mit dem Bonus in Geldform zeigt die zweite Kostenschicht. Ein Bonus in Geldform ist meist an eine Umsatzbedingung gebunden, und die verlangt Wetten in einer bestimmten Mindesthöhe zu einer Mindestquote. Wer 20 € Bonus mit einem Umsatzfaktor von 5 freispielen muss, hat 100 € Umsatz vor sich. Bei einer Marge von 5 % kostet dieser Umsatz rechnerisch 5 €. Wer die Bedingungen nicht erfüllt, hat den Bonus nicht verloren, sondern nur seinen Einsatz verbraucht.
Und weil Research hier keine konkreten Umsatzbedingungen oder Mindestquoten für einzelne Marken trägt, bleibt die belastbare Regel allgemein: Der Wert eines Bonus ist umso kleiner, je höher der Faktor und je niedriger die zugelassene Mindestquote ist. Ein Bonus mit hohem Faktor und niedriger Mindestquote ist im Effekt kein Geschenk, sondern eine Verpflichtung zu einer bestimmten Zahl von Wetten – und jede dieser Wetten trägt dieselbe Marge wie eine Wette ohne Bonus.
Kein Anbieter dieses Vergleichs bekommt auf dieser Seite einen Bonuscode hingeschrieben. Was zählt, ist ohnehin nicht der Code, sondern der Faktor, die Mindestquote und die Frist, in der der Umsatz zu erfüllen ist. Diese drei Angaben stehen in den Bedingungen, und sie sind die einzigen Zahlen, mit denen sich ein Angebot ehrlich bewerten lässt.
Wo die Daten enden und was der Spielende selbst prüfen muss
Kein Vergleich dieser Art kann jede Zahl tragen, und die wichtigste fehlt ohnehin. Welche Quoten ein Anbieter auf ein French-Open-Match stellt, ist keine Eigenschaft, die an einer Marke klebt – sie ändert sich mit der Auslosung, mit der Tagesform, mit dem Wetter in Paris und mit jedem gefallenen Punkt. Wer den Anbieter mit dem besten Preis sucht, muss ihn am Tag der Wette suchen, nicht in einem Artikel.
Was sich prüfen lässt, ist die Papierlage, und die ist bei allen zehn Anbietern dieselbe: Sportwetten-Erlaubnis, Whitelist, eine Domain unter dieser Erlaubnis. Wer die Domain eines anderen Anbieters prüft, sollte zwei Dinge in dieser Reihenfolge tun. Erstens die Domain in der Whitelist suchen und nicht den Markennamen, denn die Erlaubnis hängt an der Domain. Zweitens auf der Whitelist nur die Sportwetten-Zeile lesen und nicht die Zeile für virtuelle Automatenspiele, denn das sind getrennte Erlaubnisse.
Dieser zweite Test wird unterschätzt, weil er unspektakulär ist. Ein Anbieter, der auf der Whitelist unter seiner Sportwetten-Erlaubnis steht, hat Anschluss an OASIS und LUGAS, vollständige Verifizierung, Zahlungen über das eigene Konto und eine Auszahlung innerhalb von fünf Werktagen nach Kontoschließung ohne Gebühren. Ein Anbieter, der dort nicht steht, hat nichts davon – unabhängig davon, welche Lizenz er sonst vorzeigt. Und eine gezahlte Sportwettensteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis, so wenig wie ein großzügiges Limit.
Wer diese Seite verlässt, soll zwei Sätze mitnehmen. Der erste: Bei Sportwetten auf Profitennis entscheidet die Erlaubnis, ob man im deutschen Spielerschutzsystem sitzt, und sie entscheidet es nicht ein bisschen, sondern ganz. Der zweite: Der Preisunterschied zwischen zwei Anbietern steckt in der Marge, und die Marge steht auf keinem Werbeplakat.
Häufige Fragen zu French-Open-Wetten
Wer gewann die French Open 2026 im Herren- und im Dameneinzel?
Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev aus Deutschland im Finale gegen den Italiener Flavio Cobolli. Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa, die sich im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska durchsetzte. Gespielt wurde vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris auf Sand.
Wie unterscheiden sich Siegwetten, Satzwetten und Handicapwetten bei Tennisturnieren?
Eine Siegwette auf den Turniersieg gilt über mehrere Runden und trägt die längste Restwegstrecke. Eine Satzwette bezieht sich auf den Gewinn eines einzelnen Satzes und hängt an Tiebreak und Match-Tiebreak. Eine Handicapwette verschiebt die Ausgangslage um ein Fenster und macht dadurch beide Seiten ähnlich wahrscheinlich.
Welche Live-Wetten sind während eines Tennismatches in Deutschland erlaubt?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist während eines laufenden Ereignisses nur der Endausgang oder eine seltene Komponente erlaubt. Im Tennis ist der Gewinn des nächsten Satzes zulässig, der nächste Punkt nicht. Satz-Ergebnis-Wetten auf einen bereits beendeten Satz sind keine Live-Wetten mehr, sondern Wetten auf einen abgeschlossenen Teil des Ereignisses.
Wie berechnet sich die Auszahlung einer Siegwette, und wie wirkt die Sportwettensteuer?
Eine Siegwette zahlt Einsatz mal Quote zurück. Bei 50 € Einsatz und Quote 2,10 wären das 105 €, also 55 € Nettogewinn, sofern der Tipp aufgeht. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage aus Einsatz minus Steuer selbst, wird vom Veranstalter gezahlt und erscheint nicht als Posten auf dem Wettschein.
Woran erkennt man auf der Whitelist, ob ein Anbieter Tennis-Wetten anbieten darf?
Die Whitelist führt je Anbieter die Domain, den Halter der Erlaubnis und das Erteilungsdatum. Maßgeblich ist ausschließlich die Zeile der Sportwetten-Erlaubnis: Nur die dort eingetragene Domain darf Sportwetten annehmen. Eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele ist eine andere Erlaubnis und begründet kein Sportwettenangebot.
Tennis – 1X2 wetten
Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»
