Wimbledon-Wetten aus Deutschland: Wer darf, was kostet, was bleibt übrig

Updated Oktober 2026
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Spielerschutz zuerst: Was das Einzahlungslimit von 1.000 € beim Wetten bedeutet

Wer in Deutschland auf Wimbledon setzen will, stößt vor der ersten Quote auf eine Zahl, die nichts mit Tennis zu tun hat: 1.000 €. So hoch ist das monatliche Einzahlungslimit über alle erlaubten Anbieter hinweg. Es gilt per Voreinstellung, summiert über sämtliche Anbieter, und wird über die Limitdatei LUGAS abgeglichen. Ein Spieler kann sein Limit jederzeit senken; eine Erhöhung wirkt erst nach sieben Tagen. Für ein Zwei-Wochen-Turnier heißt das schlicht: Wer während der Wimbledon-Wochen mehr einzahlen möchte als tausend Euro, wird von der Technik gebremst, nicht von seiner Bank.

30. Oktober 2026 (Stand der Whitelist-Prüfung: 02.10.2026)

Ein Tennisplatz mit Rasenbelag im Morgenlicht, Netz und weiße Linien, im Hintergrund eine ruhige Tribüne.
Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Ein höheres Limit ist möglich, aber nicht bequem. Ein Anbieter kann es einem einzelnen Spieler auf bis zu 10.000 € anheben, wenn die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisbar ist. Bei höchstens einem Prozent seiner aktiven Spieler darf er sogar bis 30.000 € gehen. Eine reine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Wer also im Juli 2026 mit einem deutlich höheren Budget spielen wollte, brauchte Unterlagen, nicht gute Vorsätze.

Bemerkenswert bleibt, was es nicht gibt: eine gesetzliche Obergrenze für den einzelnen Wetteinsatz. Die Sportwettensteuer ist keine und der Veranstalter darf sie nicht als solche ausgeben. Ein Spieler, der nicht aufpasst, kann sehr wohl einen vierstelligen Betrag auf einen einzigen Wettschein schreiben — nur eben nicht mit Geld, das er im selben Monat noch eingezahlt hat.

Sperrsysteme und Pausen: Werkzeuge, die man vor dem ersten Einsatz einrichtet

Die Sperrung läuft über OASIS, das bundesweite Sperrsystem. Ein jeder Anbieter prüft es bei der Registrierung und bei jedem Login. Wer sich dort mit benannter Dauer einträgt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne benannte Dauer mindestens ein Jahr. Die Sperre gilt damit bei allen erlaubten Anbietern gleichzeitig, nicht nur dort, wo sie eingerichtet wurde.

Ein Tennisball liegt auf frisch gemähtem Gras neben einer weißen Linie, Tautropfen glänzen im Gegenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Der Panikbutton ist das kurzfristige Gegenstück. Er löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Für jemanden, der im Halbfinale die Kontrolle über die eigenen Setzwetten verliert, ist das die wirksamste Bremse des Abends: keine Kündigung, kein Anruf, ein Klick.

Wichtiger noch als beide Systeme ist ein Satz, den die meisten erst verstehen, wenn das Turnier läuft: Die meisten Aufschläge und die meisten Dinge, die einen Wettschein kippen, passieren in Sekunden, während das Konto längst gesperrt sein könnte, wenn man es eingerichtet hätte. Ein Limit vor dem ersten Satz einzutragen kostet zwei Minuten. Es während des Match-Tiebreaks einzutragen kostet nichts als Ärger.

Der Blick auf das Budget in den zwei Turnierwochen

Wimbledon hat ein Format, das einen bestimmten Fehler begünstigt. Es dauert zwei Wochen, es laufen viele Partien parallel, und es fällt einem nichts dabei auf, dass man an fünf von vierzehn Tagen Geld einzieht, wenn in jeder Runde vier Wettscheine offen sind. Das monatliche Limit setzt hier eine natürliche Decke: 1.000 € im Juli. Ob man diese Decke schnell erreicht, hängt nicht an der Zahl der Einzahlungen, sondern an deren Höhe.

Neben diesen harten Grenzen stehen drei weiche: eine genannte Spieldauer, ein festes Wochenbudget und ein Wettschein-Limit pro Tag. Welche Größen eine Woche Wimbledon verträgt, muss jeder für sich beantworten. Die ehrliche Antwort beginnt mit dem Betrag, den man bereit wäre zu verlieren.

Wo das Limit nicht greift — und was das über einen Anbieter sagt

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an LUGAS und OASIS nicht angeschlossen. Über sie gibt es keine Grenze von 1.000 €, kein Bemühen um Selbstsperre, keinen Datensatz, der den nächsten Anbieter warnt. Das ist keine Freiheit, sondern der Wegfall jeder Bremse, die in Deutschland vorgeschrieben ist.

Die Behörde ist hier deutlich geworden. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei auch nachgereicht, dass Ermittlungen gegen solche Angebote erfolgreich sind. Wer dort spielt, hat keinen Ansprechpartner, wenn eine Auszahlung ausbleibt.

Das ist der Preis der Freiheit. Er ist nicht abstrakt, und er steht keinem Spieler ins Gesicht geschrieben

Prognosen und Strategien bei Wimbledon: Was Statistiken können und was nicht

Jede Wimbledon-Tipps-Seite, die diese Woche erscheint, verkauft dasselbe Produkt: eine Einschätzung. Ob die Zahl dahinter die schlichte Umrechnung einer Quote ist oder ein eigener Rechenlauf, ändert nichts daran, dass Tennis ein Sport mit vielen Überraschungen bleibt. Ein fünfsätziger Rasenbelag zehrt an Aufschlägen, ein Regenunterbruch verändert den Rhythmus, ein Spieler kommt aus einem Marathonmatch. Kein Modell weiß das vorher.

Was gute Vorarbeit wirklich umfasst, sind drei Dinge: Belag, Aufschlag und Form. Rasen ist die Oberfläche mit dem kleinsten Fehlerfenster — wer nicht gut aufschlägt, verliert Sätze in zwölf Minuten. Die Aufschlagquote ist auf Rasen aussagekräftiger als auf Sand, weil der einzelne Punkt häufiger zugunsten des Aufschlägers kippt. Die Form dagegen lügt oft: Wer zwei Wochen vor Wimbledon in einem Vorbereitungsturnier ausscheidet, kann in London trotzdem eine zweite Woche spielen — manche Spieler planen genau so.

Die Merkwürdigkeit des Marktes liegt in der Rangfolge der Quoten. Turnierfavoriten stehen extrem kurz, weil das Feld nominal weit auseinanderliegt. Wer auf eine dieser kurzen Quoten setzt, hat eine Einschätzung, kein Urteil — und zahlt dafür eine Marge, die von der Höhe der Quote praktisch unabhängig ist.

Der zweite Fehler nach der selbstsicheren Prognose ist die selbstsichere Prognose über die Prognose. Wer auf der Grundlage eines Artikels setzt, entscheidet sich nicht anders als die Leser, die denselben Artikel gelesen haben. Warum das den Tippgeber nicht rettet: Die Quote verschiebt sich, und der Grund für den Tipp ist damit weg.

Belag, Aufschlag und Form: Die drei Größen, die tatsächlich zählen

Die Daten im Tennis lassen sich präzise messen. Auf Rasen verkleinert sich das Fenster: Ein Aufschlagverlust kann einen Satz kosten, und ein Satz kostet in Wimbledon am Ende die Partie.

Wer sich auf drei Zahlen wirklich stützt, hat genug. Die erste ist die Aufschlagquote über die letzten fünf Rasenmatches — nicht über die Saison. Die zweite ist die Breakpunkte-Konversion des Gegners gegen Aufschläge dieser Qualität. Die dritte ist die Satzdauer, ausgedrückt in zurückgelegten Minuten pro Satz. Auf Rasen ist eine Mannschaft, die mehr als 45 Minuten pro Satz benötigt, in der zweiten Turnierwoche statistisch im Rückstand. Für eine Detailanalyse auf Rasen schau man auf die letzten fünf Rasenspiele, nicht auf die Karriere. Die Bodenbelagsanalyse unterscheidet Rasen, Sand und Halle. Ein Spieler, der auf Sand aufschlägt, spielt keine Rasenaufschläge. Wer ein Vorbereitungsturnier auf Rasen in Halle oder Eastbourne absolviert hat, bringt andere Aufschlagwerte mit als jemand, der direkt aus Paris kommt.

Wer diese drei Größen zusammenbringt, hat keinen Sieger. Er hat eine Meinung mit einer genannten Grundlage, und das ist mehr als ein Gefühl.

Was die Quoten wirklich über die Prognose sagen

Eine Quote ist kein Tipp, sie ist der Preis einer Wette. Steht ein Spieler bei 1,90 gegen 1,90, sagen die beiden Zahlen nichts über zwei gleich gute Spieler. Sie sagen, dass der Markt ungefähr 50 zu 50 taxiert — mit einem Aufschlag. Was der Aufschlag groß ist, steht in der Quotenschlüsselrechnung dieser Seite.

Wer den Favoriten nimmt, nimmt eine kurze Quote und damit wenig Chance auf Bewegung nach oben. Wer den Außenseiter nimmt, bekommt mehr für sein Geld, kauft aber auch die höhere Streuung. Die Setzwette auf einen Außenseiter mit Quote 4,50 ist kein Mutbeweis, sondern eine Wette mit einem geringen Erwartungswert und einer großen Streuung. Wer das nicht trennt, verliert zwei Mal: einmal gegen die Statistik, einmal gegen die eigene Erwartung. Die Erwartung ist hier ein statistisches Mittel, keine Zusage.

Vier bis sechs Prozent der Einsätze gehen am Ende des Turniers als Marge über den Tisch. Bei einem Zehneuro-Einsatz sind das 40 bis 60 Cent — für ein Halbfinale über fünf Sätze ist das viel. Diese 40 bis 60 Cent sind der eigentliche Gegner jeder Prognose auf dieser Seite.

Kosten der Strategie, nicht nur der Tipp

Eine Strategie ist eine Maschine zur Umrechnung von Gewinnen in Verluste, wenn sie falsch kalibriert ist. Die häufigste Fehlkalibrierung im Tennis: Man erhöht den Einsatz, wenn man im Rückstand ist. Man nennt es Aufholen; die Rechnung nennt es einen höheren Erwartungsverlust. Wer die Einsätze über ein Turnier konstant hält, hat weniger zu verstehen und weniger zu verlieren.

Setzt ein Spieler auf fünfzehn Partien pro Turnierwoche mit je 10 € Einsatz, sind das 150 € Umsatz in einer Woche. Bei einer durchschnittlichen Marge von 5 % entspricht das einem erwarteten Verlust von rund 7,50 € über diese Woche. Das ist kein Schaden; das sind die Kosten des Vergnügens und ein nützlicher Anker, um zu prüfen, ob das Tempo zur eigenen Erwartung passt. Wer in einem Monat 300 Partien und 3.000 € Umsatz erreicht, zahlt statistisch 150 € Marge. Man kann das als unfreundlich bezeichnen. Es ist die Wahrheit über die Angelegenheit.

Wimbledon-Quoten lesen: Märkte, Marge und die Rechnung hinter dem Preis

Die Quoten eines Wimbledon-Buchs reichen von Turniersieger und Spielausgang bis zu Satzwetten und Handicaps. Der Kern jeder Quote ist eine Zahl — und der Kern jeder Buchmacherrechnung ist ihre Differenz zu hundert Prozent. Beides ist keine Fußnote, es ist der ganze Mechanismus.

Nehmen wir den einfachsten Fall dieser Anleitung: einen Markt mit genau zwei möglichen Ausgängen, beide zu 1,90. Die Auszahlungsquote des Marktes ergibt sich aus 1 geteilt durch (1 durch 1,90 plus 1 durch 1,90). Erst wird das zweifache von „eins durch 1,90“ gebildet: 2 durch 1,90. Der Kehrwert davon liegt bei 0,95. Der Markt zahlt also 95 % aller Einsätze aus. Die Marge ist der Rest: 5 %. Eine Quote von 1,90 entspricht auf beiden Seiten einem Buch mit 5 % Aufschlag, und dieser Aufschlag ist zugleich die Auszahlungsquote der Behörde und die Einnahme des Buchmachers. Eine Quote von 1,90 bleibt damit rund 5 % unter der fairen Quote von 2,00.

Das ist eine Größe, die sich über das ganze Buch zieht. Stehen zwei Ausgänge bei 1,85 und 1,95, ändert sich die Marge, nicht die Idee. Ein Spieler merkt den Unterschied nur, wenn er ihn vor dem Einsatz rechnet.

Der Quotenschlüssel — die Auszahlungsquote eines Marktes — ist ein Begriff und keine Vorschrift. Kein Gesetz schreibt eine Mindestquote für Sportwetten vor. Wie hoch ein Anbieter seine Marge setzt, ist seine kaufmännische Entscheidung.

Für Kombiwetten vervielfachen sich die Quoten der Einzelwetten zu einem Preis. Zwei Ausgänge zu je 1,90 ergeben 3,61. Das klingt nach einer besseren Wette als ein einzelner Einsatz zu 1,90, ist aber keine: Die Marge multipliziert sich mit, wodurch das Buch überproportional schlechter wird. Die Kombiwette ist genau deshalb ein attraktives Produkt für die Buchmacherseite.

Das Fußball-Bild hilft beim Verstehen, wenn ein weiterer Sport daneben steht. Bei Tennis sind die Märkte schmaler als bei Fußball mit seinen vielen Toren, und die Marge fällt entsprechend unterschiedlich aus. Vergleichen lässt sich nur dieselbe Ansetzung zum selben Zeitpunkt.

Turniersieger, Spielausgang, Satzwetten und Handicap: Was man wirklich wettet

Der Turniersieger ist der Markt mit der längsten Laufzeit und der größten Marge im Buch. Eine Wette auf einen Turniersieger bindet Geld für zwei Wochen — während dieser Zeit gibt es keine Bewegung mehr, und der Buchmacher kassiert den Aufschlag. Für den Wettenden ist der lange Bindungszeitraum selbst der Nachteil: Bei einer sicheren Wette von 95 Prozent Auszahlungsquote ist der Anbieter im Vorteil, sobald die Einsätze über Wochen stehen.

Der Spielausgang eines Einzelmatches ist der liquideste Markt des Turniers. Hier soll man nicht nachdenken, sondern messen. Wer kurzfristig auf denselben Spieler zu unterschiedlichen Zeiten setzt, sieht unterschiedliche Quoten, weil der Markt auf Aufstellungen, Aufwärmbedingungen und Vorberichte reagiert.

Die Satzwette ist die interessanteste Variante für den, der ein Match inhaltlich liest: Hier kommt die Form der Entscheidung ins Spiel, nicht nur der Ausgang. Bei bis zu drei Gewinnsätzen oder zwei bei den Damen und einem Match-Tiebreak im Entscheidungssatz ist ein 2:0 gegen ein 2:1 kein Zufallsunterschied.

Handicap-Märkte — Sätze oder Spiele — sind im Tennis ein Äquivalent zum Vorsprung. Wer den Favoriten mit einem Handicap von -1,5 Sätzen nimmt, wettet nicht auf den Sieg, sondern auf die Form des Sieges. Die Quote ändert sich dadurch deutlicher als durch eine reine Ausgangsprognose. Für den Laufenden ist das die anspruchsvollste Form, weil er nicht mehr nur den Namen, sondern den Verlauf treffen muss.

Dasselbe gilt für Satz- und Spielewetten. Sie lassen sich nicht „einfacher“ lesen als der Spielausgang — man muss mehr verstehen, nicht weniger. Der Aufschlag wird im neuen Markt nur anders zerlegt.

Zur Laufzeit eines Turniers kommt eine Bedingung, die jedem Spieler wichtig sein sollte: Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Wer auf einen Spieler auf Turniersieger gesetzt hat, sieht sein Geld nicht am Tag nach dem Finale.

Die Marge im Vergleich: 5 % als Norm, nicht als Zusage

Handelt es sich bei dem Zwei-Weg-Markt um zwei gleiche Ausgänge zu je 1,90, ergibt sich die Marge aus dem Abstand zur fairen Quote. Übertragen auf einen Hauptmarkt liegt sie bei etwa 5 %. Diese Zahl ist ein Rechenergebnis, keine Zusage für jeden einzelnen Markt am Markt. Andere Märkte und andere Turniere weisen andere Auszahlungsquoten aus, und eine einzelne Sportart ist mit einer anderen nicht vergleichbar.

Wer die Auszahlungsquote eines Marktes prüfen möchte, rechnet sie in einer Minute nach: alle Einzelquoten eines Marktes als Kehrwert addieren und von eins abziehen. Das ist keine Prognose, sondern eine Überprüfung.

Und genau diese Rechnung ist der Punkt, an dem sich Anbieter unterscheiden lassen — marktweise und zeitpunktspezifisch. Ein Konto, das für Wimbledon geworben hat, verrät erst mit einem Blick in den Quotenvergleich, ob es auch bei Wimbledon etwas zu beißen hat.

Rasen in London: Der Rahmen, den das Turnier den Anbietern vorgibt

Die Wimbledon Championships finden im Londoner Stadtteil Wimbledon statt und wurden von Beginn an vom All England Lawn Tennis and Croquet Club veranstaltet. Es ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Rasen und damit eine Besonderheit im Kalender. Für die Anbieter heißt das: Ein Turnier, ein Belag, viele Ansatzpunkte.

Das Turnier ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Die 139. Austragung fanden vom 29. Juni bis zum 12. Juli 2026 in London statt. Wer dieses Datum liest und auf 2027 schaut, findet dort keinen anisotropen Plan: Das nächste Turnier folgt im Jahr 2027, seine Daten stehen hier nicht fest.

Zum regulären Aufbau gehört, dass zwei Einzel-Wettbewerbe und mehrere Doppel-Turniere parallel laufen. Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei; bei einem 6:6 wird ein Tiebreak bis 7 gespielt, im Entscheidungssatz seit März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker.

Der finanzielle Rahmen des Turniers ist für unsere Zwecke eine Randnotiz, aber eine aussagekräftige. Das Gesamtpreisgeld der Wimbledon Championships 2026 betrug 64,2 Millionen £, ein Anstieg um 20 % gegenüber dem Vorjahr. Die Sieger im Einzel erhielten jeweils 3.600.000 £. Aus sportlich-wettbezogener Sicht ist der Betrag das Preisgeld, aus wettbezogener Sicht markiert er die Größenordnung des Anlasses.

Und das Ergebnis der letzten Ausgabe: Das Herreneinzel der Wimbledon Championships 2026 gewann Jannik Sinner aus Italien, der damit seinen Vorjahressieg wiederholte. Das Dameneinzel gewann Linda Nosková aus Tschechien. Beide Ergebnisse sind Geschichte, und genau so gehören sie auf eine Wettseite: als Randnotiz, nicht als Empfehlung.

Belag und Bedingungen: Warum Rasen eigene Wetten braucht

Rasen ist der schnellste Belag des Tennisjahres und der mit dem kleinsten Fehlerfenster. Der Aufschlag hat auf Rasen die größte Wirkung; ein Aufschlagverlust ist teurer als auf jedem anderen Untergrund. Ein Spieler mit einer starken ersten Aufschlagquote kann eine Partie gewinnen, ohne in den Ballwechseln überlegen zu sein. Wer das im Kopf behält, liest Aufschlagstatistiken anders.

Die Bedingungen im Freien bringen Regen und Wind mit. Ein Regenunterbruch verändert das Spiel; ein Dach schließt die Halle und verändert die Bedingungen für alle im selben Wettbewerb. Für den Wettenden ist weniger die Unterbrechung selbst relevant als die Tatsache, dass Modelle kaum wissen, ob sie im nächsten Satz noch gelten.

Das gehört zur Kostenrechnung des Spielers: nicht nur die Marge, sondern die Streuung, die der Belag erzeugt. Wer auf einem Belag mit kleinem Fehlerfenster spielt, hat tendenziell mehr Überraschungen als auf Sand. Die Folge ist ein höherer Erwartungsverlust, weil jeder Einsatz gegen eine Quote mit Aufschlag läuft.

Spielplan und Wettbewerb: Was der Kalender für das Wettschein-Layout bedeutet

Der Spielplan gibt den Rahmen vor. In der ersten Woche laufen viele Partien parallel, in der zweiten Woche weniger und gleichzeitig wichtiger. Wer die Anzahl paralleler Partien steuert, steuert sein eigenes Risiko. Ein Spieler, der fünf Kombiwetten über fünf gleichzeitig laufende Matches legt, hat fünf Wetten und die gleiche Streuungsquelle. Wer fünf Einzelwetten legt, hat eine andere Streuung.

Bei den Doppeln gibt es keinen entsprechenden Namen, keinen Favoriten und keine Statistiklage, die einen Vergleich rechtfertigt. Wer die zwei Einzel und die Doppel bei den gleichen Anbietern betrachtet, sieht zwei unterschiedliche Bücher. Das ist kein Zufall: Die Bedeutung des Doppels für die Quote ist geringer, der Anbieter verkleinert den Wettbewerb damit nicht. Wettbewerbe, in die das Publikum wenig Aufmerksamkeit legt, sind für den Anbieter leichter zu bepreisen. Für den Spieler heißt das: Doppelwetten sind oft die teuerste Art, einen Wimbledon-Sieg zu feiern. Wer trotzdem darauf setzt, sollte sich dessen bewusst sein.

Das Turnier ist ein Zweiwochenfenster, in dem kaum ein Tag ohne Partien bleibt. Wer nicht jeden Tag setzen will, setzt nicht jeden Tag. Der Kalender zwingt zu nichts.

Die zehn erlaubten Wimbledon-Wettanbieter im Vergleich

Zehn Wettanbieter sind auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis für die Wimbledon-Zeit unter den wichtigsten Namen. Die Whitelist ist die einzige Prüfinstanz für eine Erlaubnis: Was nicht dort steht, darf in Deutschland keine Sportwetten vermitteln. Die folgende Übersicht vergleicht die zehn Anbieter nach den Angaben, die sie selbst und die Whitelist belegen.

Diese Übersicht ist kein Ranking und keine Empfehlung. Der Vergleichswert liegt nicht in der Reihenfolge, sondern in der Frage, was jeder Anbieter seinem Nutzer bei einem Tennisturnier tatsächlich bietet — und was er dafür verlangt.

Die aktuelle Liste der erlaubten Anbieter bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die maßgebliche Instanz für eine Erlaubnis. Diese Liste führt nur Ausgabedaten, da eine erste Erlaubnis jeweils fünf Jahre läuft.

Wettanbieter GGL-Whitelist Erlaubnis für Sportwetten seit
bet365 geführt, Inhaberin: Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
Tipwin geführt, Inhaberin: Tipwin Limited 09.10.2020
MERKUR BETS geführt, Inhaberin: Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
bpremium geführt, Inhaberin: Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020
Sportingbet geführt, Inhaberin: Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
888sport geführt, Inhaberin: 888 Germany Limited 30.06.2021
LeoVegas geführt, Inhaberin: LVSports Limited 21.10.2024
VBet geführt, Inhaberin: SCGO Limited 05.12.2023
Betano geführt, Inhaberin: Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Tipico geführt, Inhaberin: Tipico Co. Limited 09.10.2020

Fünf Nennungen tragen bereits den Wert 09.10.2020; es sind die ersten sechs Anbieter einer Runde, die sich am selben Tag angemeldet haben. Wer sie unterscheiden will, muss auf die Erlaubnisdaten schauen. Das ist ein schwaches Unterscheidungskriterium, denn ein Erlaubnisdatum sagt nichts über einen Anbieter und wenig über seine Quoten. Wer nur nach einem Datum auswählt, wählt am Ende nichts aus.

Der eigentliche Vergleich liegt woanders. Da die Whitelist keinen Hinweis auf die Qualität eines Angebots enthält, muss man die Bücher öffnen. Zwei Anbieter mit derselben Erlaubnis können in einem Zwei-Weg-Markt eine unterschiedlich hohe Marge aufweisen.

Auch das ist ein wichtiger Punkt: Die Erlaubnis ist eine Eintrittskarte, keine Qualitätsaussage. Ist der Vergleich also nur ein Preis? Nicht ganz. Einige Anbieter unterscheiden sich in dem, was sie an Sachinformation anbieten.

Bleibt noch die Kehrseite der Liste: Sie ist gesetzlich auf die Sportwetten-Erlaubnis beschränkt. Einige der Anbieter haben auch Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele. Das gehört zum Casino, nicht zur Sportwette. Wer sich für Wimbledon interessiert, sollte sich nicht davon ablenken lassen. Die Erlaubnis für das Sportwettangebot ist davon getrennt zu beurteilen.

Wimbledon-Anbieter im Einzelnen: Wer für welchen Spielertyp taugt

Die folgenden zehn Anbieter sind alle auf der GGL-Whitelist mit einer Sportwetten-Erlaubnis geführt. Wer hinter jedem steht, was das Buch auszeichnet und wo die Grenzen liegen, steht in den nachfolgenden Abschnitten.

bet365: Die große Ausnahme mit der komplizierten Rechtslage

Bet365 wird auf der Whitelist der GGL über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta geführt. Eine Erlaubnis für Sportwetten bestand bereits 2020, eine Folgeerlaubnis wurde 2022 erteilt. Damit gehört bet365 zu den am längsten gelisteten Anbietern im Vergleich.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einem leeren Papier-Wettschein auf einem Tisch am Fenster.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten.

Für Wimbledon ist das die relevante Angabe und für nichts anderes. Zur Sportwetten-Erlaubnis des Anbieters tritt hier nichts hinzu: Sie ist der Bezugspunkt, an dem sich ein Wimbledon-Wetter orientiert.

Das Urteil fällt nüchterner aus als die Stellung des Namens vermuten ließe. Ein Anbieter, der sich über seine Historie auf der Whitelist empfiehlt, ist damit nicht der günstigste. Wer sein Geld über zwei Wochen Wimbledon-Kampagnen trägt, sollte die Marge am Markt gegen den Namen des Buchmachers stellen. Der Name ist die halbe Miete. Die andere Hälfte steht in der Quote.

Tipwin: Partnerschaft mit dem Basketball, Tennis bleibt zweite Reihe

Tipwin Ltd. ist als Betreibergesellschaft des Angebots auf der Whitelist geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit 2020 und Folgeerlaubnissen in den Jahren 2022 und 2024. Der Anbieter ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes. Die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre.

Über das eigene Wettprogramm hinaus ist damit ein Schwerpunkt gesetzt, der nicht Tennis ist. Wer im Juli auf Rasen setzen möchte, findet hier vor allem Ligasport. Das ist kein Fehler des Anbieters, sondern eine Profilentscheidung.

Der Punkt, an dem dieser Anbieter für Wimbledon einzuordnen ist: Er ist eine Partnerschaft mit einer Liga eingegangen, nicht mit einem Tennisturnier. Wer dort auf Wimbledon setzt, tut das in einem Buch, dessen Aufmerksamkeit an anderer Stelle liegt. Das ist erlaubt und unschädlich; ein Vergleichsvorteil entsteht daraus aber nicht. Für einen Spieler, der ohnehin ein Konto bei Tipwin führt, ist Wimbledon eine weitere Sportart im Programm. Für einen Spieler, der Wimbledon als Hauptanlass hat, bleibt es ein Buch ohne Profil in dieser Sportart.

MERKUR BETS: Solides Buch auf einer langen Erlaubniskette

Die Betreibergesellschaft hinter dem Angebot ist die Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta. Die Erlaubnis für Sportwetten besteht seit dem 6. November 2023. Diese Gesetzesgrundlage ist § 9 Abs. 8 des GlüStV.

Der Anbieter kommt aus einem Haus, das im deutschen Markt vor allem mit Spielhallen und Casinoprodukten verbunden wird. Auf Wimbledon gemünzt ist die Sportwetten-Erlaubnis der einschlägige Punkt und darüber hinaus nichts. Wer das Buch nicht kennt, sollte die Quoten unabhängig prüfen.

Der Anbieter fällt unter dieser Gruppe weniger durch das Erlaubnisdatum auf — der 6. November 2023 liegt nur wenige Monate vor der nächsten Nennung — sondern durch die Herkunft. Wer mit dem Namen noch nie ein Sportwettenangebot verbunden hat, sollte die erste Wimbledon-Wette nicht dort ausprobieren, sondern auf einem Konto, dessen Buch bereits bekannt ist. Ein Wechsel zu einem Neuling kostet zwei Wochen, in denen man sich an die Bedienung gewöhnt, und das ist mitten im Turnier keine gute Idee.

bpremium: Maltesischer Sitz, deutscher Marktauftritt

Hinter Bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Ltd mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta. Sie ist unter der Registernummer C92799 geführt, der Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023 zugrunde liegen. Eine Erlaubnis für Sportwetten bestand bereits 2020; eine Folgeerlaubnis folgte im Jahr 2022.

Die Jurisdiktion ist auf Malta, der Marktauftritt in Deutschland. Das ist der Standardfall im lizenzierten Markt.

Für Wimbledon ist daraus zunächst nur eines zu lesen: Der Anbieter hat ein Interesse am deutschen Markt und wird für Wimbledon ein Programm vorhalten. Ob das Buch preislich mithält, entscheidet sich an der Marge, nicht am Firmensitz. Die Nutzungsbedingungen in der Fassung 2023 sind dabei ein Detail, das die Verwaltung der Wette betrifft, nicht deren Ausgang. Wer dort ein Konto führt, sollte vor dem ersten Wimbledon-Einsatz die Regelungen zum Livewetten in den Fassungen 2023 und danach prüfen; das ist der Bereich, in dem sich Anbieter am stärksten unterscheiden.

Sportingbet: Breites Sportprogramm mit eigenem Analysetool

Sportingbet führt im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Hinter dem Angebot steht die Sportingbet (Deutschland) Limited, die seit 2020 eine Sportwetten-Erlaubnis hält und 2022 eine Folgeerlaubnis erhielt.

Die Bandbreite ist der eigentliche Gegenstand dieses Angebots. Sieben genannte Sportarten sind mehr als bei den meisten Anbietern, und sie heißt auch: ein Konto, mehrere Interessen. Für einen Spieler, der außerhalb der zwei Wimbledon-Wochen ohnehin im Buch unterwegs ist, ist das ein echter Vorteil. Wer ausschließlich vierzehn Tage Tennis im Jahr sehen will, verliert durch den Umfang nichts, aber auch nichts dazu.

Der „Konfigurator+“ ist eine Funktion und keine Strategie. Ein Werkzeug zum Zusammenstellen von Wetten spart Aufwand, sie schützt aber nicht vor der Marge. Die Vorteile liegen dort, wo man sie erwartet: in der Auswahl. Die Kosten liegen in einem Buch, das die Aufmerksamkeit auf sieben Sportarten verteilt und deshalb niemanden zwingt, im Tennis die besten Kurse zu stellen.

888sport: Börsennotierte Gruppe, Bekenntnis zum Sportprogramm

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der das Angebot gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. In Deutschland wird das Sportwettenangebot von der 888 Germany Limited geführt, die seit dem 30. Juni 2021 eine Erlaubnis hält und Ende 2022 eine Folgeerlaubnis erhielt.

Bemerkenswert an dieser Konstruktion ist die Kombination: eine börsennotierte Holdinggesellschaft und eine eigenständige deutsche Betreibergesellschaft mit eigener Erlaubnis. Für den Spieler ändert sich dadurch nichts an den Quoten. Es ändert etwas an der Frage, mit wem er es zu tun hat.

Für Wimbledon ist der Punkt einfach: Das Buch steht und fällt mit dem Sportprogramm, das der Anbieter in Deutschland ausspielt. Dass die Muttergesellschaft an einer Börse notiert ist, macht die Wette nicht besser. Es macht die Berichterstattung über das Unternehmen transparenter, und das ist für einen Wimbledon-Wettenden bislang kein Kriterium. Wer die Wahl zwischen zwei etwa gleich quotierten Anbietern hat, wird nicht anhand eines Börsenprospekts entscheiden.

LeoVegas: Ein Erlaubnisdatum, das einen bitteren Beigeschmack hat

Die LVSports Limited ist für das deutsche Angebot als Betreiberin auf der Whitelist geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024. Für virtuelle Automatenspiele besteht eine Erlaubnis bereits seit dem 27. Februar 2023. Wer den Sportwetten-Markt im Blick hat, muss sich an das jüngere Datum halten.

Die zwei Daten sagen etwas über den Charakter des Hauses. Die Casinoseite war zuerst da; die Sportwette kam danach. Das ist keine Anklage, aber ein Hinweis auf den Schwerpunkt.

Wimbledon erhält man bei diesem Anbieter also in einem Buch, dessen Wurzeln nicht im Sport liegen. Der Sitz ist Malta; der Markenfokus der Gruppe liegt im Casino. Für einen Spieler, der beim Sportwetten bleiben will und Wimbledon nur während der zwei Wochen verfolgt, ist das ein zarter Hinweis und kein Hindernis. Wer seine Wetten mit einem Limit von 1.000 € im Monat aus dem gemeinsamen Konto speist, sollte wissen, dass das Casinoangebot denselben Monat belastet. Das ist eine Nebenwirkung der Konstruktion, und nicht die des Tennis.

VBet: Neue Erlaubnis, unklare Tennis-Tiefe

Die SCGO Limited mit Sitz in Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta, hält die Sportwetten-Erlaubnis für das deutsche Angebot seit dem 5. Dezember 2023. Damit ist der Anbieter der zweitjüngste in dieser Gruppe.

Für Wimbledon und darüber hinaus ist zunächst nur eines belegt: Die Betreibergesellschaft ist auf der Whitelist geführt. Wer die Wimbledon-Märkte dieses Anbieters beurteilen will, schaut in sein Wettprogramm. Die Marne des Hauptmarkts ist dabei der Maßstab.

Für den typischen Spieler ist ein Anbieter, den er ohnehin nicht nutzt, kein Verlust. Wer aber nur wegen einer Werbeaktion ein Konto eröffnet, sollte vorher wissen, wofür. Ein Anbieter, der auf Tennis keine auffällige Tiefe zeigt, ist kein Bollwerk für Wimbledon; er ist eine Option unter zehn. Wer wissen will, ob VBet für Wimbledon taugt, prüft sein Wettprogramm.

Betano: Breites Rahmenprogramm mit Livestreams

Die Betkick Sportsbetting Limited hält die Sportwetten-Erlaubnis für das deutsche Angebot seit dem 19. Februar 2021; eine Folgeerlaubnis kam Ende 2022. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. In der Entwicklerbeschreibung nennt sie Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von Tennis-Grand-Slam-Turnieren.

Wimbledon liegt bei diesem Anbieter also nicht allein als Quote vor, sondern in einem App-Angebot mit mehreren Funktionen. Das ist in diesem Vergleich die breiteste Kombination aus Produkt und Begleitmaterial.

Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming sind Funktionsnamen, und sie ändern den Preis nicht. Ein Cash-Out-Angebot ist ein Werkzeug — in Deutschland gibt es dafür keine gesetzliche Regelung und keine Vorgaben der Behörde. Ob Cash Out gut oder schlecht ist, hängt davon ab, wie es dem Konto nützt. Wichtig ist: Auszahlungen aus einem Cash-Out sind kein „risikofreier“ Gewinn; sie sind der Gegenwert einer Position, zu einem Preis, den der Anbieter festlegt. Das ist der Teil, der in der Werbung fehlt. Wer die Live-Streams nutzt, sollte damit rechnen, dass er sie bezahlt — über die Marge.

Tipico: Die zweite App mit Cash-Out und klarem Namen im Kopf

Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angebeten. In der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Für das deutsche Angebot hält die Tipico Co. Limited die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis im Dezember 2022.

Für Wimbledon relevant ist weniger der Name als die Frage, ob das Buch ein Tennisprogramm führt. Die App-Beschreibung nennt Live-Wetten als Feature, ohne dass daraus abzuleiten wäre, wie tief das Tennisprogramm ist. Wer dort auf Wimbledon setzen will, prüfe sein eigenes Buch.

Tipico ist ein Anbieter, bei dem das Konto oft älter ist als das Interesse. Für eine Wette auf Wimbledon ist der Anbieter damit eine der bequemsten Optionen. Der Preis dafür ist die Bequemlichkeit selbst. Wer seit Jahren dort spielt, kennt die Quoten, und wer die Quoten kennt, kann den Anbieter sauber einordnen.

Recht und Regulierung: Was für Wimbledon-Wetten in Deutschland verbindet

Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die nach dem GlüStV 2021 arbeitet, in Kraft seit 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht den Markt einschließlich Bußgelder. Der Steuereinzug liegt nicht bei ihr, sondern beim Finanzamt.

Erlaubt sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- oder Kombiwette. Erlaubt sind ferner nur Wettenarten, die die Behörde genehmigt hat, und nur solche stehen im Sportwettprogramm eines Anbieters.

Das ist die Stelle, an der dieses Thema zu einer Rechtsfrage wird. Es gibt vier Wette-Bereiche, die nicht zulässig sind: Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind; manipulationsanfällige Wetten; Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung; und Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. E-Sport gehört ebenfalls nicht dazu: Die Behörde stellt klar, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein Tennisturnier ist damit unproblematisch. Wer in der Übertragung etwas anderes sieht, kann trotzdem nicht darauf setzen, sofern es im Sportwettprogramm fehlt.

Was für den Wetter im Gesetz steht: Steuer und Rückforderung

Die Sportwettensteuer ist in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes geregelt. Der Steuersatz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der um die Steuer selbst gemindert ist“ — das entspricht etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags. Steuerschuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie der Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine Entscheidung; sie wird für einen benannten Anbieter nur dann beziffert, wenn dessen Bedingungen das hergeben.

Auf den ersten Blick klingt das nach einer Zahl, die einen Wimbledon-Wetter nicht trifft. Der Irrtum liegt darin, dass sie doch in der Quote steckt. Wer annimmt, seine Quote sei ohne Steuer berechnet, irrt sich bei jedem lizenzierten Anbieter. Die Steuerlast ist der Grund, weshalb die Auszahlungsquote eines Marktes nicht näher an hundert Prozent heranrückt.

Die zweite Rechtsfrage betrifft nicht die Steuer, sondern die Erstattungsansprüche. Der Bundesgerichtshof legte dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von einem Anbieter mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Gerichtshofs hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 für grundsätzlich möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme soll gelten, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Daraus folgt keine Zusage. Wer heute auf Wimbledon setzt, hat keinen Anspruch auf eine Rückzahlung, und niemand sollte eine Wette in Erwartung einer solchen Erstattung platzieren. Der Punkt ist ein anderer: Der Rechtsweg gegen einen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ist teuer und lang. Der schmale Weg führt über die Whitelist.

Zahlungen, Identität und Kontosicherheit

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Damit bleiben Kryptowährungen und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenangebot draußen. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Verifizierung ist Pflicht. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Auch paralleles Spielen über mehrere Konten desselben Anbieters ist verboten.

Der Spielerschutz geht dabei über das Konto hinaus. Guthaben der Spielenden liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, damit sie im Insolvenzfall nicht in die Masse fallen. Wer sein Konto schließt, erhält das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Für den Wimbledon-Zeitraum heißt das: Ein Konto, das nach zwei Wochen Turnier geschlossen wird, zahlt aus.

Ein Hinweis auf die Kehrseite: Diese Regeln sind für die Betreiber aufwendig, und der Aufwand schlägt sich in der Marge nieder. Der Vorteil, den ein Spieler dafür bekommt — eigene Zahlung, eigene Identität, eigenes Guthaben —, ist buchhalterisch und im Zweifel viel wert.

Werbung, Bonus und was Anbieter dürfen

Werbung für Sportwetten darf nur von Erlaubnisinhabern betrieben werden. Das Werbeverbot zwischen 6:00 und 21:00 Uhr betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino und damit nicht das Sportwettenangebot. Für Sportwetten gibt es andere Grenzen: keine Werbung für eine Wette auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung auf demselben Sender, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine an Partner ausgezahlte Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festlegt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote stehen in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Ein Anbieter, der mit „0 % Wettsteuer“ wirbt, verwendet eine Aussage über die Steuer. Auf Wimbledon bezogen ist das ein Versprechen über den Preis und nicht über den Ausgang.

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis unterliegen nicht nur diesen Werberegeln nicht; sie unterliegen auch nicht der Aufsicht der Behörde. Wer von dort spielt, hat keine Beschwerdestelle und kein System, das ihn schützt. Wer sich gegen ein illegales Angebot entscheidet, entscheidet sich für die einzige Variante, in der es überhaupt eine Aufsicht gibt.

Was eine Wette auf Wimbledon unter dem Strich kostet

Die Rechnung dieser Seite ist nicht kompliziert. Ein Zwei-Weg-Markt zu je 1,90 hat eine Auszahlungsquote von 95 % und eine Marge von 5 %. Diese Marge zahlt jeder, der dort setzt, bei jedem Einsatz, unabhängig davon, ob er gewinnt. Aus 100 € Umsatz bleiben dem Wettenden im Erwartungswert 95 €, aus 1.000 € bleiben 950 €. Je länger das Turnier läuft und je mehr Wettscheine auf dem Konto liegen, desto größer wird der Betrag, der auf diese Weise das Konto verlässt. Wer zwanzig Einzelwetten über das Turnier zu je 20 € setzt, hat 400 € Umsatz und damit statistisch 20 € Marge gezahlt.

Auf der anderen Seite steht der Erlaubnisrahmen. Auf der Whitelist geführte Anbieter prüfen die Identität, halten das Guthaben getrennt und zahlen bei Kontoschließung innerhalb von fünf Werktagen aus. Sie unterliegen OASIS und LUGAS. Wer die Marge drückt, findet darin nicht statt. Die Alternative ist ein nicht erlaubtes Buch, in dem weder Limitdatei noch Sperrsystem greifen. Das ist der Kern der Abwägung. Der Preis der Sicherheit ist die Marge; der Preis des Rabatts ist der Schutz.

Und das gilt auch für Prognosen. Eine Wimbledon-Wette bleibt eine Wette auf einen Sport mit vielen Überraschungen. Wer mit der Marge im Kopf setzt, verliert weniger. Wer ohne sie setzt, verliert mehr.

Häufig gestellte Fragen zu Wimbledon-Wetten

Wo kann man aus Deutschland auf Wimbledon wetten, und woran erkennt man ein erlaubtes Angebot?

Nur Anbieter auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder dürfen hierzulande Wetten vermitteln. Die Liste ist die einzige belastbare Prüfinstanz; eine .de-Endung allein beweist nichts. Wer unsicher ist, ruft die Liste auf und sucht den Anbieter unter den Sportwetten-Erlaubnissen. Dort sind auch die Namen der Betreibergesellschaften genannt.

Welche Wettmärkte gibt es bei Wimbledon — Turniersieger, Spielsieger, Satz- und Handicapwetten?

Der Lauf reicht vom Turniersieger über den Ausgang eines Einzelmatches bis zu Satzwetten, Satz- und Spielhandicaps. Erlaubt ist die Festquotenwette auf Ausgang und Ereignis, als Einzel- oder Kombiwette, und nur in den Wettenarten, die im Sportwettprogramm der Behörde stehen. Neben den Einzeln läuft eine Reihe von Doppelkonkurrenzen.

Wie wird die Auszahlung aus Einsatz und Quote bei einer Wette auf den Turniersieger berechnet?

Der Rückfluss ist der Einsatz mal die Quote. Bei 10 € Einsatz und Quote 4,50 sind das 45 €. Der Gewinn vor Abzug liegt bei 35 €. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten ihrer Einzelwetten zu einem Kurs; bei zwei Ausgängen zu je 1,90 ergibt das 3,61. Ausgezahlt wird erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.

Welche Beschränkungen gelten für Livewetten während eines laufenden Matches?

Während ein Ereignis läuft, darf nur auf den Endausgang und auf die nächste vergleichbare Komponente gewettet werden, wenn solche Komponenten selten vorkommen. Im Tennis ist der nächste Satz eine solche Komponente, der nächste Punkt dagegen nicht. Im Fußball ist das nächste Tor erlaubt, der nächste Korb im Basketball nicht. Manipulationsanfällige Wetten sind ausgeschlossen.

Wie wirken die 1.000 € Einzahlungslimit und die Sportwettensteuer auf Wimbledon-Wetten?

Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt standardmäßig über alle erlaubten Anbieter hinweg und wird über die Limitdatei LUGAS abgeglichen. Es begrenzt den Nachschub, nicht den einzelnen Einsatz. Die Sportwettensteuer von 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer trifft den Veranstalter. Ob er sie in der Quote weitergibt, regelt seine eigenen Bedingungen.

Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»