Die besten Wettanbieter mit Goliath Wetten 2026 im Vergleich

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Stand: 30. Oktober 2026 · Erlaubnisangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder

Acht Fußbälle liegen in zwei Reihen auf einem Rasen, von oben fotografiert, mit weichen Schatten im Tageslicht.
Der Goliath ist eine Systemwette auf 8 Auswahlen mit insgesamt 247 Einzelwetten: 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und 1 Achterkombination.

Wer acht Fußballspiele tippt und daraus einen Goliath baut, unterschreibt 247 einzelne Wetten. Zwei richtige Tipps genügen für eine Rückzahlung, ein einziger Treffer bringt nichts. Dazwischen liegt die ganze Frage, um die es hier geht.

Wie der Goliath aufgebaut ist und warum die Zahl 247 nicht geschätzt ist

Ein Goliath ist keine Wette, sondern ein Bündel. Genauer: eine Systemwette über acht Auswahlen, die jede mögliche Mehrfachkombination dieser acht Auswahlen spielt — und keine einzige Einzelwette. Das ist der entscheidende Unterschied zur Kombiwette, bei der Sie genau eine Bahn bauen und alles an einer einzigen Auswahl hängt.

Ein Notizbuch mit handgezeichneten Pfeilen und Kreisen liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Schreibtisch im Abendlicht.
Bei der Systemwette Goliath mit 8 Auswahlen müssen mindestens zwei Auswahlen gewinnen, damit eine Rückzahlung entsteht.

Rechnen lässt sich das ohne Taschenrechner, weil es nur sieben Kombinationsklassen gibt. Über acht Auswahlen bilden sich 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und eine Achterkombination. Summiert ergibt das 247 Einzelwetten. Die 70 Vierer sind dabei nicht Zufall, sondern das Maximum: Aus acht Elementen lassen sich die Vierergruppen am häufigsten bilden. Wer sich je gefragt hat, warum der Goliath teurer ist als er aussieht, hat hier die Antwort.

Weil ausschließlich Mehrfachkombinationen gespielt werden, zählt der Goliath zu den Full-Cover-Wetten. Der Wettrechner von bet365 führt ihn genau so — 8 Auswahlen, 247 Wetten — und daneben eine Variante namens „Goliath with Singles“, die 255 Wetten umfasst. Diese acht zusätzlichen Positionen sind die acht Einzelwetten, die der reine Goliath bewusst weglässt. Ein Detail, das manchem Nutzer erst auffällt, wenn er den Wettschein zum ersten Mal ausfüllt.

Was bei der Auswahl zusammengehört: Die Ereignisse müssen voneinander unabhängig sein. Bei Winamax steht das ausdrücklich in den Nutzungsbedingungen — zwei Auswahlen aus derselben Partie oder aus Spielen, die sich gegenseitig bedingen, lassen sich nicht zu einem System kombinieren. Praktisch heißt das: acht Spiele, acht getrennte Ereignisse, keine Dopplung innerhalb eines Marktes.

Wettmärkte liefern die acht Auswahlen, nicht die Zahl. Ob Sie acht 1X2-Ergebnisse nehmen, acht Über/Unter-Linien oder eine Mischung aus beidem, ändert die Struktur des Goliath nicht — es bleiben 247 Kombinationen. Was sich ändert, ist die Chance, dass überhaupt zwei Auswahlen durchgehen, und die folgt allein aus den Quoten.

Wo der Anbieter anfängt, die Grenze zu setzen

Irgendwo muss der Wettschein enden. Bei WettArena, geführt von I.B.C. Sportsbetting, liegt die maximale Ereignisanzahl einer Kombinations- oder Systemwette bei 20 Ereignissen pro Wettschein. Ein Goliath braucht acht — diese Grenze ist also kein Hindernis, sondern Puffer. Sie entscheidet aber, wie viele Tipper denselben Wettschein vollpacken können, wenn sie neben dem Goliath noch eine zweite Systemwette auf dasselbe Ticket setzen.

Ein Basketballfeld in einer leeren Halle, das Parkett spiegelt das Licht der Deckenlampen.
Laut den AGB erhebt ODDSET bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % („Quotenabschlag“) auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette.

Die zweite Grenze läuft über den Preis. Bei Winamax ergibt sich der Preis einer Systemwette der Form P/N aus N!/(P! × (N-P)!) multipliziert mit dem Einzeleinsatz. Für den Goliath bedeutet das konkret: 247 multipliziert mit dem Teileinsatz. Bei 1 € pro Einzelwette stehen 247 € auf dem Wettschein, bei 0,10 € entsprechend 24,70 €. Die Formel erklärt nebenbei, warum ein Goliath ab vier oder fünf Auswahlen unbezahlbar wird — die Zahl der Kombinationen wächst schneller als die Zahl der Tipps.

Das ist die Stelle, an der die meisten Goliath-Scheine dann doch unvollständig bleiben. Nicht weil der Anbieter eine Systemwette verweigert, sondern weil der Spieler beim Blick auf den Gesamteinsatz zurück auf einen kleineren Systemtyp wechselt.

Was ein Goliath einbringt: acht Auswahlen, ein Euro pro Zeile

Ein Beispiel macht die Mechanik sichtbar. Es ist ausdrücklich eine Rechenhilfe und kein Quotenhinweis: kein Anbieter gibt diese Preise für ein konkretes Spiel aus. Angenommen werden acht Auswahlen mit Quoten von 1,50, 2,00 und 2,50 im Wechsel, jeweils 1 € Teileinsatz.

Wer alle acht Tipps richtig hat, spielt alle 247 Positionen gewonnen. Über die 28 Doppel mit den drei Quotenstufen ergibt sich eine Bandbreite: Zwei 1,50er bringen zusammen 2,25, zwei 2,50er bringen 6,25. In der Doppelklasse liegt die Auszahlung also bei rund 2 € bis 6 € je Position. Die 56 Dreier reichen je nach Zusammenstellung von ungefähr 3,38 € (1,50 × 1,50 × 1,50) bis 15,63 € (2,50 × 2,50 × 2,50). Über alle 247 Positionen summiert sich der Rückfluss eines Volltreffers überschlägig auf einen mittleren vierstelligen Betrag — die genaue Höhe hängt davon ab, wie viele der acht Auswahlen in der 2,50er-Klasse liegen.

Bei sechs oder sieben Treffern schrumpft das Bild schnell. Es zählen dann nur noch die Kombinationen, die vollständig aus gewonnenen Auswahlen bestehen. Bei vier Treffern — nehmen wir die vier kurzen zu 1,50, 1,50, 2,00 und 2,00 — bleibt die Viererquote bei 9,00, und allein diese Position zahlt. Die Fünfer, Sechser, Siebener und die Achterkombination sind tot, weil sie Auswahlen enthalten, die verloren haben. Aus 247 Positionen werden dann schnell fünf oder zehn.

Der ehrliche Schlusssatz dieses Beispiels ist unbequem: Ein Goliath braucht den Volltreffer, um zu glänzen, und bereits ein einzelner Fehlgriff löscht einen großen Teil des Scheins aus. Zwei richtige Tipps retten die Rückzahlung, nicht den Einsatz. Wer den Schein trotzdem baut, sollte das nicht als Kombination mit Sicherheitsnetz lesen, sondern als Kombination mit Rettungsring.

Wie viele Auswahlen müssen gewinnen, damit überhaupt Geld zurückkommt

Der Schwellenwert liegt bei zwei. Gewinnen zwei der acht Auswahlen, ist die entsprechende Doppelwette vollständig und zahlt aus — bei zwei 1,50ern sind das 2,25 € mal Teileinsatz. Alle anderen 246 Positionen verfallen. Das Geld, das zurückkommt, ist in dieser Konstellation ein Bruchteil dessen, was der Schein gekostet hat.

Der Punkt wird oft überhört, obwohl er über den Sinn des Formats entscheidet. „Mindestens zwei Treffer“ ist keine Chance auf einen Gewinn, sondern die untere Kante, an der überhaupt ein Zahlungsvorgang entsteht. Bei 1 € Teileinsatz kostet der Goliath 247 €; ein einziges gewonnenes Doppel mit zwei 1,50ern zahlt 2,25 €. Das Verhältnis zwischen Rückfluss und Einsatz ist in diesem Fall kein Missgeschick, sondern die mathematische Lage.

Bemerkenswert ist, dass der Goliath keine Einzelwetten enthält — genau deshalb fällt der Boden so tief. Wer eine Einzelwette auf die beste seiner acht Auswahlen setzt, hätte bei einem 1,50er-Treffer aus 1 € Einsatz 1,50 € gemacht. Der Goliath kennt diesen Ausgang nicht. Full-Cover heißt vollständige Abdeckung aller Mehrfachkombinationen und ausdrücklich den Verzicht auf die einfachste.

Wie sich der Gesamteinsatz ergibt, wenn jede Einzelwette denselben Teileinsatz trägt

Der Einsatz folgt einer schlichten Multiplikation: Zahl der Einzelwetten mal Teileinsatz. Beim Goliath sind es 247 Positionen. Bei 0,10 € je Position stehen 24,70 € auf dem Wettschein, bei 0,50 € sind es 123,50 €, bei 1 € volle 247 €.

Was das in der Praxis bedeutet: Der kleinste Goliath ist kein Kleinbetrag. Wer mit 5 € Gesamtbudget auf acht Spiele gehen will, kann den vollen Goliath nicht bauen — er müsste bei rund 0,02 € je Zeile landen, und solche Teileinsätze lassen die wenigsten Anbieter überhaupt zu. Ein normaler Einzelwettenschein über 5 € bleibt bei diesem Budget die realistische Variante.

Zwei Stellschrauben gibt es nur. Die eine ist der Teileinsatz, die andere die Zahl der Auswahlen. Wer von acht auf sechs Spiele geht, landet bei einem Sechser-System und nicht mehr bei einem Goliath — dort reichen 63 Wetten über 21 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und eine Sechserkombination. Der Einsatz schrumpft in demselben Verhältnis.

Vor dem Bestätigen lohnt ein Blick auf die Betragszeile, nicht auf die Zahl der Tipps. Sie ist die einzige Angabe, die über die tatsächliche Belastung des Kontos entscheidet.

Was ein Wettrechner ausgibt und was er verschweigt

Ein Wettrechner für Systemwetten nimmt Quoten und Teileinsatz entgegen und spuckt eine Tabelle aller Kombinationen aus, dazu die Summe des Einsatzes und die Auszahlung für jede Trefferzahl. Bei acht Auswahlen zeigt er also, was bei zwei, drei, vier und so weiter bis acht Treffern zurückkommt — und das sind Zahlen, die man vor der Abgabe sehen will.

Das Verschwiegene ist genauso wichtig. Ein Rechner arbeitet mit festen Quoten, die er nicht bewertet. Er sagt Ihnen, dass acht richtige Tipps mehrere Tausend Euro einbringen können, und kein Wort darüber, wie unwahrscheinlich acht richtige Tipps sind. Die Auszahlungstabelle ist eine Antwort auf die Frage „was, wenn alles klappt“, nicht auf die Frage „wie oft klappt das“. Der Wettrechner von bet365 führt für den Goliath beide Varianten — mit und ohne Einzelwetten —, ein Hinweis darauf, wie sehr sich schon die Struktur unterscheidet, bevor eine einzige Quote ins Spiel kommt.

Die zweite Lücke ist der Cashout. Bei Winamax ist ein Cashout für Systemwetten nicht verfügbar. Wer mit laufendem Ticket noch aussteigen will, kann das dort nicht — die Tabelle sagt nichts darüber, weil es nichts zu verkaufen gibt.

Wie Quoten in einer Systemwette zusammenwirken — und wo das Geld des Buchmachers sitzt

Innerhalb einer Kombination werden die Quoten multipliziert. Aus 2,00 und 2,50 an zwei getrennten Tagen des Turniers wird im Doppel 5,00, aus 1,50, 2,00 und 2,50 im Dreier 7,50. Diese Multiplikation ist der Grund, warum lange Kombinationen so verlockend aussehen und so selten aufgehen. Jede Auswahl bringt ihren eigenen Unsicherheitsfaktor mit, und die Faktoren addieren sich nicht, sie potenzieren sich.

Die Umkehrung dieser Rechnung ist die Kennzahl, an der sich ein Markt messen lässt. Der Quotenschlüssel eines Marktes berechnet sich als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten des Marktes — die Auszahlungsquote. Die Marge ist 100 % minus diesem Wert. Ein Markt, dessen Quotenschlüssel 95 % beträgt, lässt 5 % aller Einsätze im Buch. Diese 5 % stehen nicht auf dem Wettschein, sind aber bei jedem einzelnen Tipp schon abgezogen, und beim Goliath wirkt die Marge in jedem der 247 Positionen.

Warum das bei Systemwetten stärker ins Gewicht fällt als bei einer einzelnen Wette: Die Marge sitzt in jeder Quote, und in einer Kombination werden die Quoten multipliziert. Bei einem Dreier aus drei Märkten mit je 5 % Marge ist der Erwartungswert bereits spürbar gedrückt. Wer einen Goliath baut, hat 247 Positionen, von denen keine einzige frei von dieser Reibung ist. Der Goliath ist also nicht nur teuer im Einsatz, er ist auch teuer im Preis.

Ein zweiter Punkt zur Fairness bezüglich der Quoten: Winamax bewirbt im Fuß seiner Website „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Der Hinweis stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus den Bereichen Fußball, Tennis und Handball über den Zeitraum vom 1. April 2025 bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Ein Werbesatz, der auf einer Auswertung von 2.967 Spielen steht, ist mehr als ein Slogan und weniger als ein Beweis — die anderen 55 % der geprüften Quoten waren eben nicht auf Platz eins. Wer systematisch acht Auswahlen kombiniert, profitiert von guten Einzelquoten schließlich mehrfach, weshalb die Quote je Auswahl bei Systemwetten stärker wiegt als bei einem Einzelschein.

Die Erlaubnis ist die eigentliche Auswahl: Whitelist, Steuer und was der Rahmen kostet

Bevor die Frage interessant wird, welcher Anbieter acht Auswahlen in ein System packt, steht die Frage nach dem Placet. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale), die nach dem GlüStV 2021 arbeitet, seit dem 1. Juli 2021 in Kraft. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet und überwacht sie. Der einzige belastbare Test für einen Spieler ist die Whitelist: die amtliche Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter. In der Fassung, die dieser Text heranzieht, stehen 30 Einträge — 27 Anbieter mit Sportwetten-Erlaubnis, davon 2 zusätzlich mit Pferdewetten, sowie 3 Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten halten. Jede dort geführte Domain endet auf .de, eine .de-Adresse allein beweist allerdings gar nichts.

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre. Die Whitelist führt nur Erteilungsdaten, kein Enddatum. Ein abweichender Schluss — „diese Erlaubnis läuft bis 2029“ — wäre erfunden. Wer prüfen will, ob sein Anbieter dabei ist, sucht auf der Whitelist nach der Domain, die zur Marke gehört, und nicht nach dem Firmennamen: Als Veranstalter der Marke Bet3000 ist die I.B.C. Sportsbetting Limited in Valletta-Sliema eingetragen, nicht ein deutscher Name. Erlaubnisse für virtuelle Automatenspiele, Poker oder Casino hängen an einer anderen Marke und sagen nichts über das Sportwettenangebot, auch wenn der Halter derselbe ist.

Was erlaubt ist, regelt das GlüStV: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts daraus und auf Vorfälle während des Ereignisses, als Einzel- oder Kombinationswette — und nur Wetten aus dem Wettprogramm des Anbieters. Für Systemwetten heißt das: Der Goliath ist zulässig, solange die acht Auswahlen aus erlaubten Märkten stammen. Ein selbst gebautes Bündel aus gesperrten Ereignissen bleibt gesperrt, auch wenn die Mechanik dieselbe ist.

Bei Livewetten wird der Rahmen eng. Während eines laufenden Ereignisses darf nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Treffer, nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten gesetzt werden, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist damit in Ordnung, nächster Satz im Tennis auch. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball dagegen nicht — die Komponente läuft hier zu oft, als dass der Markt erlaubt wäre. Wer einen Goliath aus acht Livewetten bauen will, wird schnell feststellen, dass die acht Auswahlen nicht zusammenkommen: In der Halbzeit einer Fußballkonferenz bleibt kaum mehr als die Endresultate und die jeweils nächsten Tore. Es gibt keinen gesetzlichen Höchsteinsatz pro Wette für Sportwetten, eine generelle Deckelung des Goliath-Einsatzes existiert also nicht.

Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen vor allem Minderjährige oder Amateure teilnehmen — in der Praxis führt die Behörde Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder ihre Ahndung. Sozialen oder politischen Ereignissen fehlt die Zulässigkeit ebenfalls. E-Sport: Nach Auskunft der Behörde ist Sportwetten auf E-Sport nicht möglich, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Eine erlaubte E-Sport-Wette gibt es in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Die Steuer läuft am Spieler vorbei, aber nicht spurlos. Die Sportwettensteuer nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der gezahlte Einsatz abzüglich der Steuer selbst ist — gerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler. Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung, und entsprechend steht sie bei jedem Anbieter nur in dessen eigenen Bedingungen. Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter; ihr Nachweis ist kein Beleg für eine Erlaubnis.

Wie ODDSET den Quotenabschlag in Rechnung stellt

Bei ODDSET ist die Weitergabe der Steuer durch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen geregelt. Dort erhebt der Anbieter bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 %, die er „Quotenabschlag“ nennt, auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette; nach Abzug der Gebühr ergibt sich der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn. Die Prozentzahl ist nicht mit dem Steuersatz zu verwechseln: 5 % auf den Gewinn sind nicht 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).

Das Modell ist eine Abschlag-auf-Gewinn-Logik, und die tut bei Systemwetten mehr weh als bei Einzelwetten. Wer viele kleine Kombinationen gewinnt statt eine große, sieht den Abschlag häufig greifen. Bei DAZN Bet funktioniert der Mechanismus ähnlich: Dort wird auf jede Sportwette ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der auch als Wettsteuer bekannt ist, automatisch berechnet und im Kontoverlauf als Einsatz und Quotenabschlag je Wette ausweisbar. Die Transparenz ist ein Verdienst; die Belastung ist dieselbe. Wer den Unterschied zwischen einem sauber ausgewiesenen Abschlag und einem still in die Quote eingepreisten Modell sehen will, hat bei diesen beiden Anbietern im Kontoverlauf und in den Bedingungen die Belege.

Warum unerlaubte Angebote keine Option sind

Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, die Sportwetten an Personen in Deutschland vermitteln, betreiben unerlaubtes Glücksspiel. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat hierzulande keine Bedeutung, und die Behörde hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei Plattincasino genannt. Der Strafrahmen: Veranstalten bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr, Teilnahme bis zu sechs Monate. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt — daraus wird weder eine Erlaubnis noch ein Drama gemacht. Sanktionsmittel sind Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerksperren.

Zivilgerichtlich haben Gerichte mehrfach Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden die Lizenzpflicht vorerst nicht durchsetzen wollten. Ein Anspruch für den einzelnen Spieler ist daraus nicht abzuleiten. Wer heute auf einem Offshore-Schein verliert, hat morgen kein automatisches Geld zurück.

Die andere Seite der Rechnung ist der Verlust von Schutzmechanismen: Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis hängt weder am Sperrsystem OASIS noch an der Limitdatei LUGAS. Es gibt also keine Behörde, keine Obergrenze und keinen Ansprechpartner, wenn es um Geld geht.

Warum ein Goliath ein Einzahlungslimit und ein Sperrsystem zum Nachbarn macht

Der Goliath ist das Format, das die Schutzmechanismen am stärksten in Anspruch nimmt. Grund: Jeder einzelne Wettschein trägt 247 Wetten. Wer dreimal in der Woche einen Goliath über 0,50 € Teileinsatz abgibt, verlässt sich auf mehr als 370 € Umsatz pro Woche, ohne dass ein einziger Tipp auffällig wäre — bei einem Budget, das eine einzelne Wette nie in dieser Größenordnung berühren würde.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich. Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, das vollständig verifiziert werden muss. Vor abgeschlossener Verifikation darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Wer sein Konto in dieser Phase als Schnelltest für einen Goliath nutzt, kann den Einsatz nicht zurückholen — die Funktion ist nicht für Systemwetten gedacht, sondern für Identitätsprüfungen.

Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler einen höheren Betrag zulassen — bis 10.000 €, in einer Spanne von 10.000 € bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — allerdings nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Herabsetzung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Die Verzögerung ist gewollt: Sie nimmt den Impuls aus dem Klick, mit dem ein anstrengender Abend zum Sprung auf ein höheres Limit wird.

Parallelspiel ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei geprüft. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei Registrierung und Login abgefragt wird; eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt, andernfalls mindestens ein Jahr. Der Panikbutton blockiert das Konto sofort für 24 Stunden. Wer sich angesichts eines teuren Wettscheins fragt, ob das Konto besser für eine Weile stillgelegt wird, braucht dafür keinen Anruf — es genügt die Funktion im Konto selbst.

Der Auszahlungsweg und das Konto in eigener Hand

Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen möglich, bei einem Institut, das nach dem Geldwäschegesetz verpflichtet ist. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht zulässig. Das ist die Regel, die Krypto und anonyme Prepaid-Lösungen aus dem erlaubten deutschen Sportwettenmarkt heraushält. Praktisch bedeutet es für einen Glücksspieler mit Krypto-Vorliebe: Er zahlt per Überweisung, Karte oder einer erlaubten Wallet und akzeptiert die Namenstransparenz.

Das Spielerguthaben liegt auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Für den Fall, dass ein Anbieter ausfällt, ist das kein Nebensatz, sondern der Unterschied zu einer Offshore-Plattform, auf der das Guthaben ungesichert bleibt.

Wer sein Spielniveau prüfen will, fragt den Einzahlungsverlauf im Konto ab und rechnet für einen Monat zusammen. Bei einem Systemwetten-Format ist diese Zahl aussagekräftiger als jeder Blick auf das Ergebnis des letzten Wettscheins.

Der Vergleich in Zahlen: zehn Anbieter und ihr Erlaubnisstand

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 geführt, I.B.C. Sportsbetting Limited 22. April 2026
ODDSET geführt, Oddset Sportwetten GmbH 18. November 2020
NEO.bet geführt, Greenvest Betting Limited 9. Oktober 2020
Tiptorro geführt, Torro Tec Limited 30. Juni 2021
Tipwin geführt, Tipwin Limited 9. Oktober 2020
VBet geführt, SCGO Limited 5. Dezember 2023
LeoVegas geführt, LVSports Limited 21. Oktober 2024
DAZN Bet geführt, DZBT Operations Limited 22. August 2023
Tipico geführt, Tipico Co. Limited 9. Oktober 2020
MERKUR BETS geführt, Merkur Bets Malta Limited 6. November 2023

Zehn Zeilen, in denen alles erlaubt ist — und genau darin liegt die Aussage. Dieser Vergleich listet keine Sportwettenanbieter nach Erlaubnis auf, weil ein erlaubter Anbieter besser wettet, sondern weil die Erlaubnis die Voraussetzung ist, unter der der Goliath in Deutschland überhaupt stattfindet. Jeder Halter in dieser Liste stellt deutsche Sportwetten unter deutscher Aufsicht; jeder steht mit einer Domain auf der Whitelist, die auf .de endet. Die Verteilung der Erteilungsdaten sagt dagegen nichts über Qualität: ODDSET, NEO.bet, Tipwin und Tipico starteten im Herbst 2020, als das Verfahren nach dem GlüStV 2021 anlief; LeoVegas kam als jüngster Eintrag erst am 21. Oktober 2024 dazu, während Bet3000 mit dem 22. April 2026 der Neuzugang dieser Liste ist.

Was die Tabelle nicht verrät, ist die Mechanik dahinter. Zwei Erlaubnisse, die wie Nachbarn in derselben Spalte aussehen, können unterschiedliche Sortimente für Systemwetten haben. WettArena erlaubt 20 Ereignisse pro Wettschein, andere Anbieter deckeln anders. Die Zahl der Auswahlen, die in einen Wettschein passen, ist daher die Angabe, die man vor dem Bau eines achtfachen Systems prüft — und nicht die, die auf der Whitelist steht.

Eine Zeile fehlt in bewusster Form: ein Erlaubnisende. Die Whitelist führt keines. Die Liste zeigt Erteilungsdaten, sonst nichts.

Die Anbieter im Einzelnen

Bet3000: der jüngste Eintrag unter den zehn

Bet3000 ist über die Domain auf der Whitelist geführt, als Veranstalter steht die I.B.C. Sportsbetting Limited in Valletta-Sliema dahinter, mit Erstdatum 22. April 2026. Damit ist Bet3000 der jüngste Neuzugang in diesem Kreis — wer sich die Liste der erlaubten Anbieter ansieht, stößt hier auf einen Namen, der noch keine lange Historie im deutschen Markt hat. Über das Systemwetten-Sortiment des Anbieters lässt sich daraus nichts ableiten.

Interessant ist Bet3000 für diesen Vergleich aus einem anderen Grund: Für WettArena, ebenfalls von I.B.C. Sportsbetting betrieben, ist die Obergrenze von 20 Ereignissen pro Wettschein dokumentiert. Eine Verbindung zwischen den beiden Marken unter demselben Halter bedeutet nicht, dass dieselben Ticket-Regeln gelten, und wer einen Goliath bauen will, sollte die Angaben im Wettprogramm selbst nachlesen. Der Punkt bleibt trotzdem lesenswert: Die Platzierung der Whitelist sagt nichts darüber, ob ein Anbieter Systemwetten mit acht Auswahlen vollständig abbildet.

Ein junger Erlaubniseintrag und ein knapper Markt: Für Spieler, die Goliath-Scheine über eine Plattform mit XL-Systemwetten bauen wollen, ist das keine erste Adresse.

ODDSET: Quotenabschlag auf den Gewinn, ausdrücklich in den Bedingungen

ODDSET trägt die Sportwetten-Erlaubnis über die Oddset Sportwetten GmbH mit Erstdatum 18. November 2020 und einer Nachfolge-Erlaubnis vom 15. Dezember 2022. Die Marke gehört zu den Einträgen aus der ersten Runde des deutschen Lizenzverfahrens. Der entscheidende Unterschied zu den meisten anderen Anbietern auf dieser Liste steht in ihren eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland erhebt ODDSET eine Gebühr von 5 % auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette — den Quotenabschlag. Erst nach Abzug ergibt sich der Nettogewinn, der zur Auszahlung kommt.

Ob diese Weitergabe der Sportwettensteuer günstig oder ungünstig ist, hängt am Spielertyp. Wer selten gewinnt, aber dann viel, zahlt bei einem Abschlag auf den Gewinn weniger als bei einem still in die Quote eingerechneten Modell. Wer viele kleine Kombinationen gewinnt, zahlt bei jedem einzelnen Erfolg — und genau das ist die Signatur des Goliath, wo die Auszahlung über 247 Positionen in Fragmenten anfällt statt in einem Block. Die AGB sind hier die eigentliche Informationsquelle, nicht die Werbeseite.

Der Abschlag steckt nicht in der Quote, sondern auf dem Gewinn — eine Offenlegung, die man unter den großen deutschen Marken selten so klar findet.

NEO.bet: Live-Quoten und Teil-Cashout in der App

NEO.bet ist über die Greenvest Betting Limited mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Nachfolge-Erlaubnis vom 22. Dezember 2022 auf der Whitelist geführt. Die App des Anbieters führt laut ihren Entwicklerangaben Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout im Funktionsumfang. Damit steht NEO.bet auf der Seite der Anbieter, die einen laufenden Wettschein noch verwertbar machen können — und das ist bei Systemwetten die interessantere Fähigkeit, weil ein achtfacher Schein über Stunden oder Tage offen bleibt und sich die Lage in dieser Zeit ändern kann.

Die Grenzen dieser Fähigkeit liegen im Rahmen des GlüStV. Livewetten sind während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder eine vergleichbare, seltene Komponente erlaubt. Für einen Goliath aus acht Livewetten ist der Markt damit fast immer zu dünn. Der Cashout hilft dagegen auch bei einem Schein aus Vorab-Wetten, und mit acht Auswahlen ist der Wettschein lang genug, dass dieser Punkt zum Tragen kommt.

Ein Schein, der sich noch verkaufen lässt, verliert seinen Schrecken — für Spieler mit acht breit gestreuten Vorab-Wetten ist das ein echter Vorteil.

Tiptorro: alle Wettformen samt Rückkauf des Tickets

Tiptorro steht über die Torro Tec Limited auf der Whitelist, mit Erstdatum 30. Juni 2021 und Nachfolge-Erlaubnis vom 27. Dezember 2022. Laut den Angaben zur App lassen sich Tipps vor Spielbeginn und live als Einzel-, Kombinations-, Mehrweg- und Systemwetten abgeben; solange das Ticket offen ist, ist ein Rückkaufangebot möglich, und zwar sowohl als Cashout als auch als Teil-Cashout.

Das Systemwetten-Ticket ist damit ausdrücklich Teil des Angebots und nicht eine Funktion, um die man sich kümmern muss. Der Rückkauf ist die zweite Zutat, die den Goliath erträglicher macht: Ein Achtersystem, das zwei Treffer hat und keine Aussicht auf mehr, lässt sich in einen kleineren Verlust verwandeln statt in einen Totalverlust. Die Bedingung bleibt, dass das Ticket noch offen ist — wer den letzten Tipp schon abgewartet hat, ist zu spät.

Ein Anbieter, der Systemwetten und den Rückkauf zusammenführt, passt zu Spielern, die ihre Fehler gern vor dem Schlusspfiff korrigieren.

Tipwin: 100 % bis 100 €, siebenfacher Umsatz

Tipwin steht über die Tipwin Limited auf der Whitelist, Erstdatum 9. Oktober 2020, Nachfolge-Erlaubnisse vom 27. Dezember 2022 und 9. Januar 2024. Zum Willkommensbonus nennt der Anbieter 100 % der Einzahlung bis höchstens 100 €. Einzahlung und Bonus zusammen müssen vor einer Auszahlung mindestens siebenmal in Sport- und Livewetten umgesetzt werden, wobei je Wettschein höchstens 100 € angerechnet werden und nur Wettscheine mit einer Quote von mindestens 1,80 zählen.

Die Mindestquote von 1,80 ist bei einem Goliath selten ein Hindernis, weil eine Kombination aus mehreren Auswahlen diese Marke mühelos überspringt. Der Deckel von 100 € pro Wettschein ist der schärfere Teil: Wer den Bonus über einen großen Schein freispielen will, stößt sofort an die Grenze. Aus 200 € Bonusbasis bei einem Umsatzfaktor von sieben werden 1.400 €, die durch das Wettkonto laufen müssen. Ein Goliath über 1 € Teileinsatz steht bei 247 € und damit oberhalb der Anrechnung, sodass ein Teil des Einsatzes unberücksichtigt bleibt — das ist eine der Stellen, an denen die Bedingungen teurer sind als der beworbene Prozentsatz nahelegt.

Der Bonus verwandelt sich in eine Aufgabe mit Deckelung — wer ihn nutzen will, sollte vorher rechnen, ob der Wettschein überhaupt voll angerechnet wird.

VBet: Sportwetten-Erlaubnis seit Ende 2023

VBet trägt die Sportwetten-Erlaubnis über die SCGO Limited mit Erstdatum 5. Dezember 2023. Der Halter sitzt in St. Julian’s auf Malta, die Marke gehört damit zur zweiten Generation der deutschen Sportwetten-Erlaubnisse und läuft nicht mehr in der Startgruppe aus dem Herbst 2020. Über das Systemwetten-Angebot des Anbieters ist aus den öffentlich zugänglichen Bedingungen nichts bekannt, das hier weiterhilft — wer einen Goliath bauen will, prüft im Wettprogramm, bis zu welcher Ereigniszahl der Wettschein überhaupt annimmt.

Für Spieler, die Wert auf ein etabliertes Lizenzverfahren legen, ist der Eintrag sauber. VBet ist damit die unauffällige Option dieser Liste — nichts, was beim Bau eines Systems stört, aber auch nichts, was ihn leichter macht.

Die Erlaubnis ist unstrittig; spannend wird der Marktvergleich nur, wenn man die Ticket-Grenzen selbst nachliest.

LeoVegas: Erlaubnis erst seit Oktober 2024, virtuelles Automatenspiel seit 2023

Auf der Whitelist ist für LeoVegas die LVSports Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Die zwei Daten gehören zu zwei verschiedenen Erlaubnissen: Ein Sportwettenangebot und ein Automatenspielangebot sind getrennte Zulassungen mit getrennten Regeln. Wer die Sportwetten-Erlaubnis prüft, hat mit dem Automatenspiel-Datum nichts in der Hand.

Die Sportwetten-Teilnahme ist die jüngste unter den etablierten Marken dieser Liste, neben Bet3000. Das ist kein Qualitätsurteil, sondern eine Kalenderaussage: Die Marke hat ihren Sportsbook-Betrieb in der deutschen Aufsicht erst Ende 2024 begonnen. Für Systemspieler bleibt die Frage offen, wie breit das Wettprogramm über acht Ereignisse hinweg aufgestellt ist — darüber entscheiden die acht Auswahlen, nicht die Erlaubnis.

Zwei Daten, zwei Erlaubnisse: Wer hier nur eine Lizenz liest, liest die falsche.

DAZN Bet: Quotenabschlag automatisch im Kontoverlauf

DAZN Bet wird über die DZBT Operations Limited geführt, Erstdatum 22. August 2023. Auf jede Sportwette wird ein Quotenabschlag von 5 % erhoben, der auch als Wettsteuer bekannt ist; er wird automatisch berechnet, und im Kontoverlauf sind Einsatz und Quotenabschlag je Wette sichtbar. Wer wissen will, was ein Abend mit Sportwetten wirklich gekostet hat, findet bei diesem Anbieter die Posten aufgeschlüsselt statt in die Quote gemischt.

Für Systemwetten ist die Aufschlüsselung mehr als Buchhaltung. Bei 247 Einzelwetten und einer Gewinnkonstellation, in der nur wenige Positionen zahlen, sieht der Spieler im Verlauf genau, wie viel Abschlag auf seine kleine Auszahlung gefallen ist. Das relativiert die Freude an jedem Doppel, das durchgeht, in einer Weise, die eine Einzelwette nie zeigen würde.

Die transparenteste Steuerabrechnung auf dieser Liste — und die unbequemste Lektüre für Goliath-Spieler.

Tipico: deutsche Wurzeln, maltesische Gesellschaft

Tipico wird über die Tipico Co. Limited geführt, Erstdatum 9. Oktober 2020, Nachfolge-Erlaubnis vom 9. Dezember 2022. Der Halter sitzt im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta; die Marke wurde 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic gemeinsam mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle gegründet. Diese Gründungsgeschichte erklärt, warum die Marke im deutschen Wettmarkt so präsent wirkt, obwohl die Betreibergesellschaft im Ausland sitzt.

Der Punkt hat eine praktische Konsequenz für dieses Thema: Tipico ist der Anbieter, gegen den der Musterfall läuft, der den EuGH beschäftigt — ein Kläger fordert mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück, und der Generalanwalt hielt im März 2026 eine Rückzahlungspflicht gegenüber unlizenzierten Anbietern grundsätzlich für möglich. Wer bei einem erlaubten deutschen Anbieter spielt, steht auf der anderen Seite dieser Konstellation.

Eine Marke mit langer deutscher Präsenz und einer Betreibergesellschaft, die dennoch in Malta sitzt.

MERKUR BETS: Freebet für Kombi-Betbuilder ab Gesamtquote 4,00

MERKUR BETS steht über die Merkur Bets Malta Limited auf der Whitelist, Erstdatum 6. November 2023. Zum MERKUR BETS CLUB nennt der Anbieter für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € eine Freebet über 5 €, ausgeschüttet am Montag der Folgewoche; die Aktion lief vom 9. Juni 2025 bis 14. Juli 2025.

Zwei Dinge an diesem Angebot sind für Systemspieler wichtig. Erstens das Format: Die Freebet gilt für Kombiwetten und Betbuilder, nicht für Systemwetten. Ein Goliath fällt nicht darunter. Zweitens der Zeitraum: Die Aktion ist abgelaufen, und wer sie heute beanspruchen will, findet sie nicht mehr. Wer den Mechanismus bewertet, sollte die Freebet über 5 € nicht überschätzen — bei einer Mindestgesamtquote von 4,00 und einem Wocheneinsatz von 25 € liegt zwischen Aufwand und Gegenwert ein dünnes Verhältnis.

Ein laufendes Angebot ist das nicht mehr, und wer auf Gratiswetten für Systemwetten hofft, wird bei diesem Konzept nicht fündig.

Tipwin, Winamax und der Rest: was ein Bonus bei Systemwetten wirklich berührt

Ein Bonus lässt sich nicht auf einen Goliath umlegen, und das ist keine Spitzfindigkeit. Die Umsatzbedingungen der Anbieter beziehen sich auf Wettscheine mit Mindestquote und angerechneter Einsatzhöhe, nicht auf Achtersysteme mit 247 Positionen. Wer den Willkommensbonus mit einem Goliath freispielen will, sollte vorher im Bedingungstext prüfen, wie der Einsatz eines Systemwettscheins gezählt wird — eine Angabe, die viele Anbieter nicht in der Werbung führen.

Bei Winamax gibt es ein anderes Modell. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, ohne Umsatzbedingungen für die Freebets. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung einmal umgesetzt werden, die Obergrenze der Umsetzung liegt bei 100 €, die Mindestquote bei 1,05. Ein Umsatzfaktor von eins und eine Mindestquote von 1,05 sind so niedrig, dass der Anrechnungsdeckel von 100 € zum eigentlichen Kriterium wird.

Und das Freispielen ist nicht das eigentliche Kostenproblem. Wer einen Bonus über viele Wettscheine umsetzt, zahlt die Marge des Marktes auf jeden dieser Scheine — den Aufwand der Freiwette trägt der Spieler also auch bei erfüllten Bedingungen. Beim Goliath multipliziert sich das über 247 Positionen, während der Bonusbetrag gleich bleibt.

Diese Seite rät zur Vorsicht und zu einem konkreten Plan

Der Goliath ist ein elegantes Konstrukt und ein unangenehm teures. 247 Wetten auf acht Tipps klingen nach Ausschöpfung des gesamten Möglichkeitenraums; tatsächlich schöpfen sie vor allem das Konto aus. Wer ihn baut, sollte drei Dinge vorher geklärt haben: den Teileinsatz, der auf dem Wettschein steht, das Budget des Monats gegen das Einzahlungslimit von 1.000 €, und die Frage, was bei zwei Treffern zurückkommt. Die Antwort auf die letzte Frage ist bei jedem realistischen Szenario unerfreulich klein.

Für Spieler mit kleinem Budget ist der Goliath fast nie das richtige Format. Wer mit 20 € im Monat auskommt, kann 0,05 € je Zeile setzen und landet bei 12,35 € — und bei zwei Treffern auf zwei 1,50ern sind das 0,11 € zurück. Ein solcher Schein ist kein Spiel, sondern eine Rundungsdifferenz. Wer mit demselben Budget drei Einzel- oder Kombiwetten setzt, gewinnt weniger oft gleichzeitig, merkt aber überhaupt, dass er gewonnen hat.

Wer den Goliath trotzdem ausprobieren will, hat zwei sinnvolle Wege. Der eine führt über einen Anbieter mit laufendem Rückkauf für Systemwetten — Tiptorro nennt ihn ausdrücklich, NEO.bet führt Cashout und Teil-Cashout in den App-Funktionen —, damit ein Schein ohne Aussicht nicht bis zum Ende mitgeschleppt wird. Der andere führt über den Blick in die eigenen Bedingungen statt in die Werbung. Die Unterschiede liegen dort: ODDSET und DAZN Bet weisen den Quotenabschlag von 5 % auf den Gewinn offen aus, Winamax rechnet mit einem anderen Modell, und die Systemwetten-Regeln selbst sind bei jedem Anbieter ein eigener Abschnitt.

Und ein Punkt, der mehr zählt als jede Quote: Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Monat greift über alle Anbieter. Ein Wechsel des Anbieters hebt es nicht auf. Wer merkt, dass ein Goliath-Schema ihn regelmäßig an diese Grenze führt, hat das Signal bereits vor sich. Die Limitdatei und das Sperrsystem sind die Instrumente, die den Erlaubnismarkt vom unerlaubten unterscheiden — und wer bei einem Anbieter ohne Erlaubnis spielt, hat sie nicht.

Häufige Fragen zum Goliath

Was ist eine Goliath-Wette, und aus welchen Einzelwetten besteht sie?

Eine Systemwette auf acht Auswahlen, die ausschließlich Mehrfachkombinationen spielt und keine Einzelwette enthält. Zusammengezählt kommen 28 Doppel, 56 Dreier, 70 Vierer, 56 Fünfer, 28 Sechser, 8 Siebener und eine Achterkombination zusammen — 247 Einzelwetten insgesamt.

Wie funktioniert eine Goliath-Wette, wenn nur ein Teil der Auswahlen gewinnt?

Es zahlen nur die Kombinationen, deren sämtliche Auswahlen gewonnen haben. Bei zwei Treffern bleibt ein einziges Doppel übrig, bei vier Treffern die daraus gebildeten Doppel, Dreier und Vierer. Jede Kombination mit einer verlorenen Auswahl ist wertlos.

Wie viele Auswahlen müssen mindestens gewinnen, damit es zu einer Rückzahlung kommt?

Zwei. Damit ist eine Doppelwette vollständig und zahlt aus, alle übrigen 246 Positionen verfallen. Ein einziger richtiger Tipp bringt nichts. Zwei Treffer bedeuten also eine Rückzahlung, aber keine Rückkehr des Einsatzes.

Wie wird der Gesamteinsatz einer Goliath-Wette berechnet, wenn jede Einzelwette denselben Teileinsatz trägt?

Die 247 Einzelwetten werden mit dem Teileinsatz multipliziert. Bei 0,10 € je Position stehen 24,70 € auf dem Wettschein, bei 0,50 € sind es 123,50 €, bei 1 € volle 247 €. Bei Winamax folgt der Preis einer Systemwette der Form P/N aus N! geteilt durch P! mal (N-P)!, multipliziert mit dem Einzeleinsatz.

Wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quoten oder Gewinn einer Systemwette aus?

Die Steuer trifft den Veranstalter, nicht den Spieler. Ob er sie weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen: ODDSET erhebt bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland 5 % Quotenabschlag auf den Bruttogewinn, DAZN Bet rechnet 5 % automatisch ab und weist sie im Kontoverlauf aus. 5 % auf den Gewinn sind nicht 5,3 % auf den Einsatz.

Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Goliath-Wetten auf der GGL-Whitelist steht?

Auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder sucht man die Domain, über die die Marke ihre Sportwetten anbietet, nicht den Firmennamen. Der Eintrag listet den Erlaubnisinhaber und ein Erstdatum, aber kein Enddatum. Eine Sportwetten-Erlaubnis gilt fünf Jahre ab Erstverteilung.

Inhalt erstellt vom Team «1X2 wetten»